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Charles Bronson in Ein Mann sieht rot©Studiocanal Home Entertainment

Ein Mann sieht rot

Bei dieser Dino de Laurentiis-Produktion befinden wir uns in Manhattan, NYC in den 70ern. In Ein Mann sieht rot haben wir die Pre-Giuliani Zeit und die Durchsetzung der Law-and-Order-Politik ist noch weit entfernt. New York City ist ein Sumpf. Kleinkriminelle und Banden machen die Stadt unsicher.

TitelEin Mann sieht rot
Jahr1974
ProduktionslandUSA
RegieMichael Winner
DrehbuchWendell Mayes
GenreAction, Thriller
DarstellerCharles Bronson, Vincent Gardenia, William Redfield, Hope Lange
Länge92 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihStudioCanal
©Studiocanal Home Entertainment
Überfall im Hause Kersey / Ein Mann sieht rot ©Studiocanal Home Entertainment

Der Film…

Paul Kersey (Charles Bronson) ist ein gut situierter Architekt, ein liebender Vater und Ehemann. Die Familienidylle wird jäh zerstört als bei einem räuberischen Einbruch seine Frau getötet und seine Tochter brutal vergewaltigt wird. Diese wird daraufhin traumatisiert in eine Klinik eingeliefert und wird im Laufe der Handlung als apathische Patientin in eine Nervenklinik eingewiesen. Kersey selbst nimmt daraufhin, aus lauter Hilflosigkeit, das Recht für sich Anspruch, sich selbst zu verteidigen. Was anfänglich als verzweifelte Bürgerwehr eines ursprünglichen Pazifisten auszulegen ist, wird zum selbsternannten Rachefeldzug gegen den Moloch der Stadt.




…und seine Geschichte

Schon 2017 sind neben beliebten Klassikern wie Starship Troopers und Freitag, der 13. auch die Fortsetzungen von Ein Mann sieht rot, Death Wish 3-5, vom Index der Bundesprüfstelle jugendgefährdender Medien gestrichen worden. Nach einer Neuprüfung Anfang des Jahres ist nun auch der Erstling der Reihe, seit seiner Indizierung im Jahr 1983, nicht nur ungekürzt erhältlich, sondern auch mit einer Freigabe ab 16 Jahren. Der Mann ohne Gnade (Death Wish II) ist aufgrund einer umstrittenen Vergewaltigungsszene noch immer indiziert.

Charles Bronson in Ein Mann sieht rot ©Studiocanal Home Entertainment
Charles Bronson in Ein Mann sieht rot ©Studiocanal Home Entertainment

Das veränderte Drehbuch von Ein Mann sieht rot

Mit einem Budget von rund $3 Millionen Dollar, einem neu überarbeiteten Drehbuch, das um den Hintergund der Hauptfigur erweitert wurde (wahrscheinlich um seine Taten zu rechtfertigen) und einem für den Film angedichteten Militär-Background, wurde der Bestseller Roman zu einem reißerischen Thriller um Selbstjustiz, mit durchaus fragwürdiger Moral. Formal ist der Film ein Kind seiner Zeit und sticht maximal durch die Musik von Herbie Hancock heraus. Allerdings bietet der Film auch einen Miniauftritt von Olympia Dukakis als Polizistin und das Leinwanddebüt von Jeff Goldblum als Kriminellen.

Vom Thriller zum reißerischen Großstadtwestern

Überzeugend ist allerdings Bronson in seiner Rolle, man nimmt ihm seine Selbstzweifel jederzeit ab. Ebenso die Wandlung zum Rächer, der seinen niederen Instinkten folgt. Außerdem wirkt er, im Gegensatz zum Remake, wie der normale Durchschnittsbürger und in der Hauptrolle der gebeutelten Seele, um einiges glaubwürdiger.

Auffällig an dieser Inszenierung ist, dass Kersey, sein Werdegang und die Actionelemente hier Wesenszüge und Stilmomente des Western besitzen. Ein Mann, der seine Familie und seinen Besitz verteidigen will, wird auf das Äußerste gereizt. Als wenn ein Rancher im Grenzland sich gegen Angriffe verteidigen muss. Natürlich wollte Regisseur Michael Winner mit dieser Haltung provozieren und manipulieren. Doch mit gewissen Abstand ist Death Wish immer noch ein unterhaltsamer Reißer.

Vincent Gardenia als Lt. Frank Ochoa ©Studiocanal Home Entertainment

Fazit zu Ein Mann sieht rot

Die ethische Einstellung dieses Filmes und des Themas regt noch immer zu Diskussionen an. Allein das Genre hat bis heute zum Teil kontroverse Vertreter hervorgerufen, aber auch kurzweilige und spannende Actionfilme. Ein Mann sieht rot gehört eindeutig zu den Vertretern, die das geneigte Publikum emotional mitreißen können und ist ein Highlight der altmodischen Selbstjustiz Filme. Aber ein unbedingtes Must-See ist er wiederum auch nicht.

Unsere Wertung:

 

 

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