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Kevin Costner als Robin Hood zielt mit gespanntem Bogen

Robin Hood – König der Diebe

Er nimmt es von den Reichen und gibt es den Armen – in Robin Hood – König der Diebe spielt Kevin Costner den berühmten Bogenschützen. Ob er uns damit auch heute noch ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, erfahrt ihr hier!

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TitelRobin Hood – König der Diebe
Jahr1991
LandUSA
RegieKevin Reynolds
DrehbuchPen Densham, John Watson
GenreAbenteuer, Action
DarstellerKevin Costner, Morgan Freeman, Christian Slater, Alan Rickman, Mary Elizabeth Mastrantonio, Sean Connery
Länge137 Minuten (Kinofassung); 143 Minuten (Langfassung)
FSKab 12 Jahren freigegeben
VerleihNSM Records/Alive AG
Das Mediabook von Robin Hood - König der Diebe
Das Mediabook zum Film © Al!ve

Die Handlung von Robin Hood – König der Diebe

Im Jahr 1194 sitzt der Adelige Robin von Locksley (Kevin Costner) schon längere Zeit in Kriegsgefangenschaft in Jerusalem, wohin ihn die Kreuzzüge unter Richard Löwenherz (Sean Connery) geführt haben. Doch zusammen mit dem dunkelhäutigen Mauren Azeem (Morgan Freeman), der ihm die Treue schwört, gelingt ihm die Flucht bis nach England. In seiner Heimat muss er jedoch feststellen, dass sein Vater getötet und dessen Burg niedergebrannt wurde. Nur der Diener Duncan (Walter Sparrow) hat überlebt und weiß zu berichten, dass der Sheriff von Nottingham (Alan Rickman) sich zusammen mit seinem Vetter und Gefolgsmann Guy von Gisborne (Michael Wincott) die Ländereien der Locksleys unter den Nagel gerissen hat. Auch die Maid Marian (Mary Elizabeth Mastrantonio), die Robin aus Kindheitstagen kennt, hat nur Schlechtes über die Machenschaften der beiden zu vermelden.




Schnell gerät auch Robin mit seinem Begleiter in den Fokus des Sheriffs, da er den Lynchmord eines Kindes durch die Männer des Sheriffs verhindert und dabei mehrere seiner Gefolgsleute tötet. So flüchten das ungleiche Paar aus Christ und Muslim notgedrungen in den Sherwood Forrest, wo Geister ihr Unwesen treiben sollen. Doch sie finden dort alles andere als tote Gestalten, sondern eine Bande von Verstoßenen. Robin schwingt sich zu ihrem Anführer auf und führt sie zu einer Rebellion gegen den Sheriff von Nottingham und seine Schergen.

Robin Hood – ein Stoff, viele Filme

Bereits seit der Stummfilmzeit erfreuen sich Robin-Hood-Verfilmungen großer Beliebtheit. Bis heute ist der im klassischen Grün gekleidete Bogenschütze und Vagabund, dessen Geschichte sich aus mehreren mittelalterlichen Balladen entwickelte, in über 20 Filmen und Fernsehserien aufgetreten. Unvergessen ist vor allem die charmante Zeichentrick-Fassung von Disney aus dem Jahr 1973. Hier werden alle Figuren als Tiere dargestellt. Während diese kindgerechte Version mehr auf Wettkämpfe und Listen setzte, stellte Ridley Scotts Neuinterpretation mit Russell Crowe von 2010 die kriegerischen Konflikte in den Mittelpunkt. Anfang 2019 misslang schließlich der Versuch, Robin Hood mit Taron Egerton einen modernen Anstrich zu verpassen.

Kevin Costner als Robin Hood zielt mit gespanntem Bogen
Was wäre Robin Hood ohne seinen Bogen? © Al!ve

Weit vor den insgesamt schwachen Neuauflagen der 2010er-Jahre wollten 1991 gleich zwei Filme die Geschichte von Robin von Locksley erzählen. Doch wohingegen der TV-Film Robin Hood – Ein Leben für Richard Löwenherz mit Uma Thurman schnell in der Versenkung verschwand, übt Kevin Reynolds König der Diebe auch heute noch einen gewissen Reiz aus. Nicht umsonst erscheint der Film nun noch einmal als Special Edition, im Steelbook und Mediabook, mit Kino- und Langfassung.

Ein klassisches Abenteuer…

Robin Hood – König der Diebe ist mit seinen mittlerweile fast 30 Jahren auf dem Buckel noch ein Abenteuerfilm vom alten Schlag. Der durch den Krieg geläuterte, aber alsbald strahlende Held Robin von Locksley verwandelt sich postwendend in Robin Hood, als er die schreiende Ungerechtigkeit des Sheriffs von Nottingham am eigenen Leib als auch an anderen einfachen Menschen erleben muss. Fortan stiehlt er die Besitztümer der Reichen, um das Überleben der Armen zu sichern. Doch damit verschärft er eigentlich den Konflikt. Denn die Privatfehde zwischen Bilderbuchheld Robin Hood und dem Sheriff als Superschurken wird auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen. Je mehr Robin rebelliert, desto härter bestraft sein Gegenspieler die Menschen. Doch diese Problematik interessiert den Film weniger. Dafür sorgt die einfache Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere und besonders des grenzenlos bösartigen Sheriffs, den Alan Rickman mit genussvollem Overacting zum schmierigen Oberbösewicht stilisiert.

Alan Rickman als Sheriff von Nottingham mit Langhaarfrisur und schwarzer Robe
Alan Rickman spielt den Sheriff von Nottingham als schmierigen Bösewicht © Al!ve

Ihm gegenüber steht Sonnyboy Costner, der mit seinem kalifornischen Charme erst einmal so gar nicht in das triste England-Setting passen mag. Wenn sich im Originalton plötzlich amerikanischer Akzent mit aufgesetzter britischer Ausdrucksweise mischen, so ist das schon ein deutlicher Fauxpas. Nach seinem grandiosen Regie- und Schauspielerfolg in Der mit dem Wolf tanzt aus dem Vorjahr führte allem Anschein nach aber kein Weg an ihm vorbei. Zum Glück kommt Costner die Geschichte zugute. Denn der einstige feine Adelige landet nun als mittelloser Mann im Sherwood Forest, wo er auf Little John und seine Mannen trifft. So sind Frotzeleien über seine edle Herkunft vorprogrammiert und sorgen für den einen oder anderen Lacher. Hier ist zunächst Überzeugungsarbeit und Training gefragt, ehe Robin aus den einfachen, versteckt im Wald lebenden Leuten eine schlagkräftige Truppe formt, die den Soldaten des Sheriffs Paroli bieten kann.

…für Groß und Klein

Das Herzstück von Robin Hood – König der Diebe sind neben den tollen Wald- und Burgkulissen die Darsteller. Morgan Freeman mimt den treuen Araber Azeem, der sich in England der einen oder anderen Diskussion um Glauben und Religion stellen muss. Ein junger Christian Slater gibt als Will Scarlett aus Little Johns Bande einen gefährlichen Heißsporn, den Robin zu bändigen hat. Das klassische Love Interest darf in diesem Film ebenfalls nicht fehlen und wird von Mary Elizabeth Mastrantonio (Abyss) verkörpert.

In der breiten Auswahl an Verfilmungen stellt Kevin Reynolds Interpretation wohl eine der rundesten und unterhaltsamsten Fassungen dar. Trotz seiner bereits genannten Schwächen und der modischen Geschmacksverirrungen der 90er Jahre funktioniert der König der Diebe hervorragend als klassisches Heldenabenteuer für junge und erwachsene Zuschauer gleichermaßen. Einerseits führt der Kampf gegen das Böse und für Gerechtigkeit und Frieden zu vielen ansprechend choreographierten Gefechten und Duellen. Hier werden Robins erstaunliche Fähigkeiten als Bogenschütze ein ums andere Mal spektakulär dargestellt.

Morgan Freeman spielt den Araber Azeem © Al!ve

Andererseits lockern die mittlerweile fürs Blockbusterkino typischen Gags und witzigen Einlagen die Stimmung auf. Sei es das betrunkene aber listige Gehabe von Bruder Tag oder der Umstand, dass Robin nicht weiß, wie ein Fernglas funktioniert. Es ist ein unvergesslicher Moment, wenn er dabei versucht, auf hunderte Meter weit entfernte Gegner einzustechen. So ist es auch kein Zufall, dass nur zwei Jahre später mit Robin Hood – Helden in Strumpfhosen eine Slapstick-Parodie des Films erschien, die genau dieses humoristische Potential voll ausspielte.

Der König der Robin-Hood-Verfilmungen?

Robin Hood – König der Diebe ist maßgeschneidertes Popcorn-Kino, das selbst in seiner Langfassung mit gut zweieinhalb Stunden Laufzeit angenehm kurzweilig und unterhaltsam daherkommt. Dafür sorgt der namhafte Cast um Superstar Kevin Costner, Golden-Globe-Gewinner Morgan Freeman, dem jungen Christian Slater und natürlich Alan Rickman. Die tollen mittelalterlichen Kostüme und Kulissen bilden dafür den passenden Hintergrund. So mag Kevin Reynolds alles in allem einen etwas glattgebügelten Film mit formelhaften Charakteren gedreht haben, aber die Mischung aus Abenteuer, Action und Romanze ist einfach überzeugend.

Unsere Wertung:

 

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