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Ex Machina

Wie weit ist der Weg von der Bewunderung einer hochkomplexen Maschine zu echten Gefühlen gegenüber einer perfekten K.I.?

TitelEX_MACHINA
Jahr2015
ProduktionslandVereinigtes Königreich
RegieAlex Garland
DrehbuchAlex Garland
GenreSci Fi / Drama
DarstellerOscar Isaac, Alicia Vikander, Domhnall Gleeson
Länge108 Minuten
FSKAb 12 Jahren freigegeben
VerleihUniversal Pictures
Bluray-Cover von "Ex Machina".
Bluray-Cover von “Ex Machina”. ©Universal Pictures

Handlung

Caleb (Domhnall Gleeson) ist 26 und ein erfolgreicher Web-Programmierer. Als er einen firmeninternen Wettbewerb gewinnt, darf er eine Woche in den Bergen im Privathaus des abgeschieden lebenden Firmenchefs Nathan (Oscar Isaac) verbringen. Was als Urlaub gedacht war, entpuppt sich allerdings als Calebs Teilnahme an einem Experiment: Er soll die schöne Roboterfrau Ava (Alicia Vikander), die ersten wirkliche künstliche Intelligenz, einem Test unterziehen. Doch nach und nach beginnen unerwünschte Gefühle in dem jungen Mann zu wachsen und es wird immer unklarer, wo die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine liegen…

Doomhall Gleeson und Oscar Isaac in "Ex Machina.
Doomhall Gleeson und Oscar Isaac in “Ex Machina. ©Universal Pictures

Meinung

Dieser Film hat mich gefesselt. Ich schreibe extra nicht, dass er fesselnd ist, denn diese Art von leiser und subtiler Erzählstruktur ist definitiv nicht jedermanns Sache.

Alicia Vikander in "Ex Machina.
Alicia Vikander in “Ex Machina. ©Universal Pictures

Der Plot an sich ist recht einfach. Die ideologische und moralische Auswertung bzw. die entsprechende Interpretation und Bewertung des Ganzen gerät jedoch um einiges vielschichtiger. Die Auswahl der Darsteller und die Erzeugung einer unbehaglichen Atmosphäre ist in meinen Augen der größte Pluspunkt des Machwerks. Dies gelingt dem Film gleich mehrfach. Die ruhigen, unaufdringlichen Kamerafahrten, gepaart mit einem perfekten Set-Design, sorgen für das nötige Gefühl, dass einem sagt, dass dort in diesem hochmodernen Paradies etwas nicht stimmen kann.

Doch das Sahnehäubchen auf dieser moralisch-perfiden Inszenierung ist Oscar Isaac. Sein Schauspiel ist nahezu perfekt und vereint alle Facetten eines völlig introvertiert abgedrehten Egomanen, von dem aber zugleich auch eine subtile Bedrohlichkeit ausgeht. Alicia Vikander zeigt uns eine wohl dosierte Mischung aus mimischer Erotik und kühler maschineller Distanz und reiht sich somit in die Zutatenliste ein, die diesen Film so gut machen. Domhnall Gleeson agiert innerhalb der Grenzen seiner Rolle stimmig.

Doomhall Gleeson und Oscar Isaac in "Ex Machina
Doomhall Gleeson und Oscar Isaac in “Ex Machina. ©Universal Pictures

Fazit

Ruhiges, fast perfekt inszeniertes Drama mit dezenten Thriller-Komponenten und genial agierenden Darstellern. Nichts für die breite Masse, nicht zwingend Kinokost, aber definitv sehenswert für Liebhaber von Filmen der etwas anderen Art.

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

Handlung/Dramaturgie
1
Figuren/Schauspieler
1
Ausstattung/Schauplätze
1
Form
1
Hintergrund
1
Vergleich im Genre
1
Durchschnitt:
  yasr-loader

 © Universal Pictures

Florian Grogoll

Name: Florian Grogoll
Alter: 44
bevorzugtes Genre: Drama, Sci
Lieblingsfilme: Fi K-Pax, Saving Mr. Banks, Ex Machina, Face off, Stadt der Engel, The Dark Knight, Memento, L.A. Crash, Snatch-Schweine und Diamanten, Avatar

Ich bin ein Filmliebhaber. Ich liebe sowohl anspruchsvolles, als auch gut gemachtes "No Brain" Kino. Ich wäre fast mal bei " Wetten Dass...." gelandet. Ich wollte 1000 Filme an 5 Sekunden Ausschnitt erkennen...Mir gehen die professionellen Kritiker auf die Nerven, die immer das selber Grundgerüst für ihre Kritiken benutzen, ohne dem Genre Rechnung zu tragen. Deswegen habe ich angefangen Kritiken zu schreiben, die recht einfach gehalten sind und den Fokus auf das Wesentliche legen.

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