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Mark Wahlberg im Fokus © Universum Film

Mile 22

Das Action-Tandem Wahlberg-Berg hat es wieder getan und liefert mit Mile 22 den nunmehr vierten gemeinsamen Film. Seit dem 25. Januar 2019 ist der Action-Streifen auf Blu-ray, DVD und Video-On-Demand erhältlich. Überzeugt das Duo auch diesmal? 

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TitelMile 22
Jahr2018
ProduktionslandUSA
RegiePeter Berg
DrehbuchGraham Roland, Lea Carpenter
GenreAction, Thriller
DarstellerMark Wahlberg, Iko Uwais, Lauren Cohan, John Malkovich, Ronda Rousey, Elle Graham, Nikolai Nikolaeff
Länge95 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihUniversum Film
Mark Wahlberg auf dem Cover zu Mile 22
Blu-Ray Cover zu Mile 22 © Universum Film

Worum geht’s in Mile 22?

Was machen, wenn die US-Regierung weder auf diplomatischen, noch auf offiziellen militärischen Weg eine brenzliche Situation lösen kann? Dann wird das von Top-Agent James Silva (Mark Wahlberg) angeführte Overwatch-Team angeheuert und agiert abseits der Legalität. Sämtliche Verbindungen zum Auftraggeber werden dabei gekappt. Sehr brenzlig wird es, als hochradioaktives Material abhandenkommt und mit Lio Noor (Iko Uwais) ein Informant nur dann hilfsbereit ist, wenn er aus einem fiktiven asiatischen Land in die USA gebracht wird. Der Auftrag lautet, ihn von der amerikanischen Botschaft zum 22 Meilen entfernten Flugplatz und damit in Sicherheit zu bringen. Doch die Informationen sind brisant und eine Schar von Feinden möchte Noors Flucht verhindern.

Erst Story-Wirrwarr und dann mit Vollgas zum Flughafen

Mile 22 schmeißt einen gleich direkt rein in den Job-Alltag der Overwatch-Truppe und liefert damit einen spannenden Beginn voller Action. Der anschließende Zeitsprung beruhigt das Pacing und etabliert den neuen Auftrag und die handelnden Figuren. Dabei stellt sich der Film bedeutungsschwangerer und komplexer an, als er tatsächlich ist. Es werden viele neue Figuren eingeführt und zwischen verschiedenen Standorten hin und her gesprungen. Dadurch wirkt die geradlinige Story anfangs komplizierter, als sie tatsächlich ist. Sobald sich die Handlung auf den zentralen Informanten-Transport konzentriert, gibt es sowieso nur noch eine Richtung. Und die hat es in sich. Mile 22 geizt nicht mit Brutalität und liefert einige wirklich beeindruckende Action-Sequenzen. Blutige Kills und sehenswerte Martial-Arts-Kämpfe lassen das Herz eines jeden Action-Fans höherschlagen.

Iko Uwais kniet blutend neben einem Toten in Mile 22
Li Noor (Iko Uwais) wehrt sich mit vollem Körpereinsatz gegen seine Feinde © Universum Film

Das Team in Mile 22 punktet nicht mit Sympathie, sondern mit Durchschlagskraft

Mit Iko Uwais hat man einen Martial-Arts-Spezialisten im Cast, als einen Charakter, dessen Motive und Hintergründe undurchsichtig sind. Mehr Durchblick hat man bei James Silva (Mark Wahlberg) und Alice Kerr (Lauren Cohan). Gerade diesen beiden Figuren widmet man die meiste Aufmerksamkeit und füttert sie mit Rückblenden und Story-Einschüben. Eins schafft man aber nicht, dass die Figur von Mark Wahlberg sympathisch ist. Eventuell möchte man das auch nicht, und dann ist es hervorragend gelungen. Am besten beschreibt man die Figur mit dem A-Wort, doch eins kann er: lässig seine Kontrahenten ausschalten. Zusammen mit seinem Team gelingt ihm das auch auf imposante Art und Weise. Schade ist dabei, dass man die ehemalige UFC-Kämpferin Ronda Rousey nicht richtig von der Leine lässt. Ein paar schlagkräftige Auseinandersetzungen ihrerseits hätten den Action-Part passend abgerundet.

Schnell geschnittene und authentische Inszenierung

Die letzten Filme von Peter Berg überzeugten vor allem mit realistischer Inszenierung und authentischen Action-Sequenzen. Auch Mile 22 verfolgt diesen Weg und liefert beinharte Action in Verbindung mit authentischer Inszenierung. Die Kamera fängt das Geschehen häufig verwackelt oder aus alternativen Perspektiven, wie Überwachungskameras und Satellitenaufnahmen, ein. Das ist gelegentlich ganz nett, verliert im Laufe des Films aber an Reiz. Einer Reizüberflutung hingegen entkommt man nur ganz knapp, wenn es um den Schnitt geht. Deren Frequenz ist gerade noch an der Grenze, nimmt den ausladenden Martial-Arts-Sequenzen aber die Wucht und Intensität. Untermalt wird das schonungslose Geschehen von treibenden Sounds. Man hat den Eindruck, dass man sich da etwas an Sicario orientiert hat, ohne dessen Qualität zu erreichen.

Mark Wahlberg ist im Kampf fokussiert in Mile 22
James Silva (Mark Wahlberg) hat seine Ziele stehts im Auge © Universum Film

Unser Fazit zu Mile 22 

Wo Peter Berg und Mark Wahlberg draufstehen, sind auch Peter Berg und Mark Wahlberg drin. Das Tandem liefert einen gewohnt hochwertig produzierten Action-Streifen mit gelegentlichen kreativen Ausreißern nach oben. Zwar nimmt sich die Story anfangs wichtiger als sie ist, doch hat man diesen notwendigen Ballast abgeworfen, gibt man Vollgas. Und entsprechend erfreut das den Action-Fan. Gegen Ende schafft man es sogar Spannung und Überraschungsmomente zu generieren und rundet damit einen unterhaltsamen, aber nicht überragenden Action-Thriller ab.

Mile 22 ist ab dem 25. Januar auf Blu-ray und DVD erhältlich!

Unsere Wertung:

 

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