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Martin Lawrence erschrickt als Big Mama vor seiner Rolle als Geburtshelfer vor geöffneten Muttermund.

Big Mamas Haus

Big Mamas Haus ist erstmals auf Blu-ray erschienen und wir haben uns das zum Anlass genommen, die Komödie mit Martin Lawrence in der Rolle der fülligen Big Mama noch einmal zu Gemüte zu führen. Lest in dieser Besprechung also, ob es Big Mama gelungen ist, die Bude zum wackeln zu bringen, oder nicht!

TitelBig Mamas Haus
Jahr2000
LandUSA, Deutschland
RegieRaja Gosnell
DrehbuchDarryl Quarles, Don Rhymer
GenreKomödie
DarstellerPaul Giamatti, Martin Lawrence, Octavia Spencer, Nia Long, Jascha Washington, Terence Howard, Ella Mitchell, Anthony Anderson, Cedric the Entertainer, Tichina Ardnold, Carl Wright, Starletta DuPois, Phyllis Applegate, Jessie Mae Holmes, Nicole Prescott
Länge98 Minuten
FSKab 12 Jahren freigegeben
Verleih20th Century Fox
Das Blu-ray Cover von Big Mamas Haus. © Koch Films
Das Blu-ray Cover von Big Mamas Haus. © Koch Films

Darum geht’s in Big Mamas Haus

Malcolm Turner (Martin Lawrence) ist FBI-Agent und wird mit dem Fall betraut, in Georgia Sherry (Nia Long) und ihren Sohn Trent (Jascha Waschington) zu observieren, denen das FBI schon lange hinterherjagt. Malcolm und sein Kollege John (Paul Giamatti) sind gerade im Haus von Sherrys Großmutter Hattie, genannt Big Mama, um Überwachungsgerät aufzustellen, als die Enkelin anruft und ankündigt, sie würde für einige Tage vobei kommen. Big Mama ist zu dem Zeitpunkt jedoch für eine Woche außer Haus und Malcolm wittert eine verheißungsvolle Chance. Kurzerhand schlüpft er in die Rolle des schwergewichtigen Großmütterchens, um Sherry so zu einem Geständnis zu verleiten. Während seiner kniffligen Undercover-Mission beginnt er hingegen, Gefühle und Mitleid für Sherry und ihren Sohn zu entwickeln. Als dann die echte Hattie und der zwielichtige Ex von Sherry dazustoßen, ist das Chaos vorprogrammiert.

Big Mama (Martin Lawrence) wird in Big Mamas Haus dazu angehalten, für die Gemeinde in der Kirche eine Rede zu halten. © Koch Films
Big Mama (Martin Lawrence) wird in Big Mamas Haus dazu angehalten, für die Gemeinde in der Kirche eine Rede zu halten. © Koch Films

Jetzt kommt’s dicke!

Die Frau hat einen Arsch wie ein Kühlschrank!

Wer Fan von Martin Lawrence ist, der kennt diesen Film wahrscheinlich ohnehin schon. Sollte das nicht der Fall sein, sei Big Mamas House vor allem den Hardcore-Fans empfohlen. Martin Lawrence geht nämlich in seiner Rolle als beleibte Big Mama in die Vollen. Er hat dabei schon fast beängstigend viel Spaß. Doch neben Lawrence als korpulentes Mütterchen ist der wahre Star des Films eigentlich der wie gewohnt großartige Paul Giamatti. Im Zusammenspiel der beiden laden viele Szenen dazu ein, herzhaft zu lachen. Vorausgesetzt, man hat eine Schwäche für abgrundtief bedepperten Humor.

Nun ist Martin Lawrence nicht der einzige männliche Darsteller, der durch einen Haufen Make-Up und Maskenarbeit zur Frau wird und muss sich daher den Vergleich mit Mrs. Doubtfire bieten lassen, den Lawrence hier klar verliert. Er hat zwar sichtlich Freude an der Rolle und entlockt dem geneigten Zuschauer im Zusammenspiel mit der Situationskomik den einen oder anderen Lacher, ist aber einfach kein so guter Verwandlungskünstler, wenn auch um Längen besser als Adam Sandler in Jack und Jill. Was man hier aber nicht unerwähnt lassen sollte, ist die erstklassige Maskenarbeit von Greg Cannom, der bereits bei Mrs. Doubtfire und auch Vice – Der zweite Mann für die Maske verantwortlich war.

Big Mama (Martin Lawrence) muss bei einer Endbindung helfen in Big Mamas Haus. © Koch Films
Big Mama (Martin Lawrence) muss bei einer Endbindung helfen in Big Mamas Haus. © Koch Films

Waschechte Klamauk-Comedy

Big Mamas Haus ist extrem leichte Abendunterhaltung und das ist auch absolut keine verwerfliche Tatsache. Allerings ist diese Kost hier mitunter schon so stereotyp und für den einen oder anderen gar nervig, dass eine Warnung ausgesprochen werden sollte. Wer aber mit übertriebenen Slapstick-Einlagen und platten Dialogen leben kann und kein niveauvolles Arthouse-Kino erwartet, der kann auf seine Kosten kommen. So entscheidet es sich letzten Endes wohl zwischen Lachen oder Fremdschämen beim Publikum. Ist man sich aber schon im Vorfeld sicher, dass einem das hier alles viel zu klamaukig ist, sollte man dann doch lieber zu Tootsie, Charley’s Tante oder den wunderbaren Mrs. Doubtfire greifen, die in eine ähnliche Kerbe schlagen.

Mein Fazit zu Big Mamas Haus

Wie es oftmals bei solchen Klamauk-Komödie ist, scheiden sich auch bei Big Mamas Haus stark die Geister an dem Humor. Die einen hassen ihn, die anderen finden ihn unterhaltsam und lachen sich einen Ast ab. Ich für meinen Teil sah mich hier eher in der Kategorie Ast ablachen, wenn auch mit leicht schlechtem Gewissen, wenn man sich der Plattheit der ganzen Chose bewusst wird. Gerade bei Komödien dieser Kategorie heißt es also wie so oft: Love it or leave it. Jedenfalls bricht man sich mit einer Sichtung keinen Zacken aus der Krone, was bei den Nachfolge-Filmen leider schon etwas anders aussieht.

Big Mamas House ist seit dem 8.8.2019 auf Blu-ray erhältich!

Unsere Wertung:

 

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FilmFreund

Ein Tag ohne einen Film ist wie ein Sommer ohne Sonne. :)
Filme sind für mich mehr als nur einfacher Eskapismus oder psychedelischer Zeitvertreib; Was jetzt nicht bedeuten soll, dass ich mich mit der Möglichkeit via Filmen andere Leben zu (er)leben nicht auch gerne mitunter vordergründig hingebe.
Ich bin offen für jedes einzelne Genre und lasse mich eigentlich gerne positiv überraschen, greife aber eher zum hundertelfzigsten mal zu einem bekannten Film, statt mich sofort ins "Neuland" zu stürzen.
Mit FilmToast habe ich eine tolle Plattform gefunden, meine Gedanken ansprechend niederzuschreiben und ich freue mich stets über regen Austausch unter Gleichgesinnten, aber ebenso unter Ungleichgesinnten.
Und jedem, der so weit gelesen hat, wünsche ich noch einen tollen Tag.
(^-^)/

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