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10 Coming of Age-Serien Tipps auf Netflix

Erwachsenwerden ist mal leicht, mal schwer – aber nicht allzu selten enorm unterhaltsam. Hier haben wir nun einmal für euch das Programm von Netflix durchforstet und 10 Coming of Age-Serien Tipps zusammengefasst, in denen dieses Thema hervorragend bespielt wird.

Sex Education | Staffel 3 | Trailer 2 | Netflix

Coming of Age-Serien Tipps – ein bunter Blumenstrauß der kleinen und großen Jugendprobleme

Weshalb sind Coming of Age-Geschichten so beliebt? Ganz einfach, weil jeder Erwachsene irgendwann selbst jung war und jede Teenagerin und jeder Teenager sich quasi tagesaktuell in verschiedenen Figuren wiederentdecken kann. Herzschmerz, Fremdscham, die doofen Eltern, die peinlichen Freunde – oder umgekehrt: Alltägliche Probleme werden in Coming of Age-Serien mal komödiantisch, mal überdramatisch, aber immer unterhaltsam und nahbar transportiert. Dabei wird es manchmal richtig verrückt. Manchmal bleibt es aber auch auf dem Boden der Tatsachen und trotzdem trifft es mitten ins Herz.

Wir haben nun eine Reihe von exzellenten Genre-Vertretern, die Netflix im Portfolio hat zusammengetragen. Darunter Geheimtipps und Stoffe, die schon eine gewisse Bekanntheit haben, aber dennoch einfach nicht genug empfohlen werden können. Und wer sich jetzt wundert: Ja, natürlich ist Stranger Things auch eine Coming of Age-Story, aber in diesem Special gehört die Bühne doch den Formaten, die wirklich nicht jeder auf dem Schirm hat. Daher zückt die Stifte und notiert euch die Tipps auf eurer Watchlist, die ihr noch nicht kanntet. Viel Vergnügen!

1. Sex Education

Sex Education erzählt die Geschichte von Otis Milburn, einem introvertierten Schüler, der bei seiner Mutter und Sexualtherapeutin Jean lebt. In der ersten Staffel gründen Otis und seine Freundin Maeve Wiley eine Praxis für Sexualtherapie, um sein intuitives Talent für Sexualfragen zu Geld zu machen. In der zweiten Staffel muss Spätentwickler Otis selbst lernen, mit seinen erwachenden sexuellen Bedürfnissen klarzukommen, um mit seiner Freundin Ola Fortschritte zu machen. Gleichzeitig entstehen zwischen ihm und Maeve Spannungen. Da droht an der Moordale Secondary auch noch eine Chlamydien-Infektion, die deutlich macht, wie wichtig sexuelle Aufklärung in der Schule ist. Zu allem Übel kommen neue Schüler an die Schule, die die bisherige Hackordnung unter den Schülern kräftig durcheinanderwirbeln.

Die Serie stammt aus der Feder von Laurie Nunn und hat inzwischen schon drei Staffeln spendiert bekommen. Eine vierte und letzte wird für 2023 erwartet. In diesem Beitrag unter den Coming of Age-Serien Tipps trifft zeitgemäßer Humor und ein moderner Umgang mit dem Kernthema, den ersten sexuellen Erfahrungen, auf zeitlose Botschaften. Alles wird in liebevolle, teilweise aber auch extrem kreative und skurrile Situationen verpackt. Die jungen Figuren decken ein gewaltiges Spektrum an die Jugendlichen betreffenden Konfliktherden ab und werden von erfahrenen Schauspielerinnen und Schauspielern unterstützt, die allesamt fast noch mehr Spaß an diesem Projekt gehabt zu haben scheinen, als der Nachwuchs selbst.

Gillian Anderson und Asa Butterfield sind als Mutter-Sohn-Gespann kultverdächtig, Ncuti Gatwa hat es durch seine starke Leistung geschafft die Hauptrolle in neuen Folgen der legendären Serie Dr. Who zu bekommen und Emma Mackey ist inzwischen auch in großen Hollywood-Filmen zu sehen. Mit Sicherheit eine Serie, die man auch mehrfach schauen kann und immer noch bei manchen Szenen Tränen lachen wird.

Asa Butterfield an einem Tisch mit einem Buch vor sich liegend.
Sex Education mit Asa Butterfield © Netflix

2. Noch nie in meinem Leben…

In Noch nie in meinem Leben… geht es um das 15-jährige indisch-amerikanische Mädchen Devi Vishwakumar, das nach einem schrecklichen ersten Jahr an der High School und dem Tod ihres Vaters zusammen mit ihren Freundinnen cooler und beliebter an ihrer Schule werden will. Wie in unserem ersten Tipp stehen auch in dieser Geschichte die ersten lockeren sexuellen Gehversuche im Zentrum der Handlung. Aber auch Freundschaft und kulturelle Identität sind in der sympathischen Produktion elementarer Bestandteil der inzwischen drei Staffeln.

Der Humor ist teils derb, die Hauptfigur nimmt kein Blatt vor den Mund und dann gibt es auch noch ein paar Erzähl-Gimmicks, die wirklich einzigartig sind. Die Show-Größe Mindy Kaling steckt hinter diesem Format und hat ihre eigenen Erlebnis mit ins Skript einfließen lassen. Sogar das klischeehafte Hin und Her zwischen zwei verschiedenen love interests ist in diesem Beitrag unserer Coming of Age-Serien Tipps charmant gelöst und mitreißend. Auch diese Geschichte wird nun mit einer vierten Staffeln abgeschlossen. Und das i-Tüpfelchen: Wer in den Neunzigern den Tennis-Zirkus verfolgt hat, wird hier von einem sehr überraschenden Erzähler begeistert werden.

Lee Rodriguez als Fabiola Torres und Megan Suri als Aneesa in Noch nie in meinem Leben… © Netflix

3. Atypical

Atypical handelt von der Suche des 19-jährigen Autisten Sam (Keir Gilchrist) nach Liebe und Unabhängigkeit. Während Sams lustigem und emotionalem Prozess der Selbstfindung muss auch der Rest seiner Familie Veränderungen meistern. Die zentrale Frage lautet erneut: Was bedeutet es eigentlich, normal zu sein? In der dritten Staffel erlebt Sam dann sein erstes Jahr am College und muss herausfinden, was Erfolg für ihn bedeutet und wie er mit den Veränderungen umgehen soll, die mit dem Erwachsenwerden zusammenhängen.

Jennifer Jason Leigh spielt Sams Mutter Elsa, die immer noch ihre Phase der Selbstfindung durchläuft, während ihre Kinder langsam älter und unabhängiger werden. Michael Rapaport verkörpert Sams Vater Doug. Sams Schwester Casey wird von Brigette Lundy-Paine gespielt. Es ist immer eine gewisse Gratwanderung, wenn man eine Besonderheit, wie hier den Autismus, in einem komödiantischen Format verhandelt. Doch diese Geschichte hat eine Leichtfüßigkeit und ein Fingerspitzengefühl für ihre Hauptfiguren, sodass schon in den ersten Folgen sämtliche Bedenken ausgeräumt werden. Speziell das Eltern-Kind-Verhältnis geht hier sehr ans Herz. Der Blick durch die Augen Sams auf die Welt ist fantastisch eingefangen und sorgt dafür, dass man nicht nur eine gute Zeit mit dieser Wohlfühl-Serie hat, sondern auch ein Verständnis für Autismus entwickelt. Von Atypical gibt es vier Staffeln mit insgesamt 38 Folgen, die allesamt unter 40 Minuten lang sind.

Keir Gilchrist läuft von einem großen Aquarium im Hintergrund weg. Er trägt Chino und grünes Shirt.
Atypical mit Keir Gilchrist als Sam Gardner © Netflix

4. I Am Not Okay with This

I Am Not Okay with This erzählt die Geschichte einer Highschool-Schülerin, die nicht nur mit den typischen Herausforderungen des Erwachsenwerdens zu kämpfen hat. Neben der Unsicherheit über ihre Sexualität und dem schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter nach dem Tod des Vaters, wird alles um Längen komplizierter, als Sidney (Sophia Lillis) plötzlich telekinetische Fähigkeiten an sich entdeckt. Eine weitere Hauptrolle spielt Wyatt Oleff.

Wer die vorherige Serie (The End of the F***ing World, s.u.) von Jonathan Entwistle mochte, kann problemlos auch I Am Not Okay with This auf die Watchlist setzen. Die Qualität der Geschichte und das überzeugende Schauspiel wird hier noch mit einer übernatürlichen Komponente gespickt. Genauso können Fans des 80s-Feelings von Stranger Things, die auf die kommerziellen Auswüchse gut verzichten können und auch mal glücklich sind, wenn eine Serie auf knackige 20-Minuten-Episoden, bedenkenlos einschalten. Trotz oder gerade wegen der durchaus ernsten Themen, die in der Serie tangiert werden, sticht dieses Format aus der breiten Masse hervor. Leider bleibt man am Ende wegen der frühzeitigen Absetzung mit dem Cliffhanger-Ende womöglich etwas unbefriedigt zurück.

Sophia Lillis im Auto sitzend. Nachdenklicher Blick. Coming of Age-Serien Tipps
Sophia Lillis spielt die Erzählerin Sidney © Netflix

5. Heartstopper

Die Graphic-Novel-Umsetzung Heartstopper handelt von Nick Nelson und Charlie Spring, zwei Teenagern, die zusammen auf die Jungenschule Truham Grammar School gehen. Charlie ist offen schwul und wurde im vergangenen Schuljahr dafür gemobbt. Nick ist Spieler in der Schul-Rugby-Mannschaft. Als die beiden im neuen Schuljahr vom Lehrer nebeneinander gesetzt werden, lernen sie sich besser kennen und verlieben sich ineinander. Aber wie werden die Freunde von Charlie und Nick und der Rest der Schule darauf reagieren?

Der Umgang mit Homosexualität ist in dieser Geschichte beispielhaft. Dafür ist die erste Staffel bereits ausgezeichnet und von der LGBTQ-Community ausdrücklich gelobt worden. Modern inszeniert, für die Altersgruppe durch die passenden Identifikationsfiguren schnell zum Hit geworden, hat Heartstopper das Zeug zum Instant-Klassiker. Die zweite Staffel wird bald erscheinen. Wer die erste noch nicht gesehen hat, hat bis dahin genug Zeit, sich in die zuckersüße Liebesgeschichte mit zwei überaus sympathischen Hauptdarstellern, Kit Connor und Joe Locke, reinzugrooven.

Eine neonbeleuchtete Spielhalle. Vorne recht sitzen zwei Jungen mit nachdenklichen Gesichtern und zögerlicher Körperhaltung.
Heartstopper © Netflix

6. Everything Sucks!

Die Serie spielt im Jahr 1996. Der Handlungsort ist die fiktive Boring High School in der gleichnamigen Ortschaft. Im Mittelpunkt stehen die Mitglieder einer Film-AG und einer Theater-AG. Viele dieser Schüler sind Außenseiter, weshalb sie in der Schule kein großes Ansehen genießen. Die Serie fokussiert sich neben dem schulischen auch auf das Privatleben der Figuren, in dem die (Liebes-)Beziehungen zwischen den Charakteren behandelt werden. Als der Drama Club ein geplantes Stück nicht aufführen kann, da die Requisiten zerstört wurden, schlägt der neue Schüler Luke vor, dass die beiden Clubs gemeinsam einen Film drehen, der der ganzen Schule gezeigt werden wird. Luke triff auf Kate, die Tochter des Schuldirektors und verliebt sich in sie. Jedoch beginnt Kate nur deshalb eine Beziehung, um Gerüchten entgegenzuwirken, sie sei homosexuell. Fühlt sie sich aber tatsächlich zu Mädchen hingezogen?

Das bekannte Spiel mit den schulischen Clubs, das man aus deutscher Perspektive stets mit Faszination beobachtet, wird in Everything Sucks! wieder einmal perfekt als Rampe für kleinere Konflikt und die Etablierung von Freundschaften genutzt. Das Herz dieses leider viel zu kurzen Serien-Kleinods ist aber der grundsympathische Cast. In der Geschichte schwingt stets ein hohes Maß an jugendlicher Unschuld mit, wodurch die Neunziger ikonisiert, aber nie verklärt werden. Aufgrund der frühzeitigen Absetzung muss man mit einem offenen Ende leben.

Vier Teenager vor einem gelben Schulbus. Zwei als Aliens blau geschminkt, zwei in normaler Alltagskleidung. Coming of Age-Serien Tipps
EVERYTHING SUCKS! © Netflix

7. The End of the F***ing World

Wesentlich weniger unschuldig ist die Prämisse hier: Der 17-jährige James hält sich selbst für einen Psychopathen und plant seinen ersten Mord an einem Menschen. Da kommt es ihm gerade recht, dass die neue Schülerin Alyssa ihn unvermittelt anspricht. Alyssa hält es bei ihrer Mutter und deren neuem Lebensgefährten nicht mehr aus und überzeugt James kurzerhand, mit ihr wegzulaufen. Während Alyssa ihren Vater zu finden hofft, plant James, sie bei erster Gelegenheit zu ermorden. So finden sich die beiden auf einem Roadtrip wieder, der rasch aus dem Ruder läuft und ihnen ein Zurück schon bald unmöglich macht.

Der britische Autor Charlie Covell schrieb die Serie The End of the F***ing World, die auf den Figuren der preisgekrönten Comicbuchreihe von Charles Forsman basiert. Die Originalsongs und die Filmmusik werden erneut von Graham Coxon komponiert und vorgetragen. Showrunner ist der schon oben einmal erwähnt Jonathan Entwistle. Die Serie hat einige Thriller- und Krimi-Elemente und thematisiert, wie schon die Prämisse verdeutlicht, psychische Erkrankungen. Dabei geht man durchaus mit der nötigen Sorgfalt an die Thematik heran und schafft die perfekte Abstraktion durch den surrealen Anstrich und die schwarzhumorige Tonalität. Nach der zweiten Staffel war leider auch hier Schluss, obwohl das Ende offen gehalten wurde. Die britische Produktion hat insgesamt nur 16 Folgen mit durchschnittlich 20 Minuten.

Anjelica Bette Fellini schwimmt im Pool und blickt aus dem Wasser heraus gen Betrachter. Coming of Age-Serien Tipps
Anjelica Bette Fellini als Blair in The End of The F***ing World © Netflix

8. Teenage Bounty Hunters

Als Rebellion gegen gegen den spießigen Süden der USA, in dem sie leben, tun sich die 16-jährigen Zwillinge Sterling (Maddie Phillips) und Blair (Anjelica Bette Fellini) Wesley mit dem erfahrenen Kopfgeldjäger Bowser Jenkins (Kadeem Hardison) zusammen, um in irrwitzigen Abenteuern säumige Gauner zu schnappen und Vorstadtgeheimnisse aufzudecken. Gleichzeitig müssen sie mit den üblichen Highschool-Dramen fertigwerden – Liebe, Sex und Unterricht. Die Comedyserie Teenage Bounty Hunters stammt aus der Feder von Kathleen Jordan. Sie hat auch das Drehbuch geschrieben und ist als ausführende Produzentin dabei.

Die Prämisse hier ist mitunter schon etwas ausgefallener als bei anderen Titeln dieser Coming of Age-Serien Tipps. Aber auch wenn die Serie schon eher für ein etwas älteres Publikum erdacht wurde, spielen typische Teenie-Themen eine Rolle. Zentraler ist aber dann doch der „Job“ der beiden Protagonistinnen und die daraus entstehende absurde Situationskomik – und vor allem die schrägen Wortgefechte. Leider hat es die Show nicht geschafft, genug Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, sodass der Streaming-Dienst schon nach einer Staffel den Stecker zog. Die erste Staffel kann man allerdings bedenkenlos denen empfehlen, die einen Hang zum schwarzen Humor und ein Faible für die ein oder andere brutale Einlage mitbringen.

Zwei Mädchen links und ein muskulöser Mann in einer schwarzen Schutzweste rechts. Sich reichen sich die Hände
Teenage Bounty Hunters mit Maddie Phillips und Anjelica Bette Fellini © Netflix

9. Derry Girls

Derry Girls ist eine nordirische Produktion und startete im Jahr 2018. Angesiedelt in den 90er-Jahren fungiert der Konflikt zwischen protestantischen und katholischen Interessenvertretern als Rahmenhandlung. Für die Teenager Erin, Orla, Michelle, Clare und James gibt es jedoch viel wichtigere Dinge, nämlich die eigene Pubertät. Erin und Orla sind Cousinen und wohnen zusammen mit Erins Mutter Mary, Aunt Sarah (Marys Schwester, Orlas Mutter und somit Erins Tante), Erins Vater Gerry und Opa Joe unter einem Dach.

Am ersten Tag des neuen Schuljahres stellt Michelle ihren Freundinnen Erin, Clare und Orla ihren Cousin James vor. Michelles Tante verließ Derry vor etwa 16 Jahren, um in England eine Abtreibung durchführen zu lassen. Diese ließ sie nie durchführen, sondern blieb dort, bevor sie 16 Jahre später mit ihrem Sohn James wieder nach Derry zurückkehrt. James hat zunächst große Angst, dass er auf der Jungenschule aufgrund seines englischen Akzents permanent gemobbt werden würde. Daher wird er der erste männliche Schüler der katholischen Mädchenschule von Derry.

Insgesamt gibt es inzwischen drei Staffeln, die im Comedy-typischen 20-Minuten-Format daherkommen. Britischer Humor, Zeitkolorit und Culture-Clash machen Derry Girls zu einer außergewöhnlichen Empfehlung. Es gibt derweil ein paar Cameo-Auftritte zu entdecken, die man so wohl kaum erwarten würde. Die politisch aufgeladene Stimmung in dem bekannten Örtchen spielt mal mehr mal weniger eine Rolle, sodass die Dimension des Konflikts deutlich zum Tragen kommt, die charmant-witzige Grundstimmung aber nie einreißt. Die Figuren sind sensationell gespielt und mitunter bietet die Serie innerhalb unserer Coming of Age-Serien Tipps mit den höchsten Kultfaktor.

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern in Schuluniform auf einem Ascheplatz mit Schlägern in den Händen.
Derry Girls © Netflix

10. On My Block

On My Block ist eine Coming-of-Age-Komödie über eine Gruppe von cleveren und straßenerprobten Freunden auf ihrem Weg durch das Highschool-Leben im rauen Klima der Großstadt. In vier Staffeln On My Block geht es um eine Gruppe junger Freunde, die sich im urbanen Setting durch die Highschool und das Leben als Heranwachsende manövrieren. Dabei machen sie tagtäglich neue Erfahrungen und erleben einige schräge Abenteuer. Von vielen typischen Highschool-Serien aus den Vereinigten Staaten grenzt sich diese Geschichte dadurch ab, dass sie vorwiegend im lateinamerikanischen und afroamerikanischen Teil von South Central Los Angeles spiel und dabei auch einen Blick diese Communitys wirft.

Technisch recht anspruchsvoll umgesetzt und mit einem tollen Soundtrack garniert, dauert es nicht lange, um sich dieser Serie vollends hingeben zu wollen. Zum Glück wachsen dabei auch die Charaktere immer mehr ans Herz. Wie sich die einzelnen Figuren über die Zeit weiterentwickeln und welche Stolpersteine ihnen immer wieder den Weg erschweren, sorgt für eine abwechslungsreiche, warmherzige und doch hochemotionale Serien-Reise. Wer beispielsweise die FX-Serie Snowfall mag, der wird sich im Setting sofort heimisch fühlen. Die Probleme der Kids sind zum Glück aber nicht ganz so schwerwiegend, wenngleich auch nicht zu unterschätzen. Nach vier Staffeln war dann Schluss, aber ein Spin-Off wird im kommende Jahr bei Netflix an den Start gehen.

Vier Lateinamerikanische Jugendliche, die über eine Mauer schauen und alle grinsen. Coming of Age-Serien Tipps
On My Block © Netflix

Coming of Age-Serien Tipps – kommt nie aus der Mode

Breakfast Club funktioniert noch heute. Stranger Things ist ein globales Phänomen. Selbst die Harry-Potter-Reihe wäre – soweit lehnen wir uns aus dem Fenster – ohne den Coming of Age-Aspekt nie zu diesem Generationen-übergreifenden Welterfolg avanciert. Viele Serien und Filme des Genres sind zeitlos und werden nicht selten von Erwachsenen wiederentdeckt, wenn ihre Kinder im selben Alter angekommen sind, in dem sie einst selbst waren, als sie sie erstmals gesehen haben. Dementsprechend hoffen wir auch, dass es mit einigen unserer Coming of Age-Serien Tipps so sein wird: vielleicht werden sie Familien in 10-15 Jahren Familien gemeinsam unter anderen Voraussetzung neu entdecken. Und falls ihr doch erstmal genug von Teenie-Herzschmerz und der Suche nach dem Platz im Leben habt:  lenkt euch doch mit einem unserer Mystery-Tipps ab.

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© Netflix

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