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Gerard Butler als Mike Banning in voller Kampfmontur mit Gewehr in Angel Has Fallen

Angel Has Fallen

Angel Has Fallen ist der dritte Teil der Has Fallen-Filmreihe. Ob sich die Agenten-Action mit Gerard Butler mittlerweile abgenutzt hat oder ob sie sogar qualitativ ein paar Schippen drauflegen kann – Das und mehr klären wir in unserer Rezension.

TitelAngel Has Fallen
Jahr2019
LandUSA
RegieRic Roman Waugh
DrehbuchRobert Mark Kamen, Creighton Rothenberger, Katrin Benedikt
GenreAction, Thriller
DarstellerGerard Butler, Morgan Freeman, Jada Pinkett Smith, Piper Perabo, Lance Reddick, Nick Nolte, Danny Huston, Tim Blake Nelson, Chris Browning, Michael Landes, Sophia Del Pizzo, Mark Arnold
Länge120 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihUniversum Film
Das Kinoplakat zu Angel Has Fallen © Universum Film
Das Kinoplakat zu Angel Has Fallen © Universum Film

Worum geht’s in Angel Has Fallen?

Mike Banning ist zurück. In Angel Has Fallen schlüpft Gerard Butler zum nunmehr dritten Mal in die Rolle des knallharten Secret-Service-Agenten. Bei einem Angelausflug wird der amerikanischen Präsident, dargestellt von Morgan Freeman, Opfer eines Anschlags. Während bis auf Banning alle anwesenden Agenten getötet werden, überlebt Präsident Trumbull schwer verletzt. Da dieser jedoch fortan im Koma liegt, wird der bisherige Vizepräsident Kirby, gespielt von Tim Blake Nelson, vereidigt und lenkt ab sofort die Geschicke der USA.

Da Banning bei dem Anschlag verschont wurde, und zudem noch kompromittierende DNA-Spuren des Agenten gefunden werden, gerät er direkt in das Zentrum der Ermittlungen und lässt ab dem Zeitpunkt nichts unversucht, um seine Unschuld zu beweisen und die wirklichen Drahtzieher hinter dem Anschlag dingfest zu machen.

Morgan Freeman als US-Präsident Trumbull steht vor den Journalisten im Weißen Haus in Angel Has Fallen
Morgan Freeman als US-Präsident Trumbull in Angel Has Fallen © Universum Film

Bekanntes und neues Personal

Die Besetzung vor und hinter der Kamera ist eine interessante Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern.

Inszeniert wurde Angel Has Fallen von Ric Roman Waugh, den man von Snitch – Ein riskanter Deal mit Dwayne „The Rock“ Johnson und dem knallharten Knastthriller Shot Caller kennen dürfte. In Sachen Drehbuch hat man sich, neben den aus der Reihe bekannten Autoren Katrin Benedikt und Creighton Rothenberger, mit Robert Mark Kamen noch einen wahren Genre-Experten ins Boot geholt. Denn dieser war unter anderem für die Drehbücher von Transporter, Columbiana und der gesamten Taken-Reihe (mit Liam Neeson) verantwortlich.

Auch vor der Kamera tummeln sich einige neue Gesichter. Besonders in Erinnerung bleiben der aus den John Wick Filmen bekannte Lance Reddick und Danny Huston, den man am ehesten als Obervampir Marlow aus David Slades 30 Days Of Night und aus dem oscarprämierten Drama Der ewige Gärtner kennt.

In folgenden Kapiteln klären wir, wie gut sich das Personal geschlagen hat.

Gerard Butler als Secret-Service-Agent Mike Banning in einem Schnellboot auf einem See in Angel Has Fallen
Gerard Butler als Mike Banning in Angel Has Fallen © Universum Film

Der Engel fällt…

Wer die direkten Vorgänger Olympus Has Fallen und London Has Fallen kennt, der dürfte bereits eine grobe Vorstellung davon haben, was ihn in Angel Has Fallen erwartet. Geradlinig inszenierte und wendungsreich geschriebene Geheimdienst-Action, bei der sich keiner der Beteiligten in seinem Gewerk mehr streckt als unbedingt nötig. Nicht mehr und nicht weniger bietet einem Angel Has Fallen dann auch an. Die Geschichte erinnert in Prämisse und Konstruktion sehr an diverse Folgen der Agentenserie 24 mit Kiefer Sutherland.

Doch leider zeigt sich die Story an einigen Weggabelungen eine Spur zu konstruiert und wirkt mit manchen Entscheidungen mitunter unglaubwürdig. Warum schickt man als FBI beispielsweise nur genau zwei Agenten zu dem verlassenen Militärgelände, auf dem man das Hauptquartier einer terroristischen Vereinigung vermutet? Die Antwort ist vermutlich recht simpel: Weil mit einem konzentrierten Einsatz an dieser Stelle die Bedrohung eliminiert und damit der Film vorbei wäre. Doch auch abseits der Story krankt Angel Has Fallen in einer Kerndisziplin. Und zwar bei den Effekten.

Gerard Butler als Mike Banning in voller Kampfmontur mit Gewehr in Angel Has Fallen
An Feuerkraft mangelt es nicht in Angel Has Fallen © Universum Film

…tief

Vor allem bei einer Vielzahl der Explosionen und bei den damit verbundenen Rauchwolken hat man als Zuschauer das Gefühl, dass man eine Direct-to-DVD-Produktion der frühen 2000er vor sich hat. Das fast laienhafte CGI wird nur noch von amateurhaften Green- oder Bluescreen-Aufnahmen unterboten. Gerade bei dem an sich sehr spannend inszenierten Drohnenattentat zu Beginn des Films sieht man leider überdeutlich, dass sehr viele Shots im Studio stattgefunden haben.

Doch auch an den Kampfszenen, in denen keine Computereffekte zum Einsatz kommen, kann man sich nur bedingt erfreuen. Und das liegt an der schieren Masse an Schnitten. Die führen nämlich dazu, dass man oft so gut wie nichts mehr erkennt und nur erahnen kann, welcher der Kontrahenten gerade die Oberhand gewinnt. Ein Problem, mit dem eine Vielzahl aktueller Actionfilme zu kämpfen hat. Wer im Gegensatz dazu gut inszenierte Action sehen möchte, der orientiert sich lieber zu den Genre-Primi der vergangenen Jahre. Namentlich John Wick 3, Mission: Impossible – Fallout und Mad Max: Fury Road.

Jada Pinkett Smith als FBI-Agentin mit einem Kollegen in Angel Has Fallen
Jada Pinkett Smith als FBI-Agentin in Angel Has Fallen © Universum Film

Habenseite

Auf der anderen Seite hat Angel Has Fallen leider zu wenige Lichtblicke zu bieten, die das Ruder noch rumreißen könnten. Zum einen wäre da das sehr effektive Sounddesign. Gerade in den Shootouts wird man kräftig in den Kinosessel gedrückt und es knallt an allen Ecken und Enden. Zum anderen ist der Payoff in der letzten Viertelstunde sehr intensiv und spannend umgesetzt und bietet damit einen versöhnlichen Schlusspunkt eines ansonsten sehr durchwachsenen Erlebnisses.

Gerard Butler als Mike Banning bei den Dreharbeiten zu Angel Has Fallen
Die Dreharbeiten zu Angel Has Fallen © Universum Film

Mein Fazit zu Angel Has Fallen

Angel Has Fallen ist nun wahrlich keine Mogelpackung. Im Grunde bekommt man genau das geboten, was man nach den ersten beiden Teilen der Serie erwarten darf. Einen geradlinigen Actioner, der aber in Summe leider an zu vielen Stellen Schwächen aufweist. Fans der ersten beiden Teile werden damit, auch im Kino, sicherlich ihren Spaß haben. Für alle anderen langt es aber eher für einen verregneten Sonntagnachmittag auf der Couch.

Der Film startet am 29. August in den deutschen Kinos.

Unsere Wertung:

 

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© Universum Film

Patrick Krämer

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