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Jannicke versucht, dem Killer zu entkommen ©Tiberius Film

Cold Prey

In Cold Prey treibt ein gnadenloser Killer sein Unwesen – in den eisigen Bergen wartet er auf seine Opfer!

TitelCold Prey
Jahr2006
ProduktionslandNorwegen
RegieRoar Uthaug
DrehbuchRoar Uthaug, Thomas Moldestad
GenreHorror, Thriller
DarstellerIngrid Bolsø Berdal, Rolf Kristian Larsen, Tomas Alf Larsen, Endre Martin Midtstigen, Viktoria Winge, Rune Melby, Erik Skjeggedal, Tonie Lunde, Hallvard Holmen
Länge93 Minuten
FSKab 16 Jahre freigegeben
VerleihTiberius Film

Was erwartet uns in Cold Prey?

Die Freunde Jannicke, Morten Tobias, Eirik, Mikael und Ingunn brechen zu einem Snowboard-Trip in die verschneiten Berge Norwegens auf, um eine schöne Zeit in der Natur zu verleben. Während Jannicke und Eirik schon längere Zeit ein Paar sind und über das Zusammenziehen nachdenken, sind Mikael und Ingunn gerade erst frisch verliebt. Morten Tobias tut dagegen sein Bestes, nicht das fünfte Rad am Wagen zu sein. Doch die ausgelassene Stimmung findet ein jähes Ende, als sich Morten Tobias bei einer Abfahrt das Bein bricht. Die Gruppe findet zwar Unterschlupf in einem nahegelegenen Berghotel, aber dort scheint schon jemand zu leben, der alles andere als gastfreundlich daherkommt.

In Cold Prey wird ein Snowboard-Ausflug zum Höllentrip ©TiberiusFilm
In Cold Prey wird ein Snowboard-Ausflug zum Höllentrip ©Tiberius Film

Es sind die kleinen Dinge im Slasherfilm

Kaum ein Genre wie der Horrorfilm und vor allem das Subgenre Slasher ist so voll von Klischees und typischen Versatzstücken, die jeder Fan im Schlaf aufzählen kann. Cold Prey ist, was diese Motive angeht, ein typischer Vertreter durch und durch. Regisseur und Drehbuchautor Roar Uthaug kennt die großen Vertreter wie Halloween oder Freitag der 13. zur Genüge und unterlässt es daher, krampfhaft etwas Neues zu versuchen. Die Stärken seines Films liegen vielmehr in den Details, die eben den Unterschied machen zu den vielen lieblos herunter erzählten Slasherfilmchen.





Dazu gehört der Umstand, dass Uthaug seinen Killer lange Zeit nicht vor der Kamera präsentiert und auch die Kills mit geschickten Schnitten und Kameraeinstellungen recht kurz, aber wuchtig inszeniert. Cold Prey ist dementsprechend kein übermäßig blutiger Film, was das moderate FSK-16-Rating bereits vermuten lässt. Außerdem nimmt sich der Film ungewöhnlich viel Zeit für seine Figuren. In vielen Close-ups lernen wir erst einmal die fünf Freunde kennen, die mit ihrem Auto durch die verschneite Berglandschaft Norwegens düsen. Das eine Paar weiß nicht, ob aus der Liebelei mehr entstehen könnte, die anderen Verliebten sind sich unsicher, ob eine gemeinsame Wohnung die Beziehung auf eine (zu) harte Probe stellen würde. Auch im späteren Verlauf, wenn der eine oder andere aus der Gruppe verschwindet, ist dieser nicht einfach „aus dem Auge aus dem Sinn“. Natürlich ist Cold Prey kein Charakterdrama, aber die gut gespielten Figuren sind nicht nur lebloses Fallobst für die Killerklinge.

DIe fünf Freunde sind weit weg von der Zivilisation ©TiberiusFilm
Die fünf Freunde sind weit weg von der Zivilisation ©Tiberius Film

Schnee – so weit das Auge reicht

Cold Prey sieht vor allem in den Außenaufnahmen betörend schön aus. Die Schneelandschaft in den Bergen ist zuerst eine echte Augenweide und entpuppt sich dann als fiese Todesfalle. Denn um zu überleben, müssen die Hauptfiguren in dem Berghotel bleiben und das kühle Weiß meiden. Hilfe von außen ist so natürlich nicht zu erwarten. Das verlassene Hotel wiederum punktet mit authentischem Vintage-Flair, allerdings sorgt das eine oder andere ramponierte Zimmer für ein unwohles Gefühl. Was ist hier passiert?

Jannicke versucht, dem Killer zu entkommen ©Tiberius Film
Jannicke versucht, dem Killer zu entkommen ©Tiberius Film

Unser Fazit zu Cold Prey

Keine Gimmicks, keine billigen Twists – Regisseur und Autor Roar Uthaug schenkt uns mit Cold Prey einen geradlinigen Slasher, der viele Klischees und nervige Fehler seiner amerikanischen Vorbilder vermeidet. Durch seine geduldige Einführung der Charaktere und die lange Geheimhaltung des Killers erweist sich dieser norwegische Schlitzerfilm als kleiner, feiner Geheimtipp für alle Liebhaber des Horrorgenres.

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Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

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©Tiberius Film

2 Kommentare

  • Den mag ich auch sehr gerne. 🙂 Wobei die Nachfolger auch nicht zu verachte sind, selbst wenn sie nicht an den tollen Erstling herankommen.

  • Den zweiten finde ich noch ganz nett, weil die Geschichte nahtlos fortgesetzt wird. Dieser Übergang von 1 und 2 erinnert natürlich sehr stark an Halloween 1 und 2. Allerdings merkt man bei Teil 2 deutlich, dass es jetzt nur noch um den Body Count und mehr Blut geht (FSK 18). Die Stärken des ersten Teils verschwinden dadurch leider.