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Sieben Minuten nach Mitternacht

Sieben Minuten nach Mitternacht erzählt vom Gefühlsleben eines 12-jährigen, der mit seiner häuslichen Situation überfordert ist. Eines Nachts erscheint ein Monster vor seinem Haus, um ihm 3 Geschichten zu erzählen. Ob sich dieser außergewöhnliche Fantasyfilm lohnt, erfahrt ihr im Folgenden!

SIEBEN MINUTEN NACH MITTERNACHT | Trailer 2 | Deutsch German | Jetzt im Kino!

TitelSieben Minuten nach Mitternacht (OT: A Monster Calls)
Jahr2016
ProduktionslandUSA, Spanien
RegieJuan Antonio Bayona
DrehbuchPatrick Ness
GenreFantasy
DarstellerLewis MacDougall, Sigourney Weaver, Felicity Jones, Toby Kebbell, Ben Moor, James Melville, Oliver Steer, Dominic Boyle, Geraldine Chaplin, Liam Neeson
Länge109 Minuten
FSKAb 12 Jahren freigegeben
VerleihStudioCanal
Blu-ray Cover von "Sieben Minuten nach Mitternacht" by StudioCanal
Blu-ray Cover von „Sieben Minuten nach Mitternacht“ by ©StudioCanal

Sieben Minuten nach Mitternacht – Handlung

Der 12-jährige Conor O’Malley lebt zusammen mit seiner schwer kranken Mutter. Da sie zu schwach ist um sich regelmäßig um den Haushalt und ihr Kind kümmern zu können, kommt Conor’s Großmutter öfter vorbei. Sie zeigt gegenüber dem Kleinen keinerlei Gefühle oder Liebe, lässt jedoch durchblicken, dass er wohl eines Tages bei ihr leben muss. Auch außerhalb der Familie läuft es für ihn alles andere als gut. In der Schule ist er ein Außenseiter und wird von Harry und seiner Clique regelmäßig verprügelt.

Conor wird häufig von einem Albtraum heim gesucht, in dem die alte Friedhofskirche in ein sich plötzlich auftuendes Loch stürzt und seine Mutter droht mit hinunter zu reißen. Er versucht verzweifelt sie festzuhalten, doch sie stürzt in die dunkle Tiefe. Und das fast jede Nacht. Als eine Art Therapie zeichnet Conor, das hat er von seiner Mutter.

Eines Nachts schreckt er, exakt 7 Minuten nach Mitternacht, erneut aus einem Albtraum auf. Plötzlich steht die alte Eibe, die normalerweise auf dem Friedhofshügel steht, im Garten und spricht zu ihm. Sie kündigt an ein paar Mal wieder zu kommen und ihm insgesamt 3 Geschichten zu erzählen. Dann ist es Zeit für die 4. Geschichte – seine Geschichte, die er der Eibe erzählen muss.

Das Monster und Conor (Lewis MacDougall) in "Sieben Minuten nach Mitternacht" by StudioCanal
Das Monster und Conor (Lewis MacDougall) in „Sieben Minuten nach Mitternacht“ by ©StudioCanal

Cast

Der 12-jährige Conor wird von Lewis MacDougall dargestellt. Conor ist sehr unsicher, hat nur seine Mutter als Rückhalt und wird außerhalb der Familie gemobbt. Er ist mit seiner Gefühlswelt überfordert. MacDougall wurde für etliche Preise nominiert, darunter der „Critic’s Choice Award“ für „Bester Jungdarsteller“. Er spielte ebenso in Pan von 2015.

Sigourney Weaver tritt als Conor’s Großmutter in Erscheinung. Sie ist streng, sehr ruhig und zeigt gegenüber Conor keinerlei Anzeichen von Liebe. Weaver wurde 3 mal für den Oscar nominiert und gewann 2 mal den Golden Globe. Bekannt ist sie unter anderem aus der Alien-Saga, The Village und Avatar – Aufbruch nach Pandora.

Das emotionale Gegenstück zu seiner Großmutter, liefert Felicity Jones als Conor’s Mutter. Sie ist todkrank und viel zu schwach, als dass sie sich um Conor kümmern könnte. Sie liebt ihn jedoch endlos und er erwidert diese Liebe. Jones konnte man in The Amazing Spider-Man 2, Collide oder 2016 in Rogue One: A Star Wars Story sehen.

Conor (Lewis MacDougall) und das Monster (Liam Neeson) in "Sieben Minuten nach Mitternacht" by StudioCanal
Conor (Lewis MacDougall) und das Monster (Liam Neeson) in „Sieben Minuten nach Mitternacht“ by ©StudioCanal

Schauplätze

Das meiste spielt sich in dem Haus von Connor’s Familie, dem nahe gelegenen Friedhof mit der Kirche, wo auch die Eibe steht, der Schule von Connor und in der farbenprächtigen Wasserfarben-Welt, der Geschichten des „Monsters“, ab.

Originalschauplätze sind die englische Stadt Bolton, in Linthwaite und in der Woods Terrace und der Peel Street in Marsden, Huddersfield statt. Zudem wurde die Colne Valley High School in Huddersfield als Drehort genught. Ebenso wie das Glossopdale Community College in Derbyshire. 2014 wurde die Landschaft des Rivington Pike, in der Nähe des Pigeon Towers in Rivington, in der Grafschaft Lancashire gefilmt. Zusätzlich drehte man im Parc Audiovisual der Catalunya Studios in Terrassa (Spanien).

Connor im Alter von 5 Jahren (Max Golds) und seine Mutter Lizzie (Felicity Jones) in "Sieben Minuten nach Mitternacht" by StudioCanal
Connor im Alter von 5 Jahren (Max Golds) und seine Mutter Lizzie (Felicity Jones) in „Sieben Minuten nach Mitternacht“ by ©StudioCanal

Form

Der Film wurde größtenteils aus der Sicht des kleinen Conor gedreht. Mit ihm zusammen erkundet der Betrachter seine Welt. Die Kamera geht dabei des Öfteren recht nah an das Geschehen heran und fängt so die Mimik der Protagonisten detailiert ein.

Das schön und genau gestaltete CGI-Monster besucht ihn um seine Geschichten erzählen zu können. Diese werden in Wasserfarben präsentiert. Das sieht faszinierend aus und fesselt den Zuschauer.

Die Musik wurde von Fernando Velázquez komponiert. Er nahm sie mit dem baskischen Sinfonieorchester auf.

Zu alt, um ein Kind zu sein: Conor (Lewis MacDougall) in "Sieben Minuten nach Mitternacht" by StudioCanal
Zu alt, um ein Kind zu sein: Conor (Lewis MacDougall) in „Sieben Minuten nach Mitternacht“ by ©StudioCanal

Hintergrund

Sieben Minuten nach Mitternacht basiert auf dem gleichnamigen Jugendbuch des US-Schriftstellers Patrick Ness von 2011. Die Idee stammt von Siobhan Dowd. Diese konnte ihre Idee jedoch nicht mehr zu Papier bringen, da sie 2007 nach jahrelangem Kampf, mit 47 Jahren, ihrem Brustkrebs erlag.

Das Drehbuch von Patrick Ness stand im Jahr 2013 auf der „Blacklist der besten unverfilmten Ideen Hollywoods“.

Der Schauspieler Liam Neeson gab dem „Monster“ seine Stimme und hat zudem einen Cameo-Auftritt. Bernd Rumpf, die deutsche Stimme von Neeson, sprach das „Monster“ in der deutschen Fassung.

In Sieben Minuten nach Mitternacht werden Themen wie das Sterben, schwere Krankheiten, Familientragödien, Albträume und ihre Bedeutung behandelt. Aber es geht auch um die Fragen ob es immer ein Richtig und Falsch gibt und ob jeder „Gute“ auch immer nur gut handelt.

Schönes Artwork von Conor und dem Monster in "Sieben Minuten nach Mitternacht" by SudioCanal
Schönes Artwork von Conor und dem Monster in „Sieben Minuten nach Mitternacht“ by ©SudioCanal

Unser Fazit zu Sieben Minuten nach Mitternacht

Juan Antonio Bayona liefert uns hier einen sehr nachdenklichen, fast schon bedrückenden Film. Es ist kein typischer „Gute Laune“-Fantasy, sondern schwere Kost. Gerade durch die Kamera, die sehr nahe am Geschehen ist, wird das unterstrichen, es gibt etliche stille Momente, die man auf sich wirken lassen sollte.

Der Cast ist erstklassig, alle spielen glaubwürdig und mit absoluter Hingabe. Vor allem der kleine Junge gefällt sehr gut in seiner Rolle. „Das Monster“ ist ebenfalls detailreich gestaltet und seine Stimme ist mächtig und passt einfach. Wenn es sich bewegt, knarzt und knirscht alles. Hat mir gut gefallen.

Wenn man den Fakt mit einbezieht, dass Siobhan Dowd ihre Idee nicht mehr aufschreiben konnte, da sie an Krebs starb, erscheint der Film dann sogar noch etwas ernster. Denn die große Thematik ist der Krebs und das Sterben. Wie gehen Angehörige damit um und vor allem das eigene Kind.

„Wenn niemand dich sieht, existierst du dann überhaupt?“

Sieben Minuten nach Mitternacht sollte man am besten zu zweit oder mit mehreren Leuten sehen, denn er regt zum Nachdenken und vor allem zum Diskutieren an. Er ist düster und traurig. Die schön gestalteten Geschichten des „Monsters“ jedoch fügen dem Machwerk auch eine bezaubernde optische Komponente hinzu.

Unsere Wertung:

 

 

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1 Kommentar

  • Wow, der Trailer! Gänsehaut pur! Den muß ich unbedingt sehen, wurde mir von Benny schon nahe gelegt. Erinnert mich ein bißchen an Pans Labyrinth.