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Eine Großaufnahme von Anthony Hopkins als Hannibal Lecter, der gefesselt ist und einen Maulkorb trägt - Die 10 besten Kannibalenfilme

Die 10 besten Kannibalenfilme

Kannibalenfilme waren schon immer ein Reizthema unter Filmfans. Mit ihnen verbindet man Ekel, Abscheu, aber auch eine morbide Neugier. 10 der besten Kannibalenfilme stellen wir euch heute vor!

Als Subgenre des Exploitationfilms verband der Kannibalenfilm in den 70ern Elemente des Abenteuerfilms mit Anleihen von den Pseudo-Dokumentationen des sensationalistischen Mondofilms und inszenierte deren Höhepunkte als splatterige Fressorgien, die vor allem auf den Ekel der Zuschauer abzielten. Diese zumeist italienischen Kannibalenfilme liefen von Ende der 70er bis Anfang der 80er auch sehr erfolgreich in den deutschen Kinos, doch es war ein Trend, der sehr schnell abebbte. Doch der Kannibale als faszinierendes Monstrum blieb. Manchmal wurde er noch als archaischer Wilder dargestellt, aber oftmals auch als gebildeter Soziopath. Und auch immer häufiger waren es Menschen in größter Not, die vor der Entscheidung standen, nur durch den Verzehr von Menschenfleisch überleben zu können.

Die Filmtoast-Redaktion hat sich zusammengesetzt, um euch die besten Filme aus den inzwischen mannigfaltigen Darstellungen von Kannibalismus im Film zu präsentieren. Es sind hier nicht die absolut als beste Filme anzusehenden Titel vertreten, sondern ein Querschnitt durch verschiedene Genres und Perioden. Denn der Kannibale kann heute schließlich auch überall lauern!

Die 10 besten Kannibalenfilme

10. Wir kommen und werden euch fressen (1980)

WE'RE GOING TO EAT YOU (1980)

Kung-Fu und Zombies ist kalter Kaffee, Kung-Fu mit Vampiren kennen wir auch. Doch Kung-Fu Kannbibalen sind nun beileibe keine Alltäglichkeit im emsigen Handkantengewerbe.

In Wir kommen und werden euch fressen kommt ein Regierungsbeamter auf der Suche nach einem Mörder auf ein abgelegenes Dorf auf einer Insel. Dort hat sich ein ehemaliger Militär-Offizier zum Diktator aufgeschwungen und unterdrückt die darbende Bevölkerung. Wegen der Isolation herrscht hier schon lange eine Hungersnot. Und da ist den Einwohner jeder Fremde willkommen, der sich hierher verirrt, da er etwas Fleisch auf die Speisekarte bringt…

Hongkongs Meisterregisseur Tsui Hark (Once Upon a Time in China, Detective Dee-Trilogie) schuf mit Wir kommen und werden euch fressen eine wilde Mischung aus blutigem Kannibalenfilm, Kampfsportspektakel und schwarzer Komödie. Es ist ein Genre-Spaß für Hartgesottene, der in Deutschland zwar seit 2008 nicht mehr indiziert, aber leider trotzdem schwer zu bekommen ist.

 

9. Eddie the Sleepwalking Cannibal (2011)

Eddie - The Sleepwalking Cannibal (2011) Trailer Deutsch German

Eddie the Sleepwalking Cannibal ist eine dänisch-kanadische Komödie rund um Kunst, der Suche nach Inspiration und damit verbundenes Blutvergießen.

Der einst hoch gefeierte Künstler Lars Olafsen (Thure Linhardt) stagniert und findet keine Muse mehr, neue Bilder auf die Leinwand zu bringen. Als er von seinem Agenten Ronny (Stephen McHattie) an eine Kunstakademie in einem ruhigen Städtchen geschickt wird, verspricht man sich davon eine neue Besinnung des Künstlers und eine Rückkehr zur alten Hochform. Dort trifft Olafsen auf den stummen und traumatisierten Eddie (Dylan Smith), welcher gelegentlich des Nachts schlafwandelt, aber nicht auf eine harmlose Weise: frei von menschlichen Hemmungen beginnt er unbewusst die Bürger der Stadt zu verspeisen. Olafsen fühlt sich bei der Beobachtung der Geschehnisse unverhofft beflügelt und begleitet den Kannibalen unauffällig bei seinem Weidwerk. Das damit einhergehende Blutvergießen, das Offenlegen von Innereien und die Brutalität selbst werden zu einem ungeahnten Quell an Inspiration.

 

8. Hell (2011)

HELL | Trailer deutsch german [HD]

Im Jahr 2016 hat die Sonne vieles Leben auf der Erde vernichtet. Nahrungsmittel werden immer knapper und haben die bisherigen geordneten Gesellschaftsstrukturen aus den Angeln gehoben. “Überleben um jeden Preis” heißt die Devise. Dabei folgen wir Philip (Lars Eidinger), Marie (Hannah Herzsprung) und Leonie (Lisa Vicari), die durch die trostlose Wüstenlandschaft Deutschlands ziehen. Auf der Suche nach einer Wasserquelle treffen sie auf andere Überlebende, die aber nicht nur ihren Durst stillen möchten…

Auch wenn natürlich das postapokalyptische Szenario im Vordergrund steht, spart Hell das Thema Kannibalismus nicht aus. Aufgrund der Nahrungsknappheit sinken die moralischen Grenzen, wodurch Menschen an die Oberfläche gespült werden, die auch weiterhin nicht auf Fleisch verzichten möchten.

Regisseur Tim Fehlbaum erfindet das Rad sicher nicht neu, weiß aber dennoch durch sein subtiles Setting eine authentische Atmosphäre zu erzeugen. Die Reduzierung auf den Überlebenswunsch bringt das typische Endzeit-Element und baut uns eben auch die Brücke zum Kannibalenfilm. Alles in allem eine positive Erscheinung des deutschen Genrekinos!

 

7. Raw (2016)

RAW Official Trailer + Clip (2017) Horror Movie HD

Der Film erzählt die Geschichte von Justine (Garance Marillier), einer unschuldigen Studienanfängerin der Veterinärmedizin, die von ihren Eltern mit einem rosafarbenen Koffer an der Universität abgeliefert wird. Die Schule, die sie dann betritt, eröffnet ihr eine ganz neue Welt. Denn die StundentInnen rauchen und feiern bis zum Exzess. Wenn sie nicht gerade Tierkadaver aufschneiden, verwüsten sie Zimmer, übergießen Erstsemester mit Tierblut oder lassen diese rohe Kaninchennieren essen und veranstalten ausschweifende Besäufnisse, die Regisseurin Julia Ducournau fast klaustrophisch inszeniert.

Auch Justines Schwester Alexia (Ella Rumpf) ist eine Studentin an der Schule. Das Verhältnis der beiden schwankt zwischen Rivalität und Loyalitit und ist subtil sowie frei von Klischees erzählt. Als die vegane Justine dann plötzlich eine immer größer werdende Fleischeslust verspürt, beginnt sich die Beziehung der beiden auf eine seltsame Art zu verändern…

Was Raw so besonders macht, ist die Weise, in der das Motiv des Kannibalismus erzählt wird. Man mag den Streifen fast schon als eine humane Variante des Kannibalenfilms bezeichen. Denn Justine mag eine Kannibalin sein, deren fleischliche Bedürfnisse immer intensiver werden, aber sie ist keine Mörderin. Ihr Versuch, einen Weg zu finden, mit ihrer Sehnsucht zurechtzukommen, ist erschreckend, menschlich und nachvollziehbar.

Zudem versteckt sich in der Kannibalismus-Prämisse und durch die gefühlvolle Inszenierung auch eine schöne feministische Perspektive. Was passiert, wenn eine Frau entdeckt, dass sie nicht „normal“ ist. Wenn sie entdeckt, dass das, was sie am meisten will, außerhalb der gesellschaftlichen Vorstellungen von Akzeptanz liegt? Im Kern ist Raw eigentlich ein Coming-of-Age-Film, der durch die blutigen und teilweise verstörenden Kannibalismus-Szenen eine ganz besondere, fast schon sinnliche, Intensität und Einzigartigkeit erhält.

 

6. The Untold Story (1993)

The Untold Story 1993 Trailer

Anthony Wong flieht in diesem Cat III-Klassiker als geistesgestörter Mörder Wong Chi Hang von Hongkong nach Macao, um der Strafverfolgung zu entgehen. Acht Jahre später gerät er ins Visier von Danny Lee als Inspektor Lee, als am Meer einige Leichenteile angespült werden. Wong Chi Hang führt hier jetzt ein Restaurant, kann aber keine gültige Kaufurkunde vorweisen. Lee kocht ihm in stundenlangen Verhören und verschärften Haftbedingungen mürbe. Schließlich erzählt Wong Chi Hang ihm seine Geschichte, über das Schicksal des Vorbesitzers und seiner Familie sowie dem Geheimnis hinter seinen vorzüglichen Fleischbällchen…

Unter den hier vertretenden Unholden verkörpert der großartige Anthony Wong wohl eindeutig den verrücktesten. Auch zählt The Untold Story unter den hier aufgeführten Kannibalenfilmen zu den unappetitlichsten, verstörendsten und klamaukigsten. Moment, Klamauk? Ja, die Angewohnheit des Hongkong-Kino, auch in harte Thriller-, Action- und Horrorstoffe noch Slapstick, Fäkalhumor und grimassierende Komiker zu packen, macht auch vor diesem Film nicht halt. Das macht den Film einerseits zu einem wirklich abseitigen Vergnügen, das die ganze Palette von Gefühlsempfindungen durchzuspielen vermag, andererseits schreckt es wahrscheinlich auch den Ottonormalverbraucher von vornherein ab.

5. The Road (2009)

Der Vater und sein Sohn sind im Dreck in Deckung gegangen, der Vater hält eine Pistole in der Hand - Die 10 besten Kannibalenfilme
Der Vater will seinen Sohn schützen, Gewalt ist oftmals das letzte Mittel © Leonine

In einem postapokalyptischen Amerika ziehen ein Vater (Viggo Mortensen) und sein Sohn (Kodi Smit-McPhee) in Richtung Küste. Die beschwerliche Wanderung dauert mehrere Monate und die beiden haben lediglich einen Einkaufswagen mit wenigen Habseligkeiten und einen Revolver mit zwei Schuss Munition dabei. Die meisten Pflanzen- und Tierarten sind ausgestorben, so dass die Übriggebliebenen wenig Nahrung finden. Da einige deshalb auf Kannibalismus umgestiegen und in bewaffneten Banden unterwegs sind, müssen Vater und Sohn auf ihrer Reise besonders vorsichtig sein…

The Road ist ein intimes und streckenweise deprimierendes Charakterdrama. Abgesehen von einigen Rückblenden, sind die postapokalyptische Umgebung und der Look insgesamt sehr grau und trostlos. Einziger Hoffnungsschimmer des Films ist der Sohn, der aufgrund seines jungen Alters noch viel menschlicher und mitfühlender auf die Dinge guckt als die Erwachsenen. Die beklemmende Atmosphäre, ein erzählerischer Off-Text und der präsente Soundtrack von Nick Cave treffen auf die sentimentale Vater-Sohn-Beziehung. Viggo Mortensen und Kodi Smit-McPhee spielen beide hervorragend, sodass der Zuschauer auf ihrer Reise durch verrottete Orte und Landschaften gut mitfühlen kann. Diverse Zwischenfälle sorgen dabei immer wieder für Spannung. Der Film beruht auf der Romanvorlage Die Straße von Pulitzerpreisträger Cormac McCarthy (No Country for Old Men).

 

4. Ravenous (1999)

Ravenous (1999) - Official Trailer

„Friss oder stirb“ lautet der deutsche Untertitel des ungewöhnlichen Horror-Western-Mixes Ravenous, was in diesem Fall genau ins Schwarze trifft. Denn der US-amerikanische Kannibalenfilm, der 1999 unter der Regie von Antonia Bird entstand, stellt den Wendigo-Mythos in den Mittelpunkt seiner morbiden Handlung. Ebenso wie dieser indianische Dämon, der durch das Essen von Menschenfleisch stärker wird, sollen auch Menschen neue Kräfte gewinnen und sogar dem Tod von der Schippe springen, wenn sie die eigenen Artgenossen verspeisen.

Wer einmal in höchster Not Menschenfleisch gekostet hat, um seine eigene Haut zu retten, nimmt die Seele des Verstorbenen und dessen Kräfte auf – verfällt allerdings auch einer unstillbaren Gier nach mehr. Ravenous erweist sich dabei als deutlich cleverer als übliche, auf blutige Schauwerte ausgerichtete Kannibalenfilme, weil er zum einen die historischen Ereignisse der Donner Party in seiner Handlung verarbeitet und zum anderen anhand der unstillbaren Gier nach Menschenfleisch das imperialistische Streben der USA versinnbildlicht.

So wird die Hauptfigur, Captain John Boyd, in einen entlegenen kalifornischen Außenposten versetzt, den Colonel Hart zusammen mit einem undisziplinierten Haufen an Soldaten besetzt. Hart teilt ihm offen sein Unverständnis mit, dass die Vereinigten Staaten sich in ihrem blinden Eroberungsstreben immer weiter nach Westen ausgebreitet haben, nur um anschließend sofort weiterzuziehen. Übrig bleibt in diesem Fall ein Militärlager mitten im Nirgendwo, dessen Sinn und Zweck niemand mehr versteht und in dem gähnende Langeweile vorherrscht. Wäre da nicht Robert Carlyles geheimnisvolle Figur, mit deren Ankunft im Camp sich alles verändert – und das alles andere als zum Guten.

 

3. Cannibal (2005)

Ein „Mann“ (Carsten Frank) findet nach langer und erfolgloser Suche endlich das „Fleisch“ (Victor Brandl). Beide vereint ein bizarres Verlangen: der Eine möchte einen Menschen verspeisen, der Andere möchte getötet und verzehrt werden…

Cannibal – Aus dem Tagebuch des Kannibalen erzählt die berüchtigte Geschichte Armin Meiwes‘, dem sogenannten „Kannibalen von Rotenburg“. Es handelt sich bei diesem Film somit um einen Vertreter des True Crime-Genres. Es lassen sich Aussagen finden, dass Regisseur Marian Dora den Film anhand polizeilicher Protokolle inszeniert hat, generell wirkt Doras Version des damaligen Geschehens ungeheuerlich authentisch.

Bedenkt man, dass Meiwes den Tathergang mit fast 5 Stunden Filmmaterial selber dokumentiert hat, wirkt der „billige“ Amateurlook Doras nur umso beklemmender. Dora, von jeher extremer Underground-Filmer, verschont mit Cannibal niemanden. Da sind zum Einen die beiden Hauptdarsteller, die zu regelrechter Performance-Kunst angetrieben werden und zum Anderen das Publikum, welches vor drastischste Bilder gestellt wird. Eine Sichtung des Films gestaltet sich deshalb tatsächlich als Erfahrung: extreme Nahaufnahmen, explizite Nacktheit und Sexualität sowie ekelerregende Szenen der Verstümmelung stoßen gleichermaßen ab, wie sie faszinieren.

Inmitten dieser Akte kaum vorstellbarer Interaktion zwischen zwei Sonderlingen gelingt es Dora dennoch eine verträumte Atmosphäre zu erwecken. Er bindet das Märchen Hänsel und Gretel der Gebrüder Grimm ein, welches für Meiwes große Bedeutung hatte und arbeitet mit starken (tierischen) Symboliken.

Hinsichtlich dieser radikalen Gratwanderung ist es kaum verwunderlich, dass Cannibal genau so extrem rezipiert wird, wie er selber ist: entweder wird er vergöttert oder regelrecht gehasst.

2. Das Schweigen der Lämmer (1991)

Eine Großaufnahme von Anthony Hopkins als Hannibal Lecter, der gefesselt ist und einen Maulkorb trägt - Die 10 besten Kannibalenfilme
Mit Hannibal Lecter als intellektuelles Monster ist „Das Schweigen der Lämmer“ der Rockstar unter den Kannibalenfilmen © Universal Pictures

Der wohl bekannteste Kannibale der Welt ist zweifelsohne Hannibal Lecter, den Sir Anthony Hopkins in drei Filmen verkörperte. Den Anfang machte hierbei Das Schweigen der Lämmer, in dem Jodie Foster als junge FBI-Agentin Clarice Starling den distinguierten Psychiater mit Vorliebe für Menschenfleisch im Hochsicherheitstrakt einer Nervenheilanstalt aufsucht. Sie erhofft sich von ihm Hilfe bei der Jagd nach dem Serienkiller Buffalo Bill, der eine junge Frau entführt hat. Doch der intelligente Doktor verwickelt die anfangs noch unsichere Frau in ein gefährliches Psychoduell…

Der Psycho-Thriller von Jonathan Demme konnte 1992 die Oscars in den fünf wichtigsten Kategorien gewinnen, was bislang nur zwei Filmen vor ihm und keinem seither gelang. Er ist damit gewissermaßen der Rockstar unter den genannten Kannibalenfilmen. Hannibal Lecter ist von den vermeintlich Wilden im Dschungel und den verzweifelten Überlebenden in der Provinz oder der Postapokalypse so weit entfernt, wie es nur irgend geht. Die Figur war dermaßen populär, dass er noch zweimal, in Hannibal und Roter Drache, zu ihr zurückkehrte.

 

1. Cannibal Holocaust (1980)

Cannibal Holocaust - Opening Titles

Unter den Klassikern des italienischen Exploitationkinos der späten 70er und frühen 80er gibt es wohl keinen Film, der derart kontrovers diskutiert wurde und immer noch wird wie Cannibal Holocaust. Er gilt zurecht als der „König der Kannibalenfilme“, verdichtet er doch alle Elemente des Subgenres auf unnachahmliche Weise.

Der Anthropologe Prof. Monroe (Robert Kerman) wird von einem amerikanischen Fernsehsender beauftragt, eine Expedition anzuführen, die am Amazonas nach einem verschwundenen Filmteam suchen soll. Vor Ort werden sie Zeugen archaischer und brutaler Riten, doch den Fremden gegenüber treten die Einheimischen freundlich auf. In ihrem von Kampf und Feuer gezeichneten Dorf entdeckt Monroe dann die in ein Totem eingearbeiteten Gebeine des Filmteams. Und einige intakte Filmrollen. Zurück in New York sichtet der Forscher die entwickelten Filme und ist entsetzt: Das dreiköpfige Team um den Dokumentarfilmer Alan Yates inszenierte einen grausamen Krieg zwischen zwei Stämmen, bis sie ihren Machenschaften selbst zum Opfer fielen…

Viele der damaligen Kannibalenfilme warfen die Frage auf, wer denn der wahre Wilde sei – der in der Natur verbliebende Dschungelbewohner oder der zivilisierte Mensch. Doch keinen anderen ist dies so nachdrücklich gelungen wie Cannibal Holocaust, keiner ist nur ansatzweise so verstörend. Regisseur Ruggero Deodato warf hier alles in den Ring, was mit dem Genre zu hatte: Vom Abenteuerfilm, über den Mondofilm bis hin zu Found Footage und Mockumentary nutzt der Film alle gängigen Stilmittel und verdichtet diese, unterlegt von Riz Ortolanis unglaublich schöner Musik, zu einer intensiven filmischen Erfahrung. Und dabei sind es nicht einmal die blutigen Schauwerte, die so verstören, denn von denen bekommt man immer nur vage Eindrücke. Es ist vielmehr dieses virtuose Zusammspiel der Versatzstücke, bei denen man sich unweigerlich fragt, ob das noch Exploitation ist oder ob Deodato damit tatsächlich ein Statement abgibt. Und die Antwort kann nur lauten: wahrscheinlich beides.

Natürlich gibt es noch andere Kannibalenfilme…

… und vielleicht wäre eure Liste eine andere, wenn es um die 10 besten Kannibalenfilme geht. Aber wie schon eingangs beschrieben, ist dies nur eine Auswahl der Redaktion. Sie soll einen Eindruck davon geben, auf welch vielfältige Weise das Thema „Kannibalenfilme“ seit der Geburt des kurzlebigen, gleichnamigen Subgenres Ausdruck findet.

Was sind eure Erfahrung mit dem Thema? Welche Filme fehlen euch hier? Was sind eure 10 besten Kannibalenfilme?

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