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Samantha O’Hara (Megan Fox) lauert mit ihrem Söldnertrupp im Hinterhald und gibt ihnen in Rogue Hunter Anweisungen.

Rogue Hunter

Action satt in Afrika. In Rogue Hunter schickt M.J. Bassett (Silent Hill: Revelation) Megan Fox (Transformers) als Anführerin eines Söldnerteams in den Kampf gegen brutale Terroristen. Ob sich der Action-Ausflug in die Wildnis Afrikas lohnt, könnt ihr hier nachlesen.

ROGUE HUNTER | Trailer (Deutsch / German) | 2021 | Action

TitelRogue Hunter (OT: Rogue)
Jahr2020
LandGroßbritannien, Südafrika
RegieM.J. Bassett
DrehbuchM.J. Bassett, Isabel Bassett
GenreAction
DarstellerMegan Fox, Philip Winchester, Calli Taylor, Jessica Sutton, Lee-Anne Liebenberg, Brandon Auret, Adam Deacon, Sisanda Henna, Greg Kriek, Kenneth Fok
Länge105 Minuten
FSKab 18 Jahren freigegeben
VerleihSquareOne Entertainment
Megan Fox präsentiert sich auf dem Cover zu Rogue Hunter als taffe Söldneranführerin.
DVD-Cover zu Rogue Hunter © Leonine

Heiße Verfolgungsjagd in der Wildnis

Inmitten der Wildnis Afrikas sollen Samantha O’Hara (Megan Fox) und ihr Team die gekidnappte Tochter eines Gouverneurs befreien. Die Befreiung gelingt, doch heften sich die Terroristen vehement an die Fersen der Söldnertruppe. Nach einer langen Verfolgungsjagd findet das Team Unterschlupf auf einer verlassenen Farm, die zuvor von Wilderern beheimatet wurde. Dort wurden Löwen für den Weiterverkauf gefangen gehalten und missbraucht. Doch schnell zeigt sich, dass die Anlage nicht so verlassen ist, wie es den Anschein hat.

Megan Fox als taffe Söldnerin

Schon seit Kindheitstagen ist M.J. Bassett fasziniert von der Tierwelt und Natur. Direkt nach der Schule war sie sogar eine kurze Zeit als Assistentin für Tierdokumentationen unterwegs. Nach Ausflügen in das Horror-Genre (Deathwatch, Silent Hill: Revelations) zu Beginn ihrer Karriere und in die TV-Landschaft (Strike Back, Ash vs Evil Dead) in den letzten Jahren, widmet sich die Regisseurin nun endlich wieder ihrer großen Leidenschaft. Zusammen mit ihrer Tochter Isabel Bassett schrieb sie an einem Drehbuch, dass die Wildnis Afrikas und den Schutz der Tiere thematisiert. Vor diesem Hintergrund inszenierte sie mit Rogue Hunter nun einen krachenden Action-Film, für den sie sogar Megan Fox zurück ins Genre holen konnte. Denn nach der demütigenden Zusammenarbeitet mit Michael Bay in den Transformers – und Teenage-Mutant-Hero-Turtles-Filmen hatte sie erstmal die Nase voll von derartigen Themen.

Samantha O’Hara (Megan Fox) kämpft sich mit ihrem Söldnertrupp vollbewaffnet durch die kompromisslose Wildnis Afrikas
Samantha O’Hara (Megan Fox) marschiert voran und führt den Söldnertrupp durch die Wüste Afrikas. © Leonine

Nun ist die ehemals als „Sexsymbol“ vermarktete Darstellerin zurück im Action-Spiel und dabei taffer denn je. Als Anführerin der Söldnertruppe gibt sie die Kommandos und versucht sie durch die Mission zu bringen. Schade ist dabei nur, dass ihre Figur recht stoisch ausgelegt ist, die hart an ihrer Linie festhält. Als zu Beginn neben der entführten Tochter noch zwei weitere gefangene Frauen entdeckt werden, zögert sie, bis sie auch diese befreit. Dieser Mangel an Empathie zu Beginn, macht ein mitfiebern erstmal nicht leichter. Das ändert sich zwar im Laufe des Films durchaus etwas, volle Sympathiepunkte kann sie letztlich aber nicht abräumen. Das ist schade, da sie als Hauptfigur und Ankerpunkt für den Zuschauer aufgebaut und vermarktet wird. Absolut lobenswert ist dagegen ihr optisches Auftreten, dass komplett weg von der sexistischen Darstellung in den Transformers-Filmen ist.

Rogue Hunter mit Daueraction ohne Bumms

Nun besteht Rogue Hunter nicht nur aus M.J. Bassetts Leidenschaft für die Natur und der Rückkehr von Megan Fox ins Action-Geschäft. Man möchte natürlich unterhalten und dabei sogar eine Botschaft vermitteln. Letztere kommt aber in voller Holzhammermethode und wird zum Abspann textuell untermauert. Subtil ist hier gar nichts, wenngleich die Absichten aller Ehren wert sind. Aber auch diese können einen Film nicht allein tragen und so bleibt hier in erster Linie die gefühlte Daueraction des ersten Drittels in Erinnerung. Da wird geschossen und verfolgungsgejagt was das Zeug hält. Das ist auch ordentlich produziert und inszeniert, wodurch Action-Fans durchaus auf ihre Kosten kommen. Nur besonders ausgefallene oder einzigartige Stunts sollte man dabei nicht erwarten.

In der Anlage der Terroristen explodieren Autos und Gebäude, während diese davor flüchten.
Laute Explosionen dürfen in einem Action-Film wie Rogue Hunter nicht fehlen. © Leonine

Nach der Daueraction gibt’s dann erstmal eine ordentliche Pause, die genutzt wird um seine Figuren näher zu beleuchten. Gelingen tut das nur bedingt, dafür kommen neue „Mitspieler“ ins Gefecht. Eine blutdürstige Löwin kreuzt den Weg der Auseinandersetzung und gibt der wieder entflammten Action einige brauchbare Überraschungsmomente. Nur sieht man leider an der Effektqualität des Tieres, dass das Budget nicht allzu üppig war. Dadurch wirken manche Momente unfreiwillig komisch, frischen das Szenario aber durchaus auf. Denn spannend wird es aufgrund der eindimensional definierten Figuren nicht. Mitfiebern ist nicht angesagt und so versandet die Action letztlich unspektakulär in der Savanne Afrikas und Rogue Hunter damit wohl ziemlich schnell in der Unmenge an durchschnittlichen Action-Filmen.

Unser Fazit zu Rogue Hunter

Rogue Hunter ist so simpel und actionreich konzipiert wie ein Mad Max: Fury Road, aber zu keiner Sekunde so durchgeknallt und außergewöhnlich produziert und inszeniert wie George Millers Ausnahme-Come-Back. Die Dauer-Action nutzt sich hier schnell ab und schwenkt in Langeweile um, da man zu keiner Sekunde mit den Figuren fiebert. Der Löwen-Part ist ambitioniert aber letztlich halbherzig integriert, wodurch Megan Fox‘ Action-Comeback zwar kurzweilig, aber auch unglaublich vergessenswert ist. Schade um den lobenswerten Tierschutz-Gedanken.

Rogue Hunter ist ab dem 05.03.2021 digital sowie auf DVD und Blu-ray erhältlich.

Unsere Wertung:

 

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