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Max und Duke kümmern sich um Liam in Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures

Pets 2

Pets 2 ist die Fortsetzung des 2016er Kassenschlagers Pets aus dem Hause Illumination Entertainment. Da der Erstling weltweit fast 900 Millionen Dollar eingespielt hat, war die Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Kann der zweite Teil überzeugen? Lest dazu mehr in unserer Rezension.

TitelPets 2 (OT: The Secret Life of Pets 2)
Jahr2019
LandUSA
RegieChris Renaud, Jonathan del Val
DrehbuchBrian Lynch
GenreAnimations-/Kinderfilm, Abenteuer
DarstellerPatton Oswalt, Eric Stonestreet, Kevin Hart, Jenny Slate, Ellie Kemper, Lake Bell, Dana Carvey, Hannibal Buress, Harrison Ford, Tiffany Haddish
Länge96 Minuten
FSKab 0 Jahren freigegeben
Verleih Universal Pictures International Germany GmbH
Das Kinoplakat zu Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures
Das Kinoplakat zu Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures

 

Worum geht’s in Pets 2?

Seit den Ereignissen aus Pets leben der Jack-Russell-Terrier Max und der Neufundländer-Mix Duke bei ihrem Frauchen Katie. Außerdem gehören mittlerweile auch Katies Ehemann Pete und der gemeinsame Sohn Liam zur Familie. Besonders zwischen Max und Liam entwickelt sich nach anfänglichem Beschnuppern eine innige Beziehung. Doch als die Familie einen gemeinsamen Urlaub auf einem Bauernhof begeht, überschlagen sich die Ereignisse. Parallel dazu verliert die Zwergspitz-Dame Gidget dann auch noch das liebste Spielzeug von Max, welches er ihr für die Dauer des Urlaubs anvertraut hat. Selbstredend setzt Gidget alles daran, dass Maxs Spielzeug bis zu seiner Rückkehr wieder an Ort und Stelle ist. Dabei wird sie tatkräftig von Katzen-Diva Chloe unterstützt, sofern sich diese nicht gerade im Katzenminze-Delirium befindet.




Und natürlich darf auch das Kaninchen Snowball nicht fehlen. Als vermeintlicher Superheld Captain Snowball begibt es sich auf eine waghalsige Rettungsmission und versucht einen weißen Tiger aus den Fängen eines furchteinflößenden Zirkusbesitzers zu befreien.

Ob es Pets 2 schafft, diese drei Handlungsstränge vernünftig zu erzählen und zu verzahnen, so dass der Film mehr als die Summe seiner Teile ist? Diese Frage versuchen wir in den folgenden Kapiteln zu beantworten.

Max und Duke kümmern sich um Liam in Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures
Max und Duke kümmern sich um Liam in Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures

Die technische Seite

Das Produktionsstudio Illumination Entertainment kann trotz seiner mit 12 Jahren recht kurzen Geschichte mit der Ich – Einfach unverbesserlich-Reihe einen der größten Erfolge der Animationsgeschichte verbuchen. Selbst mit im Vergleich zu Disney oder Pixar übersichtlichen Budgets von circa 80 Millionen Dollar pro Film touchierten Teil 2 und Teil 3 die magische Grenze von 1 Milliarde Dollar Einspielergebnis. Auch bei Pets 2 rangiert das Produktionsbudget im hohen zweistelligen Millionenbereich. Das mag der geneigte Kinogänger dem Film zwar an der ein oder anderen Stelle anmerken, für das recht junge Zielpublikum sollte dieser Fakt aber maximal zweitrangig sein. Denn die namensgebenden Haustiere sind, wie im Erstling auch, durchweg sauber animiert und sehen einfach zuckersüß aus.

Bei der englischen sowie der deutschen Synchronisation greift Pets 2 zu weiten Teilen auf die gleiche Darstellerriege wie der Erstling zurück. Prominentester Neuzugang ist sicherlich Harrison Ford, der dem Farmhund Rooster seine Stimme leiht. In der deutschen Version wird dieser, wie seit Krieg der Sterne üblich, von Wolfgang Pampel synchronisiert.

Und auch wenn in den kleineren Nebenrollen die Qualität der Synchro ein wenig schwankt, kann man das Ergebnis als durchaus gelungen bezeichnen.

Max & Duke stoßen auf Farmhund Rooster in Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures
Max & Duke stoßen auf Farmhund Rooster in Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures

Und in Sachen Story?

Während es auf der technischen Seite somit wenig zu beanstanden gibt, sieht es auf der inhaltlichen Seite leider etwas anders aus. Denn auch wenn die drei in der Zusammenfassung angerissenen Erzählstränge am Ende zu einem großen Finale zusammengewoben werden, existieren sie bis dahin autark voneinander und werden folglich häppchenweise aberzählt. Dieses Hin- und Herhüpfen zwischen den unterschiedlichen Geschichten nimmt dem Film leider immer wieder das Tempo und lässt nur bedingt Spannung aufkommen. Da konnte die kohärent erzählte Geschichte aus dem Erstling mehr überzeugen.

Aber natürlich existiert diese Art des Erzählens nicht zum Selbstzweck. Sie orientiert sich an eher modernen Sehgewohnheiten und damit einhergehenden kurzen Aufmerksamkeitsspannen der Zuschauer. Da dem jungen Publikum dadurch aber mehrere kleine Abenteuer und auch mehr süße Tiere präsentiert werden können, möchte ich dies dem Film nur ungern negativ auslegen.
Wie bei einem Animationsfilm mit sprechenden Tieren üblich sollte man natürlich nicht mit allzu viel Logik an das Geschehen herangehen. Dennoch gibt es gerade im letzten Drittel ein paar Entwicklungen, bei der man schon beide Augen zudrücken sollte, um das Gezeigte noch ansatzweise ernst nehmen zu können. An dieser Stelle wäre ein wenig mehr Bodenhaftung wünschenswert gewesen.

Captain Snowball auf großer Mission in Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures
Captain Snowball auf großer Mission in Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures

Die Message

Ansonsten bedient Pets 2 die üblichen Genre-Klischees aus dem Effeff. Mit Hilfe von guten Freunden und dem Glauben an seine eigene Kraft kann man alle Hürden des Lebens überwinden. Im Grunde natürlich eine, wenn auch schon ordentlich ausgelutschte, unterstützenswerte Message. Daher wundert es umso mehr, warum man an anderer Stelle ein leider etabliertes aber längst überholtes Narrativ links liegen lässt. Warum muss es im Jahre 2019 noch unbedingt sein, dass der Antagonist eines Animationsfilms einen osteuropäischen Dialekt hat? Dass das in vielen Action-Filmen für ein erwachsenes Publikum ebenfalls der Fall ist, ist unbestritten. Aber gerade bei einer jungen und noch eher unreflektierten Zielgruppe könnte man sich langsam davon lösen.

Am Ende laufen die Handlungen zusammen in Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures
Am Ende laufen die Handlungen zusammen in Pets 2 © Illumination Entertainment and Universal Pictures

Mein Fazit zu Pets 2

Während ich mit dem Erstling der Haustiersaga aus dem Hause Illumination Entertainment vollends zufrieden war, habe ich mit dem Nachfolger Pets 2 ein paar kleinere Probleme. Die Aufsplittung der Story in unterschiedliche Sub-Plots mag zwar modern sein, sorgt aber auch dafür, dass das Tempo immer wieder ein wenig verschleppt wird.

Nichtsdestotrotz kann das Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Charakteren insgesamt überzeugen und bekommt, vor allem für das junge Publikum, eine Empfehlung meinerseits.

Pets 2 ist ab dem 27. Juni 2019 im Kino zu sehen.

Unsere Wertung:

 

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© Universal Pictures International Germany GmbH

Patrick Krämer

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