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Glorious

Glorious spielt mit den gängigen Elementen des Lovecraft’schen Space Horrors und verpackt diese in ein skurriles Setting. So treffen Tentakel auf eine Rasthof-Toilette, schwarzer Humor auf kosmische Gottheiten. Ob dabei auch der Rest des Films überzeugen kann, verrät euch unsere Review!

Glorious - Official Trailer [HD] | A Shudder Original

TitelGlorious
Jahr2022
LandUSA
RegieRebekah McKendry
DrehbuchTodd Rigney, Joshua Hull, David Ian McKendry
GenreHorror
DarstellerRyan Kwanten, J.K. Simmons, Sylvia Grace Crim, André Lamar, Tordy Clark
Länge79 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihPierrot Le Fou
Ein Mann hält ein abgerissenes Bein in der Hand und steht vor einem neonpinken Hintergrund
Das Mediabook-Cover von Glorious © Pierrot Le Fou

Die Handlung von Glorious

Wes (Ryan Kwanten) ist nicht gerade zu beneiden. Gerade ging die Beziehung zu seiner Freundin ein Ende und so findet er sich in einem Auto voll mit seinen Habseligkeiten irgendwo auf einer Landstraße im amerikanischen Hinterland wieder. Als er nach einem Sekundenschlaf beinahe mit einem LKW kollidiert, trifft er den sinnvollen Entschluss an der nächsten Raststätte Halt zu machen.

Doch was ihn dort erwartet, hätte er sich in seinen kühnsten Träumen vermutlich nicht ausdenken können. Denn als er die Toilette aufsucht, wird er in ein skurriles Gespräch mit einer weiteren Person verwickelt. Diese besetzt die Kabine neben Wes und ist in gehöriger Plauderlaune. 

Nach einiger Zeit und einem seltsamen Ereignis rückt der mysteriöse Gesprächspartner aber mit der Sprache heraus: er sei der Sohn eines kosmischen Gottes, habe ein familiäres Problem und benötige dazu Wes’ Unterstützung. Urplötzlich ist unsere Hauptfigur also in einen übernatürlichen Konflikt verwickelt, der ihn an seinen Sinnen zweifeln lässt. Hat er vielleicht einfach nur zu viel getrunken oder bittet ihn eine Gottheit gerade wirklich um Hilfe?

Ein Mann mit Bart liegt lachend auf einem schmutzigen Boden
Die ganze Sache raubt Wes alle Sinne © Pierrot Le Fou

Ein Gott im Klo

Glorious stammt von Regisseurin Rebekah McKendry, die sich bisher vor allem im Grusel-Genre als Autorin oder eben tonangebende Filmemacherin beweisen konnte. So stammen unter anderem All The Creatures Were Stirring und der Thriller Psycho Granny von ihr. 

Auch ihr neuestes Werk bewegt sich in einer düsteren Ecke der Bewegtbilder, garniert das Ganze aber mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors und neongreller Farbspielereien. Das Zauberwort heißt hier nämlich mal wieder „Space Horror“ und orientiert sich somit ganz klar an den Werken vom Meister der Tentakel und Fischwesen,  H.P. Lovecraft. So muss man schon beim Cover von Glorious an den schrägen Die Farbe aus dem All mit Nic Cage denken und entwickelt eine gewisse Erwartungshaltung an den Film. 

Und der Begriff „schräg“ kann auch hier ohne Probleme angewendet werden. Denn wer erwartet schon einen kosmischen Gott – im Original übrigens gesprochen von J.K. Simmons – auf einer Rasthof-Toilette, der einem das Leben schwer macht und vor eine richtungsweisende Entscheidung stellt?

Blutgetränktes Kammerspiel

Glorious spielt zu 90% des Films in dieser besagten Toilette des Rastplatzes und geht somit ganz klar als Kammerspiel durch. Die Regisseurin holt hier das Maximum aus dem Setting heraus und spielt zum einen mit Hauptfigur Wes, aber auch mit den Zuschauer*innen. Warum und weshalb, sei an dieser Stelle aber nicht verraten.

Die Hauptrolle von Wes wird dabei von Ryan Kwanten gespielt, den man vor allem als etwas leichtgläubigen Bruder von Anna Paquin in der HBO-Serie True Blood kennen dürfte. Und genau hier liegt auch einer der Schwachpunkte des Films. Zwar kauft man ihm seine naive Art und Weise schon irgendwie ab, umso störender wirkt dann aber der Kontrast zum Ende des Films und der erwähnte Twist. Leider kann man hier, ohne Spoiler zu nennen, aber nicht weiter darauf eingehen. Das müsst ihr dann schon selbst sehen!

In Sachen Inszenierung hat Glorious aber definitiv seine Momente. Zu Beginn kann man den Ekel, den dieses Rastplatz-Klo versprüht, fast schon greifen. Ein andermal lässt McKendry die Toilette in grellen Neonfarben erstrahlen, nur um sie dann im nächsten Moment in Blut zu tränken. Splatter-Freunde kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Besonders gelungen ist außerdem die Art und Weise, wie die Gottheit und ihre Geschichte dargestellt werden. Da hat man sich ein paar schöne visuelle Spielereien ausgedacht.

Eine Frau umarmt einen Mann von Hinten und hat blutgetränkte Hände
Was hat es eigentlich mit Wes‘ Ex-Freundin auf sich? © Pierrot Le Fou

Unser Fazit zu Glorious

Glorious gibt sich als klassisches Kammerspiel aus und endet in einem kosmischen und blutigen Finale. Dabei sorgt der schwarze Humor für einige Lacher, die die schwache Besetzung der Hauptrolle nur manchmal ausgleichen können. Fans von Lovecraft und anderen Tentakel-Abenteuern schauen aber sowieso rein!

Glorious ist seit dem 31.03.2023 im Verleih von Pierrot Le Fou im Mediabook(mit DVD und Blu-ray) und als VOD erhältlich!

Unsere Wertung:

 

 

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Zuletzt aktualisiert am 10. April 2023 um 16:44 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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© Pierrot Le Fou

Chris Süßmeier

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