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Arrival (2016) von Denis Villeneuve

Arrival (2016) von Denis Villeneuve

Wie könnte eine Begegnung mit einer uns völlig fremden Lebensform aussehen? Regisseur Denis Villeneuve Vorstellung dessen, ist für mich mehr als ein Filmerlebnis.

Titel Arrival
Jahr 2016
Produktionsland USA
Regie Denis Villeneuve
Drehbuch Eric Heisserer
Genre Science fiction, Drama
Darsteller Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker, Tzi Ma
Länge 116 Minuten
FSK Ab 12 Jahren freigegeben
Verleih Sony Pictures
Bluray-Cover zu Arrival
Bluray-Cover zu Arrival von ©Sony Pictures Home Entertainment
Plot:

Plötzlich sind sie da. Außerirdische Raumschiffe sind überall auf der Erde aufgetaucht. Nun wird eine Linguistik-Expertin vom Militär beauftragt, um mit den fremden Wesen in Kontakt zu treten und festzustellen, ob sie eine Bedrohung darstellen.

Zum Film:

Denis Villeneuve Vorstellung einer Begegnung mit einer fremden Lebensform, ist ein Gemälde mit philosophischen Anstrich geworden, welches er massenkompatibel gerahmt hat.

Amy Adams spielt hier großartig und lässt Co-Star Jeremy Renner blass aussehen. Der eigentliche Hauptdarsteller neben Amy Adams ist die grandiose Kameraführung. Als Sprachwissenschaftlerin spielt sie hier die Schlüsselfigur des Geschehens für die komplette Handlung. Clever empfinde ich, wie die Ankunft stattfindet. Ganz im Gegensatz zu den konventionellen Invasionsfilmen, sind bei Denis Villeneuve die Außerirdischen plötzlich einfach da. Keine großangelegten bombastischen Szenen, in denen riesige UFOs über den Metropolen auftauchen und in Zerstörungswut ausbrechen. Genau wie die Linguistin Dr. Banks (Adams) erfahre ich als Zuschauer durch die Nachrichten, das zwölf riesige unbekannte Flugobjekte (scheinbar) willkürlich auf der ganzen Welt verteilt aufgetaucht sind. Von den Millitärs als “Muscheln” bezeichnet, erinnern sie mich optisch an Kubrick’s Monolith (2001). Von aussen ist kein Einlass zu sehen, kein Fenster, kein Licht, keine Schaniere. Ein kompletter, dichter Körper. Eine Faszination für sich. Und mir fallen noch ein paar weitere Referenzen an 2001 auf. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Denn was noch folgt, damit habe ich nicht gerechnet.

Amy Adams und Jeremy Renner in Arrival
Amy Adams und Jeremy Renner in Arrival von ©Sony Pictures Home Entertainment

Sehr klug spielt Denis Villeneuve mit den Erwartungen des Zuschauers um dann eine atmosphärische Erzählung um Vertrauen, Kommunikation, Selbsterkenntnis, Identität, das menschliche Denken und Grenzüberschreitungen zu spinnen. Welche Rolle Verlust und Traumata im Leben der Hauptfigur spielen, wird für mich als Zuschauer dann erst am Ende klar. Nachdem der eher konventionelle Teil der Handlung erzählt wurde, offenbart sich im letzten Drittel der Handlung eine ungemeine Sogwirkung aufgrund des faszinierenden Gedankenspiels. Ein Film der zum grübeln einlädt. Für jeden Sci-Fi Fan Pflichtprogramm! Für mich ist Arrival DER Film des Kinojahres 2016 gewesen und wahrscheinlich das beste Sci-Fi Drama seit Jahren.

Eine unbekannte Spezies auf der Erde in "Arrival"
Eine unbekannte Spezies auf der Erde in “Arrival” von ©Sony Pictures Home Entertainment

Angeblich hat alles ein Anfang und eine Ende.
Doch was, wenn nicht. Der Kreis schliesst sich!

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

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All pictures © by Paramount Pictures / Sony Pictures

Rooster Cogburn

Oliver Hoppe ist als Autor bei movicfreakz.de tätig. Er wurde auf diesen Planeten gebeamt um seine Meinungen abzusondern und ist ein leidenschaftlicher Filmfreund. „Filme [...] bedeuten für mich zuerst und vor allem, eine Geschichte zu erzählen. Diese Geschichte darf unwahrscheinlich, aber sie darf nie banal sein.“ (Alfred Hitchcock).
Er besucht regelmäßig die Lichtspielhäuser vor Ort, lässt das lineare Fernsehen links liegen und suhlt sich im Video On Demand Getümmel. Ganz im Sinne von Wundermax (The Princess Bride) meint er: "Bei einer nicht gelungenen Produktion besteht ein großer Unterschied zwischen 'Zum größten Teil kacke' und 'Ganz kacke'."

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