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10 Cloverfield Lane

Fortsetzung von Cloverfield überzeugt in anderem Gewand.

Jahr2016
ProduktionslandUSA
RegieDan Trachtenberg
DrehbuchJosh Campbell, Matthew Stuecken, Damien Chazelle
GenreThriller, Horror
DarstellerJohn Goodman, Mary Elisabeth Winstead, John Gallagher Jr., Suzanne Cryer
Länge103 Minuten
FSKAb 16 Jahren freigegeben
VerleihParamount Pictures Germany

Wo war ich da nur reingeraten, als ich 10 Cloverfield Lane eingeschaltet hatte? Für alle, denen Cloverfield nichts sagt, ist 10 Cloverfield Lane ein wunderbarer Mindfuck Film. Für die unter euch, die Cloverfield kennen und mögen, ist es eine gelungene Fortsetzung in einem ganz anderen Gewand. Denn wurde der Vorgänger noch im Found-Footage Style gedreht (mit einer wackeligen Handkamera), läuft dieser Streifen wie ein ausgewachsener Thriller, mit klaren Bildern, die nichts verbergen.

Michelle, die Hauptfigur, erwacht in einer beängstigenden Situation, nachdem ihr Fahrzeug von der Straße abgedrängt wurde und sich mehrfach überschlug. Gefesselt, halb entkleidet in einem grauen, zur Hälfte rosa gestrichenen Raum, kommt sie zu sich. Die Zellentür wird geöffnet und Howard (John Goodman) tritt ein, sofort ist klar, dass er die Verantwortung für ihre Lage trägt. Seine Erklärung, warum er sie in seinem selbst gebauten Bunker gefangen hält, ist allerdings so abstrus, dass Michelle nicht anders kann, als ihn für einen Irren zu halten. Angeblich wurden die USA mit Atomwaffen angegriffen und nur Howard, Michelle und Emmet, ein Bursche aus der Gegend, haben in seinem Bunker überlebt. Dass diese Erklärung für Michelle absolut unglaubwürdig ist, besonders nachdem er auch noch Aliens und ansteckende Krankheiten ins Spiel bringt, kann man gut nachvollziehen. Bis es Michelle fast gelingt zu entkommen. Was sie dann zu sehen bekommt, ändert alles und plötzlich scheint die Wohngemeinschaft mit Howard und Emmit nicht mehr die schlechteste Wahl zu sein. Trotzdem bleibt Howard ein unheimlicher Typ und es wäre nicht Cloverfield, wenn nicht noch die eine oder andere Wendung käme.


Der Film beschränkt sich auf drei handelnde Figuren. Das funktioniert ganz wunderbar. Besonders in der Enge des Bunkers, der im klassischen 50iger-Jahre Stil gehalten wurde, sozusagen als Verneigung an die Bunkerära während des Kalten Krieges, als der Schutzraum im Garten quasi zum guten Ton gehörte. Die Dramaturgie ist im Gegenzug zum Design modern und bietet beste Unterhaltung. Genretechnisch werden dabei aber so viele Sparten bedient, dass man tatsächlich in der Kategorie Mindfuck landet, und keine Angst vor harten Plot-Twists haben sollte.

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

Handlung/Dramaturgie
1
Figuren/Schauspieler
1
Ausstattung/Schauplätze
1
Form
1
Hintergrund
1
Vergleich im Genre
1
Durchschnitt:
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© Paramount Pictures Germany

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