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Raya (Kelly Marie Tran) und Tuk Tuk (Alan Tudyk) blicken auf das imposante Reich in Kumandra in Raya und der letzte Drache.

Raya und der letzte Drache

Hierzulande startet Raya und der letzte Drache statt im Kino auf Disney+ mit VIP-Zugang. Ob das bildgewaltige Fantasy-Abenteuer die Extragebühr wert ist, könnt ihr hier nachlesen.

RAYA UND DER LETZTE DRACHE - Offizieller Trailer (deutsch/german) | Disney HD

TitelRaya und der letzte Drache (OUT: Raya and the Last Dragon)
Jahr2021
LandUSA
RegieDon Hall, Carlos López Estrada
DrehbuchQui Nguyen, Adele Lim
GenreAnimations-/Kinderfilm
DarstellerKelly Marie Tran, Awkwafina, Gemma Chan, Alan Tudyk, Daniel Dae Kim, Sandra Oh, Ross Butler, Benedict Wong, Patti Harrison, Lucille Soong, Izaac Wang, Thalia Tran, Jona Xiao, Sung Kang, Francois Chau, Christina Ann Zalamea, Maria Hönig
Länge114 Minuten
FSKab 0 Jahren freigegeben
VerleihDisney
Auf dem Filmposter zu Raya und der letzte Drache kämpfen Raya (Kelly Marie Tran) und Sisu (Awkwafina) Seite an Seite gegen das Böse.
Filmplakat zu Raya und der letzte Drache © Disney

Kampf gegen die Finsternis

Einst lebten in Kumandra Menschen und Drachen harmonisch zusammen. Doch eines Tages erschienen die Druun, finstere Monster, die alles Leben bedrohten. Um diese zurückzuschlagen, opferten sich die Drachen und retteten damit die Menschheit. Seitdem sind 500 Jahre vergangen und die Machtgier der Menschen sorgte dafür, dass die Druun zurückkamen und seitdem nach allem Leben trachten. Nur im Schutz des Wassers können die Menschen zurückgezogen überleben. Dieser Situation stellt sich die Kriegerin Raya (Kelly Marie Tran) entgegen, die nach Drachenmagie sucht, um die finsteren Wesen erneut zurückzuschlagen. Dabei stößt sie auf Sisu (Awkwafina) – dem letzten Drachen!

Fantasievolle Welt mit atemberaubenden Bildern

Nach zwei Fortsetzungen in Folge liefern die Disney Animation Studios wieder etwas Neues. Mit Raya und der letzte Drache erschuf Regisseur Don Hall (Baymax – Riesiges Robowabohu) zusammen mit Carlos López Estrada eine Welt, die sich von asiatischen Kulturen hat inspirieren lassen. Einflüsse aus Südostasien finden sich in der fiktiven Welt Kumandra wieder, die von unterschiedlichsten kulturellen Völkern besiedelt wird. Einflüsse von anderen Disney-Produktionen wie Black Panther sind dabei aber auch unverkennbar. Das sorgt für eine abwechslungsreiche, bunte und fantasiereiche Welt, die zu den größten Stärken des neuesten Animationsabenteuers des Mäusekonzerns gehört. Denn die fünf vorgestellten Regionen könnten unterschiedlicher nicht sein. Von saftig grünen Wäldern über eine weitreichende Wüste bis hin zu einer ausladenden Wasserlandschaft durchschreitet man immer wieder komplett gegensätzliche Klimazonen mit ganz eigenen kulturellen Ausprägungen. Diese zu entdecken macht einfach riesigen Spaß.

In Raya und der letzte Drache blickt Raya (Kelly Marie Tran) in einer Wüstenlandschaft in die Ferne, auf der Suche nach Drachenmagie.
Raya (Kelly Marie Tran) ist auf der Suche nach Drachenmagie, ehe sie in Kumandra vollkommen verschollen ist. © 2020 Disney. All Rights Reserved.

Raya und der letzte Drache ist von Anfang bis Ende einfach ein unglaublich unterhaltsames Abenteuer, das ein buntes Potpourri aus verschiedensten Einflüssen ist. Neben realen Inspirationen hat man sich auch von Genre-Klassikern wie der Indiana-Jones-Reihe einiges abgeschaut oder schielt auch mal Richtung Ghiblis Nausicaä – Prinzessin aus dem Tal der Winde, wenn Raya auf der Suche nach Drachenmagie durch die Wüste schreitet. Dabei profitiert die Welt von einer beeindruckenden Technik, die atemberaubende Bilder projiziert. Vor allem die Wassereffekte laden zum Staunen ein und kommen nicht gerade selten zum Einsatz, da Sisu ein Wasserdrache ist. Täuschend echt verfolgt man die Bewegungen der Wellen und Tropfen – beeindruckend. Dem stehen die Landschaftsaufnahmen in nichts nach, die bisweilen fotorealistisch anmuten und das Fernweh in jedem wecken dürften. Dazu unterstützt der kräftige Soundtrack die Bilder und sorgt im Zusammenspiel für eine stimmige Abenteuer-Atmosphäre.

Raya und der letzte Drache – eine typische Heldenreise

Audiovisuell bewegt man sich auf absoluten Spitzenniveau, inhaltlich hingegen aber nicht. Die Geschichte von Raya und der letzte Drache beschreibt im Kern eine typische Heldenreise, ohne große Wendungen oder Windungen. Mit dem Thema „Vertrauen“ gibt man dieser zwar eine zusätzliche Komponente, besonders tiefgehend und ergreifend ist das aber nicht. Da hat Pixar mit vielschichtigen Ideen wie in Soul oder Alles steht Kopf eindeutig die Nase vorn. Das ist aber nicht besonders schlimm, denn für seinen temporeichen Abenteuergedanken ist die Handlung absolut ausreichend und schafft es gerade im Finale durchaus, emotional zu werden. Überraschend dabei ist auch, dass man im Gegensatz zu Die Eiskönigin – Völlig unverfroren oder Vaiana – Das Paradies hat einen Haken komplett auf Gesangs- und Musicaleinlagen verzichtet. Denn mit Raya hat man auch keine klassische Prinzessin als Heldin, sondern eine waschechte Kriegerin. Musikalische Momente wären womöglich störend gewesen, aber auch so vergehen die knapp zwei Stunden wie im Flug.

Raya (Kelly Marie Tran) und der Drache Sisu (Awkwafina) stehen sich in Raya und der letzte Drache das erste Mal gegenüber.
Raya (Kelly Marie Tran) und Sisu (Awkwafina) lernen sich kennen. © 2021 Disney. All Rights Reserved.

Wie jede*r Held*in in einem Disney-Abenteuer hat auch Raya eine Sidekick spendiert bekommen. Dieser ist mit Tuk Tuk eine Mischung aus Pillendreher-Käfer, Mops und Hochgeschwindigkeits-Geländewagen. Das klingt verrückt? Ist es auch. Der erst kleine und dann große Freund ist ein liebenswerter Begleiter, der für einige Gags verantwortlich ist, aber nicht so dominant wie andere Disney-Sidekicks ist. Denn dafür tummeln sich im Laufe des Abenteuers zu viele Begleiter an der Seite Rayas. Von diesen bekommt jeder seine Momente und Späße, wodurch Raya und der letzte Drache immer wieder zum Schmunzeln anregt. Der große Star neben der Heldin ist dabei der titelgebende Drache Sisu, welcher mit seiner naiven und ehrlichen Art immer wieder herrlich trockene Sprüche raushaut. Gesprochen wurde er von der Rapperin Awkwafina, deren Aussehen auch eindeutig Pate für Sisus Äußeres stand.

Unser Fazit zu Raya und der letzte Drache

Die von südostasiatischen Kulturen und popkulturellen Einflüssen gezeichnete Welt von Don Hall und Carlos López Estrada zieht einen von der ersten Sekunde in ihren Bann. Audiovisuell auf höchstem Niveau inszeniert, erzählt Raya und der letzte Drache zwar eine typische und überraschungsarme Heldengeschichte, überzeugt aber mit sympathischen Figuren und atemberaubenden Bildern. Der Humor sitzt und Tempo sowie Ideenreichtum sorgen dafür, dass nie Langeweile aufkommt. Man erreicht zwar nicht das tiefgründige und emotionale Niveau der Pixar-Kollegen, liefert aber ein höchstunterhaltsames und hübsches Fantasy-Abenteuer ab, das in den aktuellen Zeiten für eine willkommen leichtfüßige Abwechslung sorgt.

Raya und der letzte Drache ist in Deutschland ab dem 05.03.2021 gegen eine VIP-Gebühr von 21,99 € und ab den 05.06.2021 ohne Aufpreis auf Disney+ abrufbar.

Unsere Wertung:

 

 

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