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Clair (Gina Carano) hat in Daughter of the Wolf ihr Ziel im Visier

Daughter of the Wolf

Es wird frisch für die ehemalige MMA-Kämpferin Gina Carano (Haywire, Deadpool)! In Daughter of the Wolf kämpft sie sich durch eine verschneite Gebirgslandschaft, um ihren entführten Sohn zu retten. Lohnt sich der kühle Trip auch für den Zuschauer?

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TitelDaughter of the Wolf
Jahr2019
LandKanada
RegieDavid Hackl
DrehbuchNika Agiashvili
GenreThriller, Action
DarstellerGina Carano, Richard Dreyfuss, Brendan Fehr, Sydelle Noel, Chad Riley, Anont Gillis-Adelman, Stew McLean, Brock Morgan, Joshua Murdoch
Länge88 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihTiberius Film
Filmplakat zu Daughter of the Wolf
Filmplakat © Tiberius Film

Worum geht’s bei Daughter of the Wolf?

Das Schicksal meint es nicht gut mit Clair Hamilton (Gina Carano). Erst ist ihr Vater verstorben und kurz danach wird ihr Sohn entführt. Die skrupellosen Entführer fordern das geerbte Familienvermögen von ihr als Lösegeld. Bei der anschließenden Übergabe läuft aber nichts so wie geplant. Denn die Entführer haben ihren Sohn nicht dabei, und nach einer blutigen Schießerei jagt die Ex-Militär die überlebenden Gauner durch die Wildnis, um die Spur zu ihrem Sohn nicht zu verlieren. Wiederwillig schließt sie sich mit einem der Entführer zusammen und kommt so dem „Vater“ (Richard Dreyfuss) genannten Drahtzieher auf die Spur.

Schöne Landschaft, lahme Action

Mit eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen der schneebedeckten Berglandschaft besitzt und zeigt Daughter of the Wolf von der ersten Sekunde an ein atmosphärisches Setting. Schon beim reinen Zuschauen fröstelt es einen sofort, doch das Gefühl hält nicht lange. Denn eine hitzige Schießerei durchbricht nicht nur die Stille in den Bergen, sondern setzt die Weichen für die folgenden 80 Minuten. Und der erste qualitative Kontrast springt einem sofort ins Auge. Während die Landschaftsaufnahmen stimmig und malerisch sind, ist die Action-Sequenz hölzern und nicht besonders gekonnt inszeniert. Ein Umstand, über welchen man in Daughter of the Wolf leider immer wieder stolpert und der mit hektischen Schnitten kaschiert werden soll. Doch das erreicht genau das Gegenteil, und kommt es zu Auseinandersetzungen, offenbart der Film seine inszenatorischen Grenzen. In ruhigen Momenten hingegen sieht der Film wertig aus, wenngleich das verhältnismäßig üppige Budget von knapp 15 Millionen Dollar nicht wirklich sichtbar ist.

Clair (Gina Carano) ist knallhart in Daughter of the wolf
Clair (Gina Carano) ist knallhart auf der Suche nach ihrem Sohn © Tiberius Film

Ein Großteil der Gelder dürften wohl in die Gagen von MMA-Superstar Gina Carano und Oscar-Preisträger Richard Dreyfuss (Der Untermieter, Der weiße Hai) geflossen sein. Letzterer spielt den alten, tyrannischen Antagonisten, welchem er aber kaum Profil und Bedrohlichkeit geben kann. Prägnanter ist dagegen die Leistung der ehemaligen Kampfsportlerin. Physisch profitiert sie eindeutig von ihrem Background und teilt so mit gelungenen Manövern ordentlich aus. Die Rolle der Ex-Militär passt zu ihr, die der Mutter weniger. Zu distanziert und befremdlich sind die Momente mit ihrem Sohn, wenngleich dies teilweise gewollt ist. Wärme und Chemie sind da aber kaum vorhanden und auch ihre eigentliche Motivation für den Kampf mit der Wildnis und gegen die Gauner lässt sich nur erahnen.

Potential im Schnee

Der Antrieb für Clair ist klar und wird oberflächlich skizziert, der Weg zum Ziel ist dementsprechend geradlinig. Ohne viel Tamtam wird dieser durch die Wildnis beschritten, wodurch leider kaum Spannung aufkommt. Es gibt kleine überraschende Momente, deren Hintergründe und potentielle Entwicklungen aber leider nicht ausgenutzt werden. Da lässt man ordentlich Potential im Schnee liegen und streut stattdessen einige Momente mit einer Wolfsgruppe ein, die eine Art Verbindung zu Clair aufgebaut haben. Das wirkt mitunter befremdlich, ist aber erstaunlich gut inszeniert, da man hier auf die Arbeit mit echten Wölfe gesetzt hat. Ein großes Lob, denn das hat man schon deutlich schlechter gesehen. Ein überzeugender Thriller wird Daughter of the Wolf deswegen aber nicht, denn dafür hat man zu viel Potential abseits bereits beschrittener Pfade liegen gelassen.

Unser Fazit zu Daughter of the Wolf

So eine verschneite Gebirgslandschaft ist ein stimmiges Setting für einen packenden Thriller. Nur schade, dass er nicht wirklich packend geworden ist. Zu sehr stampft man durch bereits hinterlassene Genre-Pfade und verpasst es, eigene Potentiale zu nutzen und neue Akzente zu setzen. Stattdessen schickt man seinen MMA-Superstar durch eine wunderschöne und erbarmungslose Landschaft, die ansprechend eingefangen wurde. Emotionale Tiefe macht Gina Carano mit ihrer physischen Präsenz wett und teilt gekonnt aus. Eine Schande, dass diese Momente ungekonnt eingefangen wurden. So ist Daughter of the Wolf letztlich nur ein laues Thriller-Lüftchen in den stürmigen und verschneiten Bergen.

Daughter of the Wolf ist seit dem 20.02.2020 digital erhältlich und am 05.03.2020 auf DVD und Blu-ray erschienen!

Unsere Wertung:

 

 

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© Tiberius Film

1 Kommentar

  • Ne Echt ? Das DVD Cover ist das Beste am Film. Wenn den 14 jährige Jugendliche aus Spaß gedreht haben ist der Film ok. Ansonsten darf sowas niemals als Indikator für zukünftige Filme werden.