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Maleficent (Angelina Jolie) breitet in Maleficent - Mächte der Finsternis ihre Flügel aus

Maleficent – Mächte der Finsternis

Durch den Kuss der wahren Liebe wurde Prinzessin Aurora (Elle Fanning) von Maleficent (Angelina Jolie) in Maleficent – Die dunkle Fee von ihrem Fluch befreit und anschließend zur Königin gekürt. Ob alle bis ans Lebensende glücklich leben verrät nun Maleficent – Mächte der Finsternis. 

TitelMaleficent – Mächte der Finsternis (OT: Maleficent: Mistress of Evil)
Jahr2019
LandUSA
RegieJoachim Rønning
DrehbuchLinda Woolverton, Micah Fitzerman-Blue, Noah Harpster
GenreFantasy
DarstellerAngelina Jolie, Elle Fanning, Michelle Pfeiffer, Sam Riley, Ed Skrein, Harris Dickinson, Chiwetel Ejiofor, Imelda Staunton, Juno Temple, Lesley Manville, Robert Lindsay, Warwick Davis, David Gyasi
Länge119 Minuten
FSKab 12 Jahren freigegeben
VerleihDisney
Kinoposter zu Maleficent - Mächter der Finsternis
Kinoplakat zu Maleficent – Mächte der Finsternis © The Walt Disney Company Germany

Intrigante Stiefmutter in Spe 

Auch wenn im Vorgänger der Kuss von Prinz Philipp (Harris Dickenson) noch nicht jener der wahren Liebe war, möchte dieser nun Aurora heiraten und damit die Reiche Ulstead und der magischen Moore einen. Doch seine Mutter Ingrith (Michelle Pfeiffer) führt Böses im Schilde und ist bemüht, einen Krieg zwischen den beiden Reichen in die Wege zu leiten. Dazu lädt sie auch Maleficent zu einem festlichen Essen anlässlich der Verlobung von Prinz Philipp und Aurora ein. Dabei provoziert und täuscht sie die Anwesenden und beschuldigt sie der Verzauberung ihres Mannes. Daraufhin flüchtet Maleficent wutentbrannt und wird dabei von einem Pfeil attackiert, welcher sie ins Meer stürzen lässt. Glücklicherweise wird sie von einem Unbekannten aus dem Meer gerettet. Anschließend forciert Königin Ingrith ihren Kriegswunsch und kennt für ihr Vorhaben keine Grenzen. 




Maleficent – Mächte der Finsternis als nahezu tadelloser Fantasy-Bombast 

Der sah im ersten Teil doch noch anders aus, wird man sich zu Beginn von Maleficent – Mächte der Finsternis fragen, wenn Prinz Phillip zum ersten Mal auftaucht. Tatsächlich wurde dessen Rolle mit Harris Dickenson neu besetzt und bringt zusammen mit Michelle Pfeiffer frischen Wind ins Königshaus. Auf der anderen Seite bekommt man unter anderem mit Angelina Jolie und Elle Fanning ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. Dazu gesellen sich noch namhafte Darsteller wie Chiwetel Ejifor und Ed Skrein. An der Darstellerriege hat man ordentlich zugelegt und auch optisch geht die Fortsetzung in die Vollen. Von Beginn an spielt man mit den Fantasy-CGI-Muskeln und lässt den Zuschauer in eine farbenfrohe und hübsch gezeichnete Märchenwelt eintauchen. Auch die Kostüme sind ideen- und detailreich gestaltet, womit sie sich stimmig in die perfekt durchdesignte Welt eingliedern. Wie von Disney gewohnt, verfolgt man dabei den künstlichen Look für eine möglichst perfekte Darstellung der Fantasy-Welt.

Aurora (Elle Fenning) stellt sich in Maleficent - Mächter der Finsternis gegen Maleficent (Angelina Jolie)
Aurora (Elle Fanning) versucht Maleficent (Angelina Jolie) aufzuhalten © The Walt Disney Company Germany

Ecken und Kanten sucht man vergebens, wenngleich die Qualität nicht immer Top-Niveau erreicht. Die Animationen der drei kleinen Feen sind beispielsweise nicht wirklich gelungen und wirken mitunter befremdlich. Dennoch bekommt man größtenteils atemberaubende Landschaftsaufnahmen aus dem Rechner und kreatives Kreaturen-Design geboten. Bei letzterem setzt man aber deutlich auf die Niedlichkeitsschiene und versucht krampfhaft dem Zuschauer ein “Oh, wie süß!” zu entlocken. Überzeugender sind dagegen die Designs zu Maleficents Artgenossen, deren Welt und Auftreten majestätisch und geheimnisvoll ist. Manche Szenen sind auch düster und fast schon gruselig, was die Freigabe nach oben schrauben lässt. Ähnlich wie der Vorgänger ist auch Maleficent – Mächte der Finsternis nicht für das ganz kleine Publikum geeignet. 

0815-Handlung hinter der hübschen Fassade 

Bäumchen und Blümchen sind nicht alles, auch wenn sie noch so schön aussehen. Denn blickt man hinter die wunderschöne Fassade, bröckelt es in Maleficent – Mächte der Finsternis schon ordentlich. Wird man noch stimmig in die Welt eingeführt und mit interessanten Story-Happen gefüttert, entwickelt sich die Handlung immer mehr zur uninspirierten 0815-Geschichte, die in einem furchtbar generischen und überlangen Finale mündet. Die Versuche, etwas Grautöne in die langweilige Schwarz-Weiß-Handlung zu bringen, misslingen bereits im Ansatz und versprechen dadurch ein gänzlich spannungsarmes Abenteuer. Enttäuschend dabei ist auch, wie blass die beiden Figuren Maleficent und Aurora sowohl in Darstellung als auch Inszenierung bleiben. Letztere trägt erschreckender Weise abseits der geplanten Hochzeit nahezu gar nichts zur Handlung bei. Nachvollziehbare Entscheidungen der Figuren darf man zudem auch nicht erwarten. Denn sobald Königin Ingrith beispielsweise als Bösewicht auch gegenüber ihrer Familie enttarnt wird, hat das keinerlei Konsequenzen oder Auswirkungen auf deren Empfinden.

Maleficent (Angelina Jolie) trifft in Maleficent - Mächte der Finsternis auf ihre Artgenossen
Maleficent (Angelina Jolie) trifft auf ihre Artgenossen © The Walt Disney Company Germany

Umwege, Hintergründe und wahre Emotionen lässt die geradlinige und vorhersehbare Geschichte nicht zu und ruht sich viel mehr auf seinen optischen Reizen aus. Diese merzen aber auch nicht die durchschnittlichen und blassen Dartstellungen der Schauspieler aus, welche strikt Dienst nach Vorschrift abliefern. Herzblut und Gefühl sucht man daher vergebens und bekommt vielmehr eine bombastische und generische Live-Action-Verfilmung aus der Disney-Fabrik geliefert. Als leicht verdaulicher Snack brauchbar, doch satt macht er mit Sicherheit nicht. 

Mein Fazit zu Maleficent – Mächte der Finsternis 

Da hat sich die gute böse Fee Maleficent doch noch ins Jahr 2019 gedrängelt, obwohl sie ja eigentlich erst 2020 losflattern sollte. War der Vorgänger im Jahr 2014 noch sehr erfolgreich und einsam an der der Live-Action-Front, muss sich Maleficent – Mächte der Finsternis dieses Feld in diesem Jahr mit großohrigen Elefanten, blauen Flaschengeistern und königlichen Löwen teilen. Und da wird es die geflügelte Dame bei den Zuschauern schwer haben mitzuhalten. Denn so schön ihre Welt auch ist, so inspirationslos und spannungsarm ist ihre Geschichte. Entsprechend blass agiert das starbesetzte Darsteller-Ensemble und reiht sich passend an das biedere Drehbuch an. Das ist schade, denn lassen die ersten Minuten ein etwas weniger generischeres Erlebnis vermuten.

Unsere Wertung:

 

 

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© The Walt Disney Company Germany

Onno

Als Kind in einen Topf aus VHS-Kassetten gefallen und kann seitdem nicht mehr wegschauen.

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