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Split

James McAvoy brilliert erneut als Charakterdarsteller.

Jahr2016
ProduktionslandUSA
RegieM. Night Shyamalan
DrehbuchM. Night Shyamalan
GenreThriller, Horror
DarstellerJames McAvoy, Anya Taylor-Joy, Haley Lu Richardson, Jessica Sula, Betty Buckley
Länge118 Minuten
FSKAb 16 Jahren freigegeben
VerleihUniversal Pictures Germany
Cover von Split aus 2017 von ©Universal Pictures
Cover von Split aus 2017 von ©Universal Pictures

Dem Regisseur M. Night Shyamalan standen nach der Jahrtausendwende in Hollywood alle Türen offen. Er wurde für Filme wie „The Six Sense“ und „Signs“ völlig zu Recht gefeiert und galt als begnadeter Regisseur. Danach bekam er für einige Filme (u.a. „After Earth“) aber auch viel Kritik und verschwand fast ein wenig in der Versenkung. Nachdem er 2015 mit „The Visit“ meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Comeback feierte, folgte nun der Film „Split“. In der Hauptrolle brilliert James McAvoy. Ich bin ohnehin ein großer Fan von ihm, aber was er hier abliefert, sucht seines Gleichen. In manchen Szenen wechselt er mehrfach zwischen verschiedenen Persönlichkeiten (sogar eine Frau und ein 9jähriger) ohne dabei albern zu wirken. Eine absolute Paraderolle für ihn. Die Nebenrollen sind bis auf Betty Buckley nicht wirklich optimal besetzt.

Kommen wir mal zur Handlung: Der Film braucht nicht lang um das Spannungslevel aufzubauen. Er beginnt mit 3 Freundinnen, die von einem Vater nach Hause gebracht werden sollen. Im Auto werden sie von Kevin (James McAvoy), der den Vater am Kofferraum überwältigt hat, betäubt und entführt. Er bringt sie zu sich nach Hause und sperrt sie in einem Zimmer ein. Seine Absichten lassen sich nur schwer erkennen. Allmählich kommt auch seine Schizophrenie zum Vorschein. Da die Mädchen dies aber nur sporadisch mitbekommen, sind sie natürlich extrem verunsichert und wissen nicht was ihnen noch bevorsteht. Parallel zu diesem Handlungsstrang sucht Kevin regelmäßig seine Psychologin auf. Zu dieser pflegt er ein sehr vertrautes Verhältnis. Sie kennt auch alle seine bis dato 23 Persönlichkeiten und deren Verhaltensweisen. Jedoch scheint sein Unterbewusstsein dies allmählich steuern zu können, sodass er die Persönlichkeiten mit bösen Absichten vor ihr einigermaßen geheim halten kann. Sie spürt mit der Zeit, dass etwas nicht stimmt. Scheinbar ist eine 24. Persönlichkeit kurz vor dem Ausbruch: Die Bestie.
Viel mehr möchte ich zur Handlung hier jetzt gar nicht verraten, schließlich wollen einige den Film ja auch noch sehen 😉

Fazit: Der Film hat genau das, was ich mir von ihm versprochen habe. Eine wahnsinnig guten Hauptdarsteller, eine gut abgestimmte Atmosphäre und eine sehr spannende Thematik. Durch den Part der Psychologin erfährt man viel Theoretisches über Persönlichkeitsstörungen. Es sind viele nicht nachgewiesene Theorien mit eingestreut. Auch wenn manches vielleicht nur wirre Fantasien sind, sind auch viele spannende Sachen mit dabei. Z.B. dass sich zwischen den verschiedenen Persönlichkeiten auch die Körperchemie ändern kann. Eine hat bspw. Diabetis und die nächste ist gegen Bienenstiche allergisch. Das alles fand ich super interessant und es war auch gut rüber gebracht. Allerdings wird manches an ein paar Stellen etwas zu sehr überspitzt und das hat mir den Film etwas kaputt gemacht. Dafür gab es quasi mit der Schlussszene nochmal einen Twist, der den ganzen Film wieder in einem anderen Licht erscheinen lässt und man könnte ihn eigentlich gleich nochmal von vorn gucken. Also schlussendlich bleibt festzuhalten, dass es in der Summe ein sehr gelungener Psychothriller ist, der leider etwas unter seinen schwachen Nebendarstellern und der zum Schluss etwas übertriebenen Darstellung des Krankheitsbildes leidet. Ansonsten aber trotzdem absolut empfehlenswert.

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

Handlung/Dramaturgie
2
Figuren/Schauspieler
2
Ausstattung/Schauplätze
2
Form
2
Hintergrund
2
Vergleich im Genre
2
Durchschnitt:
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© Universal Pictures Germany

Benjamin Bartsch

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