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Midnight Special

Im Kino von vielen übersehen, in Zukunft ein Klassiker: Mit seinem Science-Fiction-Roadmovie erweitert Indie-Filmer Jeff Nichols das Popcornspektakel à la Spielberg um ungeahnte menschliche Dimensionen.

Jahr2016
ProduktionslandVereinigte Staaten (U.S.A.)
RegieJeff Nichols
DrehbuchJeff Nichols
GenreScience-Fiction/Drama/Fantasy
DarstellerMichael Shannon, Joel Edgerton, Kirsten Dunst, Jaeden Lieberher, Adam Driver, Bill Camp, Scott Haze, Sam Shepard, Paul Sparks, David Jensen
Länge112 Minuten
FSKAb 12 Jahren freigegeben
VerleihWarner Bros.

 

Sie fühlen sich durch das Artwork zu “Midnight Special” an Spielberg-Klassiker wie “E.T. – Der Außerirdische” und “Unheimliche Begegnung der dritten Art erinnert? Das ist sicher kein Zufall. Das Kino des großen visuellen Erzählers stand ebenso Pate für die bislang aufwändigste Produktion des “Take Shelter– und “Mud-Regisseurs wie Science-Fiction-Klassiker der Marke “Starman” oder “Der Mann, der vom Himmel fiel“. Und das wird nicht nur in einigen Plot-Elementen überdeutlich, sondern auch in visueller Hinsicht. Und das unter Beibehaltung der ihm eigenen Handschrift, die Nichols als echten “auteur” des neuen amerikanischen Kinos ausweist, als einen Regisseur mithin, wie ihn zuletzt vielleicht das New Hollywood der 70er-Jahre hervorgebracht hat. In Berlin, wo das “Midnight Special” seine Weltpremiere auf der Berlinale feiern durfte, wurde das Werk von der internationalen Filmkritik noch begeistert aufgenommen – in Zuschauerzahlen übersetzen ließ sich der Hype nicht. Dabei hat “Midnight Special” zwischen Familiendrama und Roadmovie, “Akte X” und “Fringe“, “Starman” und “Unheimliche Begegnung so ziemlich alles, was modernes Kino im Idealfall aufregend und besonders macht. Von der sensationellen Besetzung mit Michael Shannon (“Take Shelter“, “Boardwalk Empire“), Kirsten Dunst (“Fargo – Staffel 2“), Joel Edgerton (“Exodus: Götter und Könige“) und Adam Driver (“Star Wars: Das Erwachen der Macht“) ganz zu schweigen.

Der fürsorgliche Roy (Michael Shannon) und sein Sohn Alton (Jaeden Lieberher) befinden sich – begleitet vom ehemaligen State Trooper Lucas (Joel Edgerton) – auf der Flucht. Nicht nur vor dem religiösen Kult um Anführer Calvin Meyer (Sam Shepard), dem man das dort göttlich verehrte Kind entrissen hat, sondern auch vor dem FBI, das von den offenbar außergewöhnlichen Fähigkeiten des Knaben Wind bekommen hat. Vornehmlich in nächtlichen Etappen geht es so quer durch die USA, verfolgt nicht nur vom etwas linkisch wirkenden US-Agenten Paul (Adam Driver), sondern auch von den wenig zimperlichen Häschern der Religionsgemeinschaft. Weil dem Jungen nach sich jeder wissenschaftlichen Erklärung widersetzenden Anfällen die Lebenskräfte zu schwinden beginnen, hat Roy nur eine Hoffnung: Bis zu Altons Mutter (Kirsten Dunst) vorzudringen und mit ihr gemeinsam die mysteriösen Koordinaten zu erreichen, von denen ihr Sohn immer wieder berichtet und die Inhalt sowohl religiöser Prophezeiungen als auch FBI-interner Ermittlungen sind. Dabei zieht sich das Netz der Verfolger immer weiter um die verzweifelt für eine gemeinsame Zukunft kämpfende Familie zusammen. Bis das in jeder Hinsicht fantastische Finale ganz unerwartete Zukunftsperspektiven für alle Beteiligten bereithält. Überraschend wendig!

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

Handlung/Dramaturgie
4
Figuren/Schauspieler
4
Ausstattung/Schauplätze
4
Form
4
Hintergrund
2
Vergleich im Genre
4
Durchschnitt:
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© Warner Bros.

1 Kommentar

  • Ich habe ihn gestern gesehen. Ein toller Film. Besonders die erzeugte Stimmung und die Schauspieler überzeugen mich voll und ganz. Nur das Ende fand ich leider nicht ganz so toll. Da hätte ich mir ein offeneres Ende mit weniger Erläuterung gewünscht.