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Foxcatcher

Foxcatcher

Mark und Dave Schultz, Olympia Goldmedaillengewinner im Ringen, werden von dem exzentrischen Millonär John du Pont angeworben, seinem Team Foxcatcher beizutreten. Das auf einer wahren Begebenheit basierenden Drama punktet mit der guten Leistung seiner Darsteller, verspielt einiges an Spannung und zeigt mitunter skurille Seiten des Profisports.

Jahr2014
ProduktionslandVereinigte Staaten
RegieBennet Miller
DrehbuchE. Max Frye,
Dan Futterman
GenreSportdrama
DarstellerSteve Carell, Channing Tatum, Mark Ruffalo, u.a.
Länge129 Minuten
FSKAb 12 Jahren freigegeben
VerleihKoch Media
Bluray-Cover von Foxcatcher aus 2017 von ©Koch Films
Bluray-Cover von Foxcatcher aus 2017 von ©Koch Films
Channing Tatum in Foxcatcher aus 2017 von ©Koch Films
Channing Tatum in Foxcatcher aus 2017 von ©Koch Films

Ein absolutes Verliererteam kämpft sich an die Spitze. Ein Underdog, auf den keiner einen Cent wetten würde, verdient sich den Respekt seiner Kontrahenten. Konkurrierende Sportler liefern sich ein Duell mit aller Härte. Das ist der Stoff aus dem Sportfilme gemacht sind. Foxcatcher allerdings ist kein Sportfilm, viel mehr eine Charakterstudie, die den Ringkampf nutzt, um die Verwicklungen seiner Figuren zu zeigen.

Steve Carell und Channing Tatum in Foxcatcher aus 2017 von ©Koch Films
Steve Carell und Channing Tatum in Foxcatcher aus 2017 von ©Koch Films

Mark Schultz ist bereits Olympia Goldmedaillengewinner im Ringen und einer der Besten, wie auch sein Bruder Dave. Doch leider heißt das nicht, Millionen auf der Bank und Anerkennung von allen Seiten. Profiringen heißt, schlecht bezahlte Schwerstarbeit. Da kommt das Angebot des millionenschweren John du Pont, das die Schultz-Brüder für sein Team Foxcatcher trainieren und antreten sollen, gerade recht. Mark lässt sich überzeugen und zieht auf das Anwesen seines neuen Förderers. Schnell wird er mit dessen egozentrischen Wünschen und Machenschaften konfrontiert. Die ihn, in Vorbereitung auf die WM und die nächsten Olympischen Spiele, an die Grenzen seiner eigenen Beanspruchbarkeit treiben. Glücklicherweise stabilisiert sich die Lage, als sein Bruder Dave ebenfalls dem Team beitritt. Es ist jedoch nur die Ruhe vor dem Sturm.

Steve Carell und Mark Ruffalo in Foxcatcher aus 2017 von ©Koch Films
Steve Carell und Mark Ruffalo in Foxcatcher aus 2017 von ©Koch Films

Was hätte das für eine wunderbare Komödie werden können, Canning Tatum (21 Jump Street, Magic Mike) sieht als Mark Schultz einfach nur herrlich beknackt aus. Steve Carrell (Date Night, Crazy Stupid Love), für seine Rolle als John du Pont Oscar-nominiert, trägt eine gruselige Aura (inklusive künstlicher Nase) und wirkt so verstörend auf den Betrachter, dass man froh ist, wenn er das Bild verlässt. Besonders skurril wird es, wenn klar wird, dass John du Pont als Trainer von Foxcatcher, eigentlich gar keine Ahnung vom Ringen hat. Das Lachen bleibt einem dabei aber im Halse stecken, denn die Vorlage bilden die realen Vorkommnisse um die Brüder Schultz und den echten John du Pont. Immer wieder schwankt man zwischen Fremdschämen und Kopfschütteln, bis man am Ende selbst vom Film auf die Matte gelegt wird und irgendwie ratlos zurückbleibt, mit der Frage: Was ist da eben passiert?

Mark Ruffalo und Channing Tatum in Foxcatcher aus 2017 von ©Koch Films
Mark Ruffalo und Channing Tatum in Foxcatcher aus 2017 von ©Koch Films

Nicht umsonst sind die üblichen Bewertungen eher durchschnittlich ausgefallen, denn wer krasse Ringeraction erwartet wird enttäuscht, genauso ist die Entwicklung der Figuren nicht immer gleich nachvollziehbar. Teilweise scheint die Geschichte zu springen und der Raum für den Spannungsbogen zu fehlen. Das hält das Publikum nicht unbedingt in den Sitzen. Dem gegenüber stehen die Darsteller, sie sind in ihrer Leistung sehenswert und führen den Zuschauer schnell in emotionale Verstrickungen. Für mich ein Wechselbad der Gefühle und eine Empfehlung für Tage an denen einem sonst nichts Besseres einfällt.

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

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