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Charlie (Aaron Jakubenko) nimmt Kaz (Katrina Bowden) in auf dem Rettungsboot in den Arm, um sie vor dem gefährlichen Hai zu schützen.

Great White – Hol tief Luft

Neues Futter für Hai-Fans. Und das nicht in Trash-Form, sondern mit einem ernsten Ansatz. Ob Great White – Hol tief Luft damit überzeugen kann, könnt ihr hier nachlesen.

GREAT WHITE I Offizieller Trailer

TitelGreat White – Hol tief Luft
Jahr2021
LandAustralien, USA, Großbritannien
RegieMartin Wilson
DrehbuchMichael Boughen
GenreThriller, Horror
DarstellerKatrina Bowden, Aaron Jakubenko, Te Kohe Tuhaka, Tim Kano, Kimie Tsukakoshi, Tatjana Marjanovic
Länge91 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihEuroVideo
Das Cover zeigt einen weißen Hai, der mit aufgerissenem Maul nach einem im Wasser schwimmenden Menschen schnappen möchte.
Blu-ray-Cover zu Great White – Hol tief Luft © EuroVideo Medien GmbH

Vom Traum zum Alptraum

Es soll ein traumhafter Ausflug für eine Touristengruppe werden, die mit einem Wasserflugzeug raus aufs Meer fliegt und dabei traumhafte Strände besucht. Sie finden eine zerbissene Leiche und bringen in Erfahrung, dass auf dem offenen Meer offenbar noch jemand leben könnte. Doch der Rettungsversuch entwickelt sich zu einem wahren Alptraum. Nach einer Haiattacke versinkt das Wasserflugzeug in den Tiefen des Meers und die Gruppe kämpft fortan in einem Rettungsboot ums Überleben. Im Schlepptau dabei zwei bluthungrige weiße Haie!

Langweiliger Überlebenskampf

Es gibt mittlerweile zwei Arten von Hai-Filmen. Die völlig überdrehten und trashigen wie Sharknado & Co. auf der einen und ernste Genre-Vertreter wie The Shallows auf der anderen Seite. Während für ersteres ständig neues Futter serviert wird, sieht es bei den geistigen Nachfolgern zum Überklassiker Der Weiße Hai etwas mauer aus. Doch genau da springt jetzt Great White – Hol tief Luft ein und liefert einmal mehr den großen weißen Hai als blutrünstiges Monster. Und das sogar im Doppelpack. Doch bevor ums Überleben geplätschert wird, werden erst einmal die Figuren eingeführt. Zuerst lernt man das Pärchen Kaz (Katrina Bowden) und Charlie (Aaron Jakubento) kennen, die zusammen mit dem Angestellten Benny (Te Kohe Tuahaka) Rundflüge mit dem Flugzeug anbieten. Dieses Pärchen bekommt am meisten Aufmerksamkeit und wird mit wichtigen Weichenstellungen im Leben konfrontiert. Genau diese Aspekte sollen zum Mitfiebern im späteren Überlebenskampf dienen, leiden aber an der lieblosen Inszenierung.

Der weiße Hai wird von Balken an den Meeresgrund gedrückt.
Leider bekommt man solche Hai-Momente kaum zu sehen. © EuroVideo Medien GmbH

Als zweites Pärchen lernt man Michelle (Kimie Tsukakoshi) und Joji (Tim Kano) kennen. Diese sind wohlhabend und steigen als Kunden für die Rundflüge ins Flugzeug. Eine ungleiche Gruppe, die in der Extremsituation schnell an seine Grenzen gerät und in Hysterie verfällt. Bis auf Benny ist aber keine der Figuren wirklich sympathisch und so verkommt der unfreiwillige Rettungsboottrip schnell zur Geduldsprobe. Denn den Großteil des Films verbringt man damit, ihnen beim paddeln zuzusehen, aus dem Überlebenskampf einhergehende Streitereien miteingeschlossen. Zusammen mit dämlichen Entscheidungen bekleckert sich Great White – Hol tief Luft hier nicht gerade mit Survival-Thriller-Ruhm. Packendes Mitfiebern stellt sich nämlich zu keiner Sekunde ein.

Kaum Hai-Action

Warum habe ich bisher eigentlich nur von der um ihr Überleben kämpfenden Gruppe und nichts von den Haien geschrieben? Nun, das liegt daran, dass man von den Haien kaum was geboten oder gar zu Gesicht bekommt. Und auch wenn sie mal ihren Auftritt haben, sieht man nahezu nichts von ihnen. Gerade in den Action-Momenten ist es aufgrund der ganzen Schnitte schwer etwas zu erkennen. In voller Pracht werden die Haie kaum in Szene gesetzt. Und Wenn, dann greift man augenscheinlich auf sekundenkurze Aufnahmen aus Dokumentationen zurück. Die „eigenen“ Auftritte hingegen wurden mit fürchterlichen Computereffekten realisiert. Besonders die Attacke auf das Wasserflugzeug sieht mehr als bescheiden aus. Ansonsten hat man in den Luftaufnahmen lieblos ihre Schatten aufs Wasser projiziert. Der Eindruck einer echten Gefahr kommt so freilich nicht zum Tragen. Apropos Luftaufnahmen – Diese sind zusammen mit einige Natur-Shots das einzig Positive an Great White – Hol tief Luft.

Unser Fazit zu Great White – Hol tief Luft

Ernsthafte Hai-Thriller sind rar gesät, weshalb man sich als Tierhorrorfan über jeden Beitrag abseits der Trash-Ecke freut. Und auf dem Papier bietet Great White – Hol tief Luft durchaus eine interessante Ausgangslage für einen spannenden Genre-Vertreter. Nur schafft man es leider nicht, in irgendeiner der Disziplinen zu überzeugen, und liefert nervige Figuren, einen spannungsarmen Handlungsverlauf und schlichtweg zu wenig Hai-Momente. Und wenn letztere dann endlich eintreffen, sehen sie unfassbar schlecht aus und lassen jeden Trash-Shark-Streifen wie einen Oscar-Kandidaten aussehen. Bis auf den malerischen Naturaufnahmen bekommt man hier einen vergessenswerten Genre-Beitrag geliefert. Schade.

Great White – Hol tief Luft ist seit dem 03.06.2021 digital und auf DVD sowie Blu-ray erhätlich.

Unsere Wertung:

 

 

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