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Hacksaw Ridge – Die Entscheidung

Mel Gibsons Hacksaw Ridge – Die Entscheidung ist ein Kriegsfilm, basierend auf einer wahren Begebenheit. Er erzählt die Geschichte des Kriegshelden Desmond T. Doss.

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TitelHacksaw Ridge – Die Entscheidung
Jahr2016
ProduktionslandUSA, Großbritannien
RegieMel Gibson
DrehbuchRobert Schenkkan, Andrew Knight
GenreKriegsfilm, Drama, Action
DarstellerAndrew Garfield, Teresa Palmer, Sam Worthington, Luke Bracey, Vince Vaughn, Hugo Weaving
Länge134 Minuten
FSKAb 16 Jahren freigegeben
VerleihUniversum Film
Auf dem Cover sieht man einen Soldaten, der einen anderen vom Schlachtfeld trägt in Hacksaw Ridge - Die Entscheidung
Das DVD-Cover von Hacksaw Ridge – Die Entscheidung. ©Universum Film GmbH

Die Handlung von Hacksaw Ridge – die Entscheidung

Die Story basiert auf einer wahren Begebenheit aus dem 2. Weltkrieg, als die Amerikaner Japan angriffen (nachdem diese Pearls Harbor angegriffen hatten). Die Insel Okinawa galt strategisch als letzte Verteidigungslinie, vor einer Invasion der US-Truppen auf die Hauptsinseln und war daher besonders hart umkämpft. Desmond T. Doss verweigerte den Dienst an der Waffe und zog so als unbewaffneter Sanitäter in den Krieg und rettete dort 75 Kameraden vor dem sicheren Tod. Seine Entscheidung begründete er mit seinem Gewissen. Er war Siebenten-Tags-Adventist.

Auf der Krankenstation begegnen sich Soldat und Krankenschwester, hier scheinen sie etwas unbeschwert in Hacksaw Ridge - Die Entscheidung
Andrew Garfield und Teresa Palmer beim Flirt ©Universum Film GmbH

Zu Beginn wird das Bild von und um Desmond T. Doss gezeichnet. Er lernt seine spätere Frau Dorothy Schutte (Teresa Palmer) kennen. Tom Doss (Hugo Weaving), der Vater, ist ein gebrochener Veteran aus dem 1. Weltkrieg. Er ist oft betrunken und leidet an einer post-traumatischen Belastungsstörung. Die Familie hat damit stark zu kämpfen. Es bricht für ihn eine Welt zusammen, als er erfährt, dass sich seine beiden Söhne Desmond (Andrew Garfield) und Harold (Nathaniel Buzolic) bei der Armee eingeschrieben haben. Er selbst ist der einzige Überlebende seiner damaligen Kameraden und hält sich oft auf dem Soldatenfriedhof auf.

Bei der Armee hat jeder seine eigene Geschichte, Macke und Vorstellung vom Soldatenleben. Als Desmond darauf besteht, keinen Dienst an der Waffe tun zu müssen, wenden sich seine Kamerade gegen ihn. Genauso seine Vorgesetzten Sergeant Howell (Vince Vaughn) und Captain Glover (Sam Worthington). Eines Nachts wird er verprügelt, damit er seine Sachen packt und geht. Er beschließt zu bleiben, verweigert jedoch weiterhin eine Waffe in die Hand zu nehmen…

Ein Offizier wird von zwei MPs festgehalten in Hacksaw Ridge - Die Entscheidung
Hugo Weaving scheint sprachlos ©Universum Film GmbH

Der Cast

Über den Cast von Hacksaw Ridge – Die Entscheidung kann ich nur gutes berichten, Andrew Garfield überzeugt auf ganzer Linie. Ob als junger, naiver Jugendlicher vom Land, als junger Mann, der sich bei der Armee durchbeißen will oder auf dem Schlachtfeld, dem Tod ins Gesicht blickend, er verkörpert alle diese Facetten bis ins kleinste Detail glaubhaft. Neben ihm stechen vor allem Hugo Weaving als sein gebrochener Vater, Vince Vaughn als Drill-Seargent und Sam Worthington als Captain hervor.

Doch der Rest fällt keinesfalls merkbar ab, im Gegenteil. Jeder einzelne spielt seine Rolle, als wäre sie ihm auf den Leib geschneidert worden. Auch die vielen Kameraden mit ihren eigenen Charakterzügen wirken, als ob man gerade eine Dokumentation sehen würde.

Matthew Vaughn steht vor einem Bus und gibt letzte Anweisungen an die Truppe, bevor es ins Kriegsgebiet geht
Vince Vaughn schwört die Männer vor der Abfahrt ein ©Universum Film GmbH

Die Drehorte

Gedreht wurde der Film in Australien, in der Nähe von Sydney. Schauplätze sind seiner beschaulichen Heimatstadt Virginia, das damals eher einem Dorf als einer heutigen Stadt geähnelt hat. Die Idylle wird sehr gut gezeichnet, es ist ruhig, es wird gelacht, gespielt und wenn man irgendwo hin möchte, dann läuft man durch die pure Natur.

Daneben sind noch der Armeestützpunkt Fort Jackson zu nennen, darüber gibt es nichts besonderes zu berichten, es sieht so aus, wie jedes andere Camp in vorherigen Filmen. Schlicht und zweckmäßig.

Bleibt zuletzt das Schlachtfeld und das sieht, sehr schlachtfeldmäßig aus. Erde, Geröll, Dreck, Staub, Bunker, Gräben, Explosionen. Aber eben sehr gut und lebensecht dargestellt. Man fühlt sich jederzeit so, als wäre man mitten im Film.

Die Soldaten mühen sich in der Übung durch den Matsch unter Stacheldraht hindurch in Hacksaw Ridge - Die Entscheidung
Zur Vorbereitung geht es durch den Dreck ©Universum Film GmbH

Beeindruckende Bilder, die hängen bleiben

Und genau das macht dieses Machwerk so großartig. Ich habe bisher noch nie so detailierte, großartige Bilder in einem Kriegsfilm gesehen. Man sieht alles, was man sich in seinem Kopf so vorstellen kann, was im Krieg passiert. (Die meisten von uns haben so etwas noch nicht erlebt). Zeitlupen, Nahaufnahmen und dergleichen erzeugen ein einzigartiges Gefühl, ich war absolut überwältigt.

Komplettiert von der düsteren Atmosphäre und dem Rauch und Feuer geschuldeten sehr eingeschränkten Sichtfeld, ist man ständig auf der Hut vor feindlichen Soldaten oder plötzlich niederregnenden MG-Salven. Der Schnitt passt dazu ebenfalls perfekt, was das Optische angeht, ist Hacksaw Ridge – Die Entscheidung ganz vorne mit dabei. Die bedrohliche Soundkulisse, die sich jedoch nicht zu stark aufdrängt, rundet dieses Bild ab.

Dem gegenüber stehen die Bilder und Sounds aus dem Filmbeginn, als alles noch schön und idyllisch war. Doch auch diese Stimmung konnte sehr gut erzeugt werden. Alles wirkt an seinem Platz absolut stimmig.

Im Hintergrund die Flammenhölle schleppen sich zwei Soldaten vom Schlachtfeld in Hacksaw Ridge - Die Entscheidung
Andrew Garfield stützt seinen Kameraden ©Universum Film GmbH

Die Geschichte hinter Hacksaw Ridge – Die Entscheidung

Der Hintergrund des Films ist ein realer. Desmond Doss war wirklich unbewaffnet im 2. Weltkrieg als Sanitäter an der Front und rettete dort ca. 75 Kameraden das Leben. Dafür erhielt er die höchste Auszeichnung seines Landes. Die Medal of Honor.

Als typischer Antikriegsfilm dient Hacksaw Ridge – Die Entscheidung trotzdem nicht. Auch wenn er vermittelt, dass man auch im Krieg seine menschlichen Werte, nicht komplett abstreifen sollte und dennoch stets abwägen muss. US-typischer Pathos ist allgegenwärtig, was man aber unter Mel Gibson wohl auch erwarten muss.

Immerhin hat er die Japaner nicht als totale Monster dargestellt, ohne menschliche Züge, sondern auch ihnen hat er ein Gesicht gegeben und so kämpfen 2 Armeen gegeneinander, die sich gar nicht so unähnlich sind und die in manchen Momenten sogar kurz auf einer Wellenlänge liegen.

Auf dem Schlachtfeld in Hacksaw Ridge - Die Entscheidung pirschen die Soldaten in Staub gehüllt voran
Vincent Vaughn führt seine Männer an ©Universum Film GmbH

Unser Fazit zu Hacksaw Ridge – Die Entscheidung

Einer der besten Kriegsfilme, die ich bisher gesehen habe und optisch ist Hacksaw Ridge – Die Entscheidung wahrscheinlich sogar DER beste. Ich bin eigentlich kein Fan von diesem Genre, doch als ich den Trailer gesehen habe, wollte ich mir selbst ein Bild machen und ich bin sowas von positiv überrascht worden!

Die Vorgeschichte um Desmond Doss und seine Liebe nimmt nicht zu viel Zeit in Anspruch, wird jedoch mit viel Liebe und Hingabe detailiert gezeichnet. Jeder Protagonist erhält genügend Aufmerksamkeit und nach einer Weile kennt man die Charaktere gut genug, um ihnen durch die folgenden, schweren Zeiten zu folgen.

Die Etappe in der Kaserne ist auch ein einem gut gewählten Rahmen. Der Rest spielt sich auf dem Schlachtfeld ab, also nicht mit falschen Vorstellungen hinein gehen. Es fliegen sehr viele Körperteile durch die Luft und man sieht oft mehr vom Inneren des menschlichen Körpers als vom Äußeren. Aber Krieg ist auch Grauen, das gezeigt werden muss.

Unsere Wertung:

 

 

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©Universum Film

1 Kommentar

  • „Hacksaw Ridge“ – Die Entscheidung

    Erscheinungsjahr: 2016
    Genre: Drama/Kriegs-Antikriegsfilm
    Laufzeit: 139 Minuten
    FSK: 16
    Regie: Mel Gibson
    Darsteller:
    Andrew Garfield – Desmond T. Doss
    Teresa Palmer – Dorothy Schutte
    Vince Vaughn – Sergeant Howell
    Luke Bracey – Smitty Ryker
    Sam Wothinton – Captain Glover

    „Hacksaw Ridge“ ist einfach WOW!

    Soviel vorweg, wenn Ihr ein ordentliches Surround-System zuhause habt, dann dreht ordentlich auf.

    Der Film spielt sich im 2. Weltkrieg ab (um genau zu sein, vor der Küste von Japan) und beruht auf wahren Begebenheiten. Der Hauptdarsteller des Films ist Desmond T. Doss (herausragend gespielt von Andrew Garfield).
    Hacksaw Ridge fängt sehr brutal an, die Anfangssequenz übertrifft fast noch die von „Der Soldat James Ryan“ (wer ihn kennt, weiß wovon ich spreche).
    Hier wird gnadenlos mit der Kamera draufgehalten und die gesamte Brutalität des Krieges wird zum Vorschein gebracht, wirklich sehr hart. Da hat mich das FSK 16 doch etwas gewundert.

    Zu den einzelnen Personen:

    Desmond T. Doss wächst mit seinem Bruder in einem etwas bescheidenen Haushalt auf.
    Wobei sein Vater (gespielt von Hugo Weaving), ein Ex-Soldat aus dem 1. Weltkrieg, sehr mit sich selbst zu hadern hat und dabei sehr gern und oft zur Flasche greift. Seine Mutter ist diesem machtlos ausgesetzt und lässt es über sich ergehen. Bis zu einem gewissen Moment, wobei ich hier nicht näher darauf eingehen werde (Spoiler).
    Soviel sei noch gesagt, er wird ab diesem Zeitpunkt sehr gläubig und verweigert auch deswegen den Umgang mit dem Gewehr.

    Dorothy Schutte ist von Beruf Krankenschwester und arbeitet in dem Krankenhaus, in dem sich die beiden kennen und lieben gelernt haben. Sie wird hervorragend gespielt von Teresa Palmer und man nimmt ihr die Rolle in jeder Sekunde ab.

    Sergeant Howell ist ein Kapitel für sich. Gespielt von Vince Vaughn, den man ja eher aus Komödien (Die Hochzeits-Crasher, Old School, usw.) kennt, spielt hier einen Sergeant der besonderen Art.
    In der Ausbildung zum Soldaten nimmt er seine Jungs sehr hart ran, wobei dies ab und an sehr an „Full Metall Jacket“ erinnert.
    Man mag es kaum glauben, aber ab und zu war mir bei seinen Sprüchen echt zum Lachen zu Mute.
    Dieser Mann begleitet ihn später auch noch bis in den Krieg.

    Das war es erstmal zu den Personen. Ich möchte nicht näher darauf eingehen wegen der Spoiler-Gefahr 😉

    Aber ich kann den Film nur jedem ans Herz legen der auf Streifen steht wie: „Der Soldat James Ryan“, „Lone Survivor“, „American Sniper“. Allein, dass er nicht nur das Kriegsbild zeigt, was grausam genug ist, sondern auch die Hintergrundstory, damit man einige Zusammenhänge besser verstehen kann. Mel Gibson hat hier wirklich alles gegeben, Hut ab.

    Fazit:

    Mir hat er sehr sehr gut gefallen die 2 Std. 40 haben sich im rasenden Tempo weggeschaut.
    Eigentlich schade, ich hätte gerne noch mehr von Doss und seinen Kameraden gesehen 😉
    PS.: Für die Partnerin auch geeignet, weil auch etwas Romanze dabei ist 😉
    Ich kann ganz klar sagen, dieser Streifen landet ganz weit oben auf meiner Liste.

    Punkte 10/10