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Millie schaut sehr entschlossen und hat einen blutigen Fleischerhaken in der Hand in Freaky

Freaky

Durch einen verfluchten Dolch tauschen ein erbarmungsloser Killer und eine eigenbrötlerische Highschool-Schülerin in Freaky ihre Körper. Ob der gewagte Spagat zwischen quatschiger Comedy und beinhartem Slasher funktioniert?

TitelFreaky
Jahr2020
LandUSA
RegieChristopher Landon
DrehbuchMichael Kennedy, Christopher Landon
GenreHorror, Komödie, Thriller
DarstellerVince Vaughn, Kathryn Newton, Celeste O’Connor, Misha Osherovich, Emily Holder, Nicholas Stargel, Kelly Lamor Wilson, Mitchell Hoog, Dana Drori, Katie Finneran, Alonzo Ward, Dustin Lewis
Länge102 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihUniversal Pictures International Germany GmbH
Das Kinoposter zu Freaky Photo Credit: Universal Pictures
Das Kinoposter zu Freaky Photo Credit: Universal Pictures

Worum geht’s in Freaky?

Der Blissfield Butcher schlägt erneut zu. Bei seinem neusten Massaker erbeutet der von Vince Vaughn (Brawl in Cell Block 99, Die Hochzeits-Crasher) verkörperte Serienkiller einen antiken Dolch, den er umgehend einsetzt, um sich der Highschool-Schülerin Millie (Kathryn Newton) zu entledigen. Doch da er sie nicht direkt töten kann, wird ein Fluch freigesetzt und beide erwachen am nächsten Morgen im Körper des jeweils anderen. Nun hat Millie im Körper eines gesuchten Serienmörders 24 Stunden Zeit, um den Körpertausch ungeschehen zu machen, bevor sie für immer in der Gestalt des Blissfield Butchers ausharren muss…

Vince Vaughn als Blissfield Butcher kniet über Kathryn Newton als Millie Kessler und ist kurz davor mit einem Messer zuzustechen in Freaky
Der Moment, in dem alles beginnt. Photo Credit: Brian Douglas/Universal Pictures

Körpertausch-Slasher

Neben dem Titel erinnert auch die Zusammenfassung an die jeweils unter dem Namen Freaky Friday bekannten Körpertausch-Komödien von 1976 beziehungsweise 2003. Doch bereits die erste Sequenz des Films lässt keine Zweifel daran aufkeimen, dass Regisseur Christopher Landon der ausgelutschten Prämisse neuen blutigen Glanz verleihen will. Denn die ersten Kills des zu dem Zeitpunkt noch von Vaughn gespielten Blissfield Butchers haben einen ordentlichen Härtegrad und bieten tolle praktische Effekte. Dabei ist die Melange von Comedy und Horror kein gänzlich neues Terrain für Christopher Landon. Nachdem er sich mit dem gelungenen Sequel Paranormal Activity: Die Gezeichneten in unseren Breiten einen Namen machte, inszenierte er neben Scouts vs Zombies die beiden bisherigen Teile der Happy Deathday-Reihe. Und zumindest der erste von 2017 gilt unter Genre-Fans als sehr spaßige Mischung aus einem klassischen Slasher und der Zeitschleifen-Prämisse aus Filmen wie Und täglich grüßt das Murmeltier.

Ob dieser Spagat zwischen Horror und Komödie bei Freaky erneut gelungen ist, das schauen wir uns in den nächsten Kapiteln gemeinsam an.

Millie läuft in roter Lederjacke selbstbewusst durch die Schule und die Mitschüler schauen sie ungläubig an in Freaky
Die Mitschülerin wundern sich über Millies Veränderung. Photo Credit: Universal Pictures

Lebendige, moderne Charaktere

Auch wenn ein Film eine innovative wie ausgefeilte Geschichte zu bieten hat, so hinterlässt es doch nur wenig Eindruck, wenn die Schauspieler sie nicht auf die Leinwand transportieren können. Eine potentielle Stolperfalle, mit der Freaky jedoch keinerlei Probleme hat. Sowohl Vaughn als auch Newton spielen beide Charakterzüge jeweils mit voller Inbrunst und können auf ganzer Linie überzeugen. Gemeinsam mit Millies Mitschülern Nyla (Celeste O’Connor) und dem homosexuellen Josh (Misha Osherovich) ergeben sich im Laufe des Films eine Vielzahl teils brüllend komischer Situationen. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass das Drehbuch von Landon und Michael Kennedy keine platten Schenkelklopfer auf dem Rücken marginalisierter Personengruppen abfeuert, sondern erfrischende Gags präsentiert, die dem Film sogar einen angenehmen LGTBQ- und feministischen Touch geben.

Millie im Körper des Butchers mit ihren Schulfreunden in Freaky
Millie im Körper des Butchers. Photo Credit: Brian Douglas/Universal Pictures

Unterhaltsam von vorn bis hinten

Freaky hat in seinen 102 Minuten etwas mehr zu erzählen als der handelsübliche Slasher. Zudem bekommen alle relevanten Charaktere genau so viel Background spendiert, dass sie einem nicht egal sind. Da ist es nur logisch, dass das Gemetzel zum Wohle der Plot- beziehungsweise Storyentwicklung zwischendurch einen Gang zurückschalten muss. Aus der Perspektive des geneigten Gore-Hounds könnte man diese Tatsache dabei durchaus kritisch sehen. Doch bevor man sich dazu explizit Gedanken machen kann, zieht der Film die Gewaltschraube gen Ende nochmal ein wenig an und endet auf eine blutig-versöhnliche Schlussnote, die Zuschauer aus allen Lagern gleichermaßen zufriedenstellen dürfte.

Bis dahin gibt es übrigens zahlreiche Anspielungen auf die überlebensgroßen Vorbilder aus dem Slasher-Genre zu entdecken. Doch den Spaß dieser Schnitzeljagd wollen wir an dieser Stelle nicht vorwegnehmen. Nur so viel: Ursprünglich sollte der Film übrigens Freaky Friday the 13th heißen und damit die durch die Maske des Blissfield Butchers aufgemachte Parallele zu Freitag, der 13. unterstrichen werden.

Millie schaut sehr entschlossen und hat einen blutigen Fleischerhaken in der Hand in Freaky
Es fließt ordentlich Blut in Freaky. Photo Credit: Universal Pictures

Mein Fazit zu Freaky

Nach dem eher enttäuschenden Happy Deathday 2U rehabilitiert sich Christopher Landon bei Genre-Fans mit seinem neuen Film Freaky vollends. Denn die temporeiche Melange aus Körpertausch-Komödie und Slasher macht einen Mordsspaß und bietet einige saftige Gewaltspitzen. Mit dem ebenfalls toll aufspielenden Cast wird aus Freaky damit eines der Horror-Highlights 2021.

Freaky ist ab dem 17. Juni 2021 im Vertrieb von Universal Pictures in deutschen Kinos zu sehen!

Unsere Wertung:

 

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