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Backtrace

Der unter Amnesie leidende MacDonald muss in Backtrace unbedingt seine Erinnerungen zurückerlangen, um das Versteck des von ihm geraubten Vermögen zu ermitteln. Lest in unserer Review, ob der Streifen einen Blick wert ist, oder man lieber einen großen Bogen um ihn machen sollte.

TitelBacktrace
Jahr2019
ProduktionslandUSA
RegieBrian A. Miller
DrehbuchMike Maples
GenreKrimi, Thriller, Drama
DarstellerSylvester Stallone, Matthew Modine, Ryan Guzman, Christopher McDonald, Colin Egglesfield, Meadow Williams, Lydia Hull
Länge92 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihConstantin Film
Das DVD Cover von Backtrace. © Constantin Film
Das DVD Cover von Backtrace. © Constantin Film

Die Story von Backtrace

Mit 20 Millionen Dollar in der Tasche gelingt MacDonald (Matthew Modine) der Raub seines Lebens. Jedoch holt ihn diese Aktion ein und er muss bitter dafür bezahlen. Seine Komplizen werden bei einer plötzlichen Schießerei getötet und MacDonald landet im Hochsicherheitsgefängnis. Als wäre das nicht schon genug, leidet er zusätzlich auch noch an Amnesie. Er hat keinerlei Erinnerung, wo er das Geld versteckt hat und wie er es wieder beschaffen soll. Vorausgesetzt er kommt überhaupt wieder aus dem Knast heraus.

Letzteres wird ihm immerhin ermöglicht, als er von drei Unbekannten aus dem Gefängnis geschmuggelt wird. Sie testen an ihm neue Medikamente aus, die seine Amnesie vertreiben sollen. Da diese bisher noch nie getestet wurden und als ziemlich experimentell eingestuft sind, besteht für MacDonald große Gefahr. Doch hat er überhaupt eine Wahl? Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche, doch das FBI und der Polizist Sykes (Sylvester Stallone) sitzen ihnen unnachgiebig im Nacken.

Eine halbherzige und generische Mogelpackung

Schauspiel-Schwergewicht Sylvester Stallone in Backtrace. © Constantin Film
Schauspiel-Schwergewicht Sylvester Stallone in Backtrace. © Constantin Film

Ein Dieb, der nicht sich erinnern kann. Ein Cop, der nicht vergessen kann. Das klingt doch nach einem feinen Thriller, entpuppt sich aber bedauerlicher Weise als die reinste Luftnummer. Halbherzige Shootouts wechseln sich mit unmotiviertem Schauspiel und belanglosen Dialogen ab.
Die teils wirklich nervig nervöse Shakeycam in den wenigen Actionsequenzen, die eigentlich für ein wenig angenehme, wenn auch stumpfe Abwechslung zum lustlos präsentierten Rest hätten sein können, machen auch alles andere als Spaß. Dazu kommt dann noch die ziemlich mittelprächtige Synchro und Backtrace hat sich sämtliches Wohlwollen schon in den ersten Minuten verspielt.

Regisseur Brian A Miller hat schon mit Filmen wie Reprisal – Nimm dir, was dir gehört!, Vice und The Prince – Only God Forgives drei uninteressante Actionthriller mit namhaften Hollywood Stars abgeliefert und nicht unbedingt Talent damit bewiesen. Mit Backtrace fügt er nun einen weiteren Kandidaten zu dieser Liste der Schande hinzu.

Auch hier wurde mit Sylvester Stallone (Creed, Rambo) wieder ein namhaftes Schauspiel-Schwergewicht an Land gezogen, was sich jedoch als megamäßige Mogelpackung erweist. Denn der gute Stallone taucht nur in sehr wenigen Szenen auf und sein Schauspiel wirkt obendrein auch einfach nur lustlos. Er legt nur ein und den selben Gesichtsausdruck hin und scheint selbst nicht wirklich viel Lust auf diesen Film gehabt zu haben, wofür man ihm schon fast keinen Vorwurf machen kann. Wirklich kein Aspekt will hier überzeugen. Selbst die Sets geben nicht viel her, das Drehbuch ist voller langweiliger Dialoge und der Twist, wenn man ihn denn so nennen will, ist schlichtweg unglaubwürdig.

Immerhin ein kleiner Lichtblick

Matthew Modine in Backtrace. © Constantin Film
Matthew Modine in Backtrace. © Constantin Film

Wer im direkten Vergleich zu dem miserablen Rest hingegen immerhin ein klein wenig glänzen kann, ist Matthew Modine (Stranger Things, Sicario 2). Seine Performance ist zwar mitunter vielleicht ein klein wenig zu melodramatisch, aber dennoch bewahrt er diese Direct-to-DVD-Veröffentlichung auf darstellerischer Ebene vor einem Totalausfall. Was außerdem für einen kleinen Lichtblick und Gefallen zwischen all der Uninspiriertheit sorgt, ist die Thematik rundum das Vergessen. Ist es eine für unseren Protagonisten nun eine Gnade oder doch eher eine Gefahr? Leider wird das von dem Film nur minimal angerissen und so verpufft der potenziell interessante Drama-Anteil des Streifens in unausgegorener Belanglosigkeit und reiht sich damit perfekt in das Gesamtbild ein.

Mein Fazit zu Backtrace

Backtrace entpuppt sich letzten Endes leider als ziemliche Mogelpackung. Stallone groß auf das Cover zu drucken, nur um ihn dann in einer langweiligen und langweilig gespielten Nebenrolle zu verwursten, die nur für wenige Minuten auf dem Screen erscheint, ist einfach frech. Darüber hinaus ist der Film schnarchig inszeniert, belanglos, viel zu generisch und trotz interessanter Prämisse einfach nur enttäuschend flach. Einzig der Hauptdarsteller bewahrt Backtrace vor einem Totalausfall und rettet, was noch zu retten ist, was leider wirklich nicht allzu viel war.

Unsere Wertung:

 

Backtrace ist seit dem 21. März 2019 auf DVD, Bluray und als VOD erhältlich!

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© Constantin Film

FilmFreund

Ein Tag ohne einen Film ist wie ein Sommer ohne Sonne. :)
Filme sind für mich mehr als nur einfacher Eskapismus oder psychedelischer Zeitvertreib; Was jetzt nicht bedeuten soll, dass ich mich mit der Möglichkeit via Filmen andere Leben zu (er)leben nicht auch gerne mitunter vordergründig hingebe.
Ich bin offen für jedes einzelne Genre und lasse mich eigentlich gerne positiv überraschen, greife aber eher zum hundertelfzigsten mal zu einem bekannten Film, statt mich sofort ins "Neuland" zu stürzen.
Mit FilmToast habe ich eine tolle Plattform gefunden, meine Gedanken ansprechend niederzuschreiben und ich freue mich stets über regen Austausch unter Gleichgesinnten, aber ebenso unter Ungleichgesinnten.
Und jedem, der so weit gelesen hat, wünsche ich noch einen tollen Tag.
(^-^)/

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