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Ein Cowboy mit Hut schreitet auf einer Wiese auf einen großen Krater zu.

Erster Eindruck zu Outer Range

Mit Outer Range startet auf Amazon Prime Video eine neue Eigenproduktion, die einen interessanten Genre-Hybriden aus Science-Fiction und Western verspricht. Außerdem lockt auch der namhafte Cast, unter anderem mit Josh Brolin. Gelingt es mit dem Einstieg genug Spannung aufzubauen, damit das Publikum im Wochenrhythmus dranbleiben wird?

Outer Range - Official Trailer | Prime Video

TitelOuter Range
Jahr2022
LandUSA
RegieJennifer Getzinger, Alonso Ruizpalacios, Amy Seimetz, Lawrence Trilling
DrehbuchBrian Watkins
GenreSerien (Western, Mysterythriller)
DarstellerJosh Brolin, Imogen Poots, Lili Taylor, Will Patton, Tom Pelphrey, Lewis Pullman, Tamara Podemski, Noah Reid, Shaun Sipos, Matt Lauria
Länge8 Folgen mit je 45-60 Minuten
FSKab 18 Jahren freigegeben
VerleihAmazon Prime Video
Das Banner zu Outer Range zeigt den Titel in großen Leuchtbuchstaben und rechts daneben den Protagonisten Josh Brolin, der durch eine Art Portal schreitet.
Das Banner zu Outer Range © 2010-2022 Amazon.com, Inc. oder Tochtergesellschaften

Outer Range  – die offizielle Synopsis

Ein Rancher, der um sein Land und seine Familie kämpft, stößt am Rande der Wildnis Wyomings auf ein unergründliches Mysterium, das ihn zu einer ebenso intimen wie kosmischen Konfrontation mit dem Unbekannten im unbezähmbaren amerikanischen Westen zwingt.

Erster Eindruck zu Outer Range

(Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den ersten vier Folgen der Serie. Auf Spoiler wird weitestgehend verzichtet, damit keinem die Wendungen und Überraschungsmomente vorweggenommen werden. Lediglich auf ein paar für die Beurteilung relevante Details aus der Pilotfolge muss etwas konkreter eingegangen werden.) 

Ein bisschen von Shyamalan …

Die Auftaktszene von Outer Range ist direkt ein Vorgriff auf etwas, das dann erst später passieren wird. Doch mit diesem inzwischen oft benutzten Kniff ist man als Zuschauer:in direkt vorgewarnt, dass der idyllische Western-Anstrich, den man dann in der Folge erstmal serviert bekommt, mit Vorsicht zu genießen ist. Trotz des Settings, das anfänglich kaum Anhaltspunkte liefert, die daran zweifeln ließen, dass man eine recht konventionelle Western-Geschichte erzählt bekommen wird, schwingt damit von Sekunde eins an ein Damoklesschwert des Übernatürlichen über der Szenerie. Diese vortrefflich vor sich hin schwelende Spannung weckt sofort Assoziationen an Werke von beispielsweise M. Night Shyamalan. Hier wie dort lässt man sich trotz besseren Wissens gern mal einlullen und wird dann von Genrewechseln vollkommen überrumpelt. Daher ist es bei Outer Range auch sehr empfehlenswert, sich nicht vorab zu viel verraten zu lassen.

Worauf aber eingegangen werden muss und was ja auch schon im Trailer gut zur Geltung kam, ist das große Mysterium der Serie, das sich bereits nach wenigen Minuten zum ersten Mal zeigt: ein großes Loch, scheinbar bodenlos, erscheint plötzlich auf dem Grund, der im Besitz von Royal Abbott (Josh Brolin) und seiner Familie ist. Sofort merkt man auch, dass es nicht nur eine geologische Anomalie sein wird, die hier aus dem Nichts aufgetaucht ist, denn die Leere zieht ad hoc die Faszination von Brolins Figur auf sich. Auch wenn recht schnell erste „Mechanismen“ gezeigt werden, die durch den Kontakt mit dem Loch bewirkt werden, soll hier noch nicht mehr darüber verraten werden. Allein, da auch bis Folge vier eher noch mehr Fragen als Antworten zum Loch aufgemacht werden, wäre dies ohnehin fast nur Spekulation.

… und ein bisschen von King

Von der ganzen Dramaturgie und wie die Handlungsträger auf das Mysterium reagieren, erinnert einiges in Outer Range an die Stephen King Verfilmung Under the Dome. Und auch darüber hinaus, könnte diese Prämisse, Stand Folge vier, wirklich ganz gut vom Altmeister des Mystery-Genres stammen. Im Gegensatz zu Under the Dome ist die neue Prime-Serie aber noch ernster gehalten und verzichtet auf die Humormomente, die ganz gern mal auch stilprägend bei King wären.

Eine Rahmenhandlung aus dem Western-Einmaleins

Die Fehde zwischen zwei einflussreichen Clans um Macht und Grund ist als Rahmenhandlung hier sehr klassisch vorgetragen und nahezu nach der Blaupause inszeniert: Schnell eskaliert der Konflikt zwischen den Tillersons und den Abbotts, sodass eine Kettenreaktion an Ereignissen angestoßen wird, die im Laufe der ersten Folgen dann immer mehr mit dem mysteriösen Element verschmilzt. Ergänzt wird dies dann noch mit der rätselhaften Figur von Imogen Poots, die ebenfalls ein archetypischer Charakter solcher Erzählungen ist, aber trotzdem auch hier wieder genug Fragen beim Publikum aufbauen kann, damit man dafür dran bleiben wird.

Auch durch vereinzelte Andeutungen, wie Flashbacks und Flashforwards, gibt man noch genau nur so wenig Erkenntnisse Preis, dass man animiert bleibt, mitzurätseln. Selbstverständlich wird dann erst über die Staffel gerichtet werden können, wenn das ein oder andere Fragezeichen Auflösung erfährt, aber da es bisher exzellent gelingt, die Spannung immer weiter aufzubauen, ist der Auftakt von Outer Banks wahrlich gut gelungen. Allein die Platzierung der Cliffhanger an den Folgenenden und speziell der große Überraschungsmoment direkt am Ende von Folge eins, sollten Mystery-Fans voll packen.

Imogen Poots steht in einer dunklen Scheune vor Josh Brolin, der sie mit einer Lampe anstrahlt.
Autumn (Imogen Poots) gibt Royal (Josh Brolin) Rätsel auf © 2010-2022 Amazon.com, Inc. oder Tochtergesellschaften

Allein Josh Brolin reicht schon, um Outer Range weiterverfolgen zu wollen

Um nach der vorläufigen inhaltlichen Beurteilung noch auf die inszenatorischen Komponenten einzugehen, sind hier noch ein paar Worte zu Look and Feel und zum Schauspiel in der Mystery-Serie: Der Produktionswert von Outer Range ist dabei auf jeden Fall schon mal eine positive Erwähnung wert, da die Serie richtig hochwertig aussieht, insbesondere auch im Vergleich zu anderen Formaten des Western-Genres. So muss sich die Darstellung der landschaftlichen Weite nicht vor Yellowstone und Co. verstecken. Auch die vereinzelten Actionszenen sind gut gemacht und mit Härte wird ebenso wenig gegeizt. Bei der musikalischen Gestaltung hat man sich für einen stimmigen Mix aus Soundtrack und Synthie-Score entschieden. Dabei passen die Titel, die unter anderem von The Platters, den Rolling Stones oder sogar Kendrick Lamar stammen immer gut zur jeweiligen Situation.

Zu guter Letzt darf eine Kritik zu einer Produktion mit einem solch illustren Cast natürlich nicht geschlossen werden, ohne darauf noch kurz einzugehen. In der Besetzung sticht natürlich Josh Brolin einmal mehr durch seine unnachahmliche Aura hervor. Allein seine dominante Präsenz wird dem ein oder anderen schon genügen, um den Geheimnissen seiner Figur in Outer Range auf die Spur gehen zu wollen. Aber auch über den Altstar hinaus bieten die mysteriöse Darbietung von Imogen Poots oder die ebenfalls bis jetzt noch rätselhaften Gebahren des zweiten Patriarchen, gespielt von Will Patton, genug Ansätze, um die Neugier zu schüren.

Drei Männer stehen in Outer Range nebeneinander vor einem weiten Feld. Alle tragen braune Cowboyhüte und blicken in die Ferne.
Josh Brolin als Royal Abbott mit seinen Söhnen © 2010-2022 Amazon.com, Inc. oder Tochtergesellschaften

Unser Fazit zu den ersten Folgen von Outer Range

Die neue Mystery-Serie Outer Range verbindet Altbekanntes aus dem Western-Genre mit Elementen aus dem Mystery- und Sci-Fi-Bereich und baut mit dem Mix innerhalb der ersten Folgen eine Spannung auf, der man sich als Fan ähnlicher Stoffe nicht erwehren können wird. Natürlich kann nicht garantiert werden, dass die späteren Entscheidungen und Auflösungen dem gerecht werden können. Nichtsdestotrotz macht der Serienstart genug richtig, damit ein klare Empfehlung ausgesprochen werden kann!

Outer Range startet mit den ersten beiden Folgen am 15. April bei Amazon Prime Video und danach geht es im Wochenrhythmus jeweils mit Doppelfolgen weiter!

Unsere Wertung:

 

 

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1 Kommentar

  • Mag ja nicht schlecht sein wenn man denn etwas erkennen würde. 99 Prozent spielen im Dunkeln und man ist nur am raten was gerade zu sehen sein könnte.
    Ganz dämliche Arbeit.