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Frank (Chris Evans) und die kleine Mary (McKenna Grace) in Begabt-Die Gleichung eines Lebens

Begabt – Die Gleichung eines Lebens

Hochbegabt zu sein kann für ein junges Mädchen zu einem schwerem Leben führen, indem man zwischen Universitäten, wenig sozialem Kontakt und einem normalen Leben entscheiden muss…zumindest in Begabt – Die Gleichung eines Lebens

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TitelBegabt – Die Gleichung eines Lebens
Jahr2017
ProduktionslandUSA
RegieMarc Webb
DrehbuchTom Flynn
GenreDrama
DarstellerChris Evans, Octavia Spencer, McKenna Grace, Jenny Slate
Länge101 Minuten
FSKAb 6 Jahren freigegeben
Verleih20th Century Fox
Vater schultert die Tochter auf dem Blu-ray-Cover zu Begabt - Die Gleichung eines Lebens
Bluray-Cover zu Begabt – Die Gleichung eines Lebens ©20th Century Fox Home Entertainment

Vorab…

Begabt – Die Gleichung eines Lebens ist ausgestattet mit eben jenen Momenten, von denen ich bei Filmen so gerne spreche. Ich erkannte in den 101 Minuten Laufzeit kleine Patzer bei etwaigen Gerichtsverhandlungen, war mir manchmal nicht überall ganz sicher, bis einer dieser Momente, diese Momente eintrafen, die alles berichtigten. Es waren ehrliche Herzmomente, die der Handlung in wenigen Momenten ein Herz geschenkt haben. Eine herzerwärmende Geschichte, The Value of a Heart und der Menschlichkeit.

Wie viel ist es Wert ein gutes Herz zu haben?

Vater und Tochter stehen vor den Wohncontainern und schauen sich an in Begabt - Die Gleichung eines Lebens
Vater und Tochter in Eintracht ©20th Century Fox Home Entertainment

Über die Handlung und die Hauptfigur

Die Hauptfigur in Begabt – Die Gleichung eines Lebens ist Frank Adler (Chris Evans). Ein junger Mann, der nach dem tragischen Tod seiner Schwester, das Sorgerecht für seine Nichte Mary (McKenna Grace) übernimmt. Seine Schwester war klug, gar ein Genie und widmete ihr Leben der Mathematik und einem Millenium-Problem. Ein Problem, für das man mit dem Nobelpreis belohnt wird, wenn man es gelöst hat. Aber in Begabt – Die Gleichung eines Lebens kommt es vor allem auf die Menschlichkeit an. Jedenfalls war Frank immer der dümmere neben seiner Schwester, auch wenn er es zum Assistenzprofessor an einer Universität geschafft hat. Er muss sich um seine Tochter kümmern und sie vor seiner eigenen Mutter beschützen, die mich der hochbegabten kleinen Mary ganz anderes vor hat…

Kritik von Begabt – Die Gleichung eines Lebens

Die Mutter von Frank findet in der Handlung eine übergeordnete Bedeutung. Sie macht ihrem Sohn Frank, der sich nun schon seit über 6 Jahren um seine Nichte Mary kümmert, sie großzieht und auf sie achtet, das Leben schwer. Denn sie möchte, dass Mary, die ein kleines Genie ist, das Erbe ihrer verstorbenen Tochter antritt, die eines dieser Millenium-Probleme beinahe gelöst hat. Aber Mary ist noch ein Kind. Die Mutter möchte ihrem Sohn Frank gerne das Sorgerecht streitig machen. Der Konflikt zwischen einem Vater, der für seine Tochter ein normales Leben mit Freunden, spielen und sozialer Bestätigung vorgesehen hat und seiner Mutter, die vom Wissen der Tochter profitieren möchte, augenscheinlich nur auf den Erfolg aus ist, den sie selbst nicht erreichen kann, wird entfacht.

Das Wunderkind Mary konzentriert sich auf eine Aufgabe, während die Lehrer hinter ihr gespannt zuschauen in Begabt - Die Gleichung eines Lebens
Das Wunderkind Mary (McKenny Grace) konzentriert sich auf die Lösung einer schweren Aufgabe ©20th Century Fox Home Entertainment

Zwischen den Fronten

Dabei steht der Zuschauer eigentlich zwischen zwei einfachen Fronten. Einer Mutter, die die kleine Mary dazu zwingen möchte, dass normale Leben, an einer normalen Schule und einem normalen sozialem Umfeld aufzugeben und an einer Universität zu lernen und ihrem Vater, der nicht möchte, dass sie sich anders fühlt, sondern einfach wie ein Kind, dass mit Freunden spielt, mit weniger zufrieden ist und die Wärme ihres Vater spüren kann. Hier trumpft vor allem Chris Evans auf, denn er verleiht dem ohnehin schon außergewöhnlich und authentischen Spiel der Mckenna Grace (Marry) ebenbürtige Sensibilität. Die größten emotionalen Momente gehören ohnehin der jungen, kleinen McKenna Grace.

Was war ich froh, dass die Gerichtsszenen in Begabt-Die Gleichung eines Lebens nicht so viel Raum einnahmen und mehr Zeit für die zwischenmenschlichen Beziehungen da war. Die Beziehung zwischen Frank und seiner Nichte, die man eher als Tochter bezeichnen muss, sowie der Mutter, die alles zerstören möchte.

Frank und die kleine Mary auf dem Sofa in Begabt - Die Gleichung eines Lebens
Frank (Chris Evans) und die kleine Mary (McKenna Grace) ©20th Century Fox Home Entertainment

Kein leichtes Leben als Hochbegabte

Es ist schwer für Kinder, die hochbegabt sind. Man stelle sich vor, man hätte selbst so ein Kind, mit ausgeprägten Fähigkeiten. Was soll mit dem Kind werden? Normale Schule, normales Leben, normale Freunde? Oder reicht das nicht? Universität, keine Freunde, kein normales Leben? Wie geht man als Elternteil damit um? Evelyn, die Mutter von Frank, hat sich vermutlich über einen sehr großen Zeitraum damit abgefunden, all ihre Begeisterung und Aufmerksamkeit durch ihre Tochter zu bekommen. Dass sie ihre Tochter dabei erdrückt und ihr Schicksal besiegelt, ist möglicherweise eine verständliche Reaktion darauf gewesen, die sie nicht mehr erkennen kann. Denn wie soll man Leben, wenn man immer bevorzugt, gelobt und angepriesen wird, wenn man nicht mal normale, alltägliche Probleme haben kann, die das Leben sogar ab und an schön machen? Mary wird also weiter bei ihrem Vater bleiben, zwar auf einer angemessenen Schule, aber in seiner Obhut. Ein zufriedenstellendes Ende.

Ein besonderer Moment in Begabt – Die Gleichung eines Lebens

Das erste Herzstück bildet dabei eine Szene im Krankenhaus. Ein Tag zuvor, bei einer Gerichtsverhandlung, saßen sich Frank und der echte Vater der kleinen Mary gegenüber. Dieser wusste nichts über Mary und hatte auch kein Interesse daran. Als die kleine Mary mitkriegt, dass ihr eigentlicher Vater nicht mal wissen wollte, wie sie aussieht, bricht sie in Tränen aus. Um Mary zu beweisen, dass dieser Mann keine Bedeutung für sie hat, fährt Frank mit ihr ins Krankenhaus. Er verrät nicht, warum. Auch der Zuschauer ahnt es nicht.

Der Moment wird langsam aufgebaut, bis wir nach einiger Zeit Eltern dabei zusehen dürfen, wie sie sich freuen, als ein Arzt in den Wartebereich kommt und verkündet, dass es ein Junge wird. Die Freude ist groß, die Familie ist glücklich. Frank sagt ihr, dass es, als sie geboren wurde, genau so war. Und er war der Mann, der dem Rest der Familie mitteilte, dass es ein Mädchen wird. Sie blieben in der Szene, obwohl sie schon viel Zeit dort verbracht haben, weiterhin im Krankenhaus und warteten auf die nächste Nachricht, in der einer glücklichen Familie ein neues Leben zu Teil wird.

Unser Fazit

Diese Momente sind es manchmal, die sogar aus einem mittelmäßigen Film, ganz großes machen können. Mit Herz, Ehrlichkeit und Emotionalität. Ein also sehr reifes Werk, dass vor Herz nur so sprießt. Es ist viel Wert ein gutes Herz zu haben, denn sonst kommt im Leben keine Liebe zurück. Man muss geben, wenn man etwas nehmen möchte..

Unsere Wertung:

 

 

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© 20th Century Fox

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