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Ring

Ring hat mittlerweile schon einige Jahre auf dem Buckel. Der Film erschütterte seiner Zeit die Fans des Horror Genres mit tollen Schockeffekten und einer beklemmenden Atmosphäre. Doch funktioniert Ring auch im Jahr 2019 noch so uneingeschränkt?

TitelRing (Originaltitel: The Ring)
Jahr2002
ProduktionslandUSA
RegieGore Verbinski
DrehbuchScott Frank, Ehren Kruger
GenreHorror, Thriller
DarstellerNaomi Watts, Brian Cox, Shannon Cochran, Sasha BarreseDaveigh Chase, Martin Henderson, David Dorfman, Lindsay Frost, Amber Tramblyn, Rachael Bella, Adam Brody, Pauley Perrette, Jane Alexander
Länge115 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihUniversal Pictures
Das Bluray Cover von Ring. © Universal Pictures Germany
Das Bluray Cover von Ring © Universal Pictures Germany

Sieben Tage.

Die Story von Ring

Rachel Keller (Naomi Watts) ist Journalistin und untersucht den mysteriösen Tod ihrer Nichte. Bei ihrer Recherche stößt sie auf ein unheimliches und verstörendes Video, das aus zusammenhangslosen, albtraumhaften Szenen besteht. Es dauert nicht lange und Rachel bekommt einen unbekannten Anruf, in dem ihr mitgeteilt wird, dass sie nur noch sieben Tage zu leben habe. Sie und ihr Umfeld sind anfangs noch ungläubig, doch es verdichten sich die Beweise, dass etwas nicht stimmt, ziemlich rapide. Unerklärliche Dinge geschehen und Rachel fällt es immer schwerer, Realität und Halluzinationen auseinander zu halten. Als auch ihr Sohn das unheilvolle Video in die Hände bekommt und es anschaut, wird ihr klar, dass sie schleunigst handeln muss. Kurzerhand versucht sie, gemeinsam mit ihrem Freund Noah (Martin Henderson), die Geheimnisse um das schaurige Video zu lüften. Doch die Zeit sitzt ihnen im Nacken und die paranormalen Ereignisse häufen sich.

Ein Horrorfilm, um den man als Genrefreund nicht herumkommt

Rachel (Naomi Watts) schaut sich in Ring das verhängnisvolle und verstörende Video an. © Universal Pictures Germany
Rachel (Naomi Watts) schaut sich in Ring das verhängnisvolle und verstörende Video an. © Universal Pictures Germany

Sie wohnt jetzt an einem dunklen Ort…

Ein jeder Horrorfan sollte um Ring von 2002 oder das japanische Original von 1998 nicht herumgekommen sein. Oder zumindest sollte einem das gruselige Mädchen mit den langen, schwarzen Haaren vor dem Gesicht, dass aus dem Fernseher steigt, ein Begriff sein. Dabei wird sowohl dem Original als auch dem Remake der Ruf als Genre-Ikone absolut zurecht nachgesagt. Schon der Beginn von Ring ist wunderbar atmosphärisch. Schnell wird wie aus dem Nichts ein erhebliches Maß an Spannung aufgebaut, das einen schaurigen Vorgeschmack auf die Geschehnisse gibt, die noch folgen. Ring zieht einen direkt seinen Bann und trumpft mit einem spärlichen, aber verdammt effektvollen Soundtrack auf, bei dem sich die Nackenhaare aufstellen. Auch das oftmals leichenblasse und entsättigte Szenenbild unterstreicht diese wohlige Gruselstimmung mit Bravour.

Der Streifen spielt in vielen Szenen erfreulich mit der Erwartungshaltung und lässt einen, dank hervorragender Platzierung der intensiven Schockeffekte, nicht allzu selten unerwartet aufschrecken. Plump wirken die Jumpscares dabei so gut wie nie und diese wachrüttelnden Schocker haben es in sich. Trotz des heftigen Spannungsfeuerwerks in den ersten Minuten baut der Film den Nervenkitzel konsequent weiter auf. Auch wenn man hier über den einen oder anderen Durchhänger im Mittelteil hinwegsehen muss, zieht sich ein stets beklemmender Grundtonus durch die gesamte Laufzeit von Ring.

Horror, der nachwirkt

Samantha in der Nervenheilanstalt in Ring. © Universal Pictures Germany
Samara in der Nervenheilanstalt in Ring. © Universal Pictures Germany

Dieses Flüstern, man hörte es die ganze Zeit. In der Nacht, wenn man schlief… Und dann die Bilder…

Man weiß, dass ein Horrorfilm alles richtig gemacht hat, wenn er einem auch noch Tage nach der Sichtung im Kopf umher spukt. Gerade mit der Gestaltung des Videos, das einen in sieben Tagen umbringt, hat Regisseur Gore Verbinski (A Cure for Wellness) eine kleine Meisterleistung hingelegt. Das Video ist verstörend, erdrückend, paralysierend, surreal und subtil. Man kann seinen Blick einfach nicht abwenden. Es ist audiovisuell ein wahrhaftes Grauen und das im denkbar positivsten Sinn. Außerdem habe ich mich des Öfteren dabei erwischt, dass meine Augen in einigen der fesselnden Gruselszenen zum Bildschirmrand wanderten, in der Erwartung, ansonsten einen Herzinfarkt zu erleben. Gerade gegen Ende hin bäumt sich Ring noch ein letztes Mal spannungstechnisch enorm auf und versetzt Protagonisten und Zuschauer in Angst und Schrecken.

Mein Fazit zu Ring

Gore Verbinski spielt die Klaviatur des Horrors in Ring mit einem äußerst talentierten Händchen. Der Streifen gehört für mich, neben The Grudge, zu einem der besten amerikanischen Remakes asiatischem Horror-Stoffs. Dabei überzeugt der Film mit einem perfiden Spannungsaufbau, einer schaurigen Atmosphäre und überwiegend erstklassigen Schockeffekten. So wird auch diese Sichtung definitiv nicht der letzte ungemütliche Filmabend mit Samara gewesen sein.

Das TV Programm heutzutage lässt wohl etwas zu wünschen übrig... © Universal Pictures Germany
Das TV Programm heutzutage lässt wohl etwas zu wünschen übrig… © Universal Pictures Germany

Ring ist ab dem 7. Februar 2019 endlich auch als Blu-ray, DVD und Video on Demand erhältlich!

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Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

Handlung/Dramaturgie
2
Figuren/Schauspieler
2
Ausstattung/Schauplätze
2
Form
2
Hintergrund
2
Vergleich im Genre
2
Durchschnitt:
  yasr-loader

© Universal Pictures Germany

FilmFreund

Ein Tag ohne einen Film ist wie ein Sommer ohne Sonne. :)
Filme sind für mich mehr als nur einfacher Eskapismus oder psychedelischer Zeitvertreib; Was jetzt nicht bedeuten soll, dass ich mich mit der Möglichkeit via Filmen andere Leben zu (er)leben nicht auch gerne mitunter vordergründig hingebe.
Ich bin offen für jedes einzelne Genre und lasse mich eigentlich gerne positiv überraschen, greife aber eher zum hundertelfzigsten mal zu einem bekannten Film, statt mich sofort ins "Neuland" zu stürzen.
Mit FilmToast habe ich eine tolle Plattform gefunden, meine Gedanken ansprechend niederzuschreiben und ich freue mich stets über regen Austausch unter Gleichgesinnten, aber ebenso unter Ungleichgesinnten.
Und jedem, der so weit gelesen hat, wünsche ich noch einen tollen Tag.
(^-^)/

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