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Sarah (Nicole Brydon Bloom) schaut mit blutüberströmten Gesicht entsetzt in die Nacht hinein und ist schockiert über die vergangenen Ereignisse.

The Apartment – Willkommen im Alptraum

Wenn die neue Wohnung vom Traum zum Alptraum wird. In The Apartment – Willkommen im Alptraum wird genau das zur Realität und ist die Grundlage für einen Horror-Thriller. Lohnt sich der Einzug?

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TitelThe Apartment – Willkommen im Alptraum (OT: 1BR)
Jahr2019
LandUSA
RegieDavid Marmor
DrehbuchDavid Marmor
GenreHorror, Thriller
DarstellerNicole Brydon Bloom, Giles Matthey, Taylor Nicols, Alan Blumenfeld, Naomi Grossman, Celeste Sully, Susan Davis, Clayton Hoff, Earnestine Phillips
Länge90 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihKoch Films
Das Cover zu The Apartment - Willkommen im Alptraum zeigt im Hintergrund den Gebäudekomplex, in dem sich die Handlung abspielt. Im Vordergrund sieht man das Gesicht von Protagonisten Sarah (Nicole Brydon Bloom) mit einer über die Wange laufenden Träne.
Blu-ray Cover zu The Apartment – Willkommen im Alptraum © Koch Films

Perfektes neues Heim?

Die Wohnungslage in L.A., der Stadt der erfüllten und vielen unerfüllten Träume, ist nicht gerade leicht. Umso mehr freut sich die junge Sarah (Nicole Brydon Bloom), dass sie in einem schicken Apartmentkomplex eine Bleibe ergattern konnte. Sie hat sich erst vor kurzem von ihrem Elternhaus abgenabelt und möchte in L.A. nun ihre Träume als Kostümdesignerin verwirklichen. Doch der perfekte erste Eindruck vom neuen Heim trügt. Mysteriöse Geräusche in der Nacht und seltsames Verhalten von so manchen Mitbewohnern sind erst der Anfang. Denn schneller als ihr lieb ist bekommt Sarah die dunklen Geheimnisse der Wohnanlage zu spüren.

Gemächlicher Anfang, spannenderer Abgang

Drei Kurzfilme und eine TV-Folge stehen bisher in der Vita von Regisseur David Marmor, womit The Apartment – Willkommen im Alptraum gar sein Langspielfilmdebüt ist. Neu ist dabei das Horror-Thriller-Genre, in dem er sich bewegt. Und das merkt man gerade im ersten Drittel des Films. Zu hell und überbelichtet sind die Bilder und so will erstmal keine richtige Stimmung aufkommen. Die Inszenierung bewegt sich dabei größtenteils knapp über TV-Niveau, weshalb man hier keine Wunderdinge erwarten sollte. Auch inhaltlich schleppt sich der Film erstmal mehr schlecht als recht in sein Mysterium. Schiefe Blicke hier oder Rumpelgeräusche da, das lockt den geneigten Genre-Fan nicht hinter dem Ofen hervor. Doch zum Glück überstrapaziert man diese Phase nicht und kommt dann recht bald in die zweite und viel entscheidendere Phase des Films. Zwar ist auch diese vorhersehbar, doch man schafft es hier, Spannung zu erzeugen.

Die Nachbarn beäugen nachts mit verdächtigen Blicken den mysteriösen Wohnkomplex.
Die Nachbarn schauen schon komisch © Koch Films

Denn nun fängt man an, sich Sorgen um das Schicksal von Sarah zu machen. Zwar ist ihre Background-Story voll von Klischees und man bekommt einmal mehr die Unschuld vom Lande serviert. Doch im Zusammenspiel mit den Ereignissen hegt man durchaus Interesse am Fortlauf und Ausgang ihrer Geschichte. Das liegt daran, dass man zwar die Tür zu etwas Erwartbaren öffnet, doch nicht vollends erahnen kann, welche Absichten und Hintergründe dort liegen. Zudem ist die Umsetzung recht eigen und eröffnet Gedankengänge, wie man selbst an Sarahs Stelle agieren würde. Dabei schafft es The Apartment – Willkommen im Alptraum, den Zuschauer bezüglich ihrer Entwicklung bis zum Schluss im Trüben stehen zu lassen, um diesen dann mit einer zynischen Schlusspointe in den Abspann zu entlassen.

The Apartment – Willkommen im Alptraum und willkommen im Mittelmaß

Mit Nicole Brydon Bloom hat The Apartment – Willkommen im Alptraum eine frisches Gesicht als Protagonistin, die bisher größtenteils im Kurzfilm- und TV-Geschäft unterwegs war. Dafür macht sie ihre Sache ordentlich, ohne große Ausreißer nach unten oder oben. Das passt zu ihrer Figur, die wie die gesamte Handlung relativ konturlos ist. Dem Film fehlt es einfach an etwas Besonderem, sowohl inhaltlich als auch optisch, wodurch er es nicht schafft, über den Genre-Durchschnitt hinwegzukommen. Das passt wunderbar zu der Wohnanlage, in der sich alles abspielt. Denn diese könnte durchschnittlicher nicht sein, wie auch seine Anwohner. Doch das Geheimnis dahinter dürfte dem geneigten Genre-Fan trotz allem Mittelmaße zumindest ein paar interessante Minuten bereiten.

Unser Fazit zu The Apartment – Willkommen im Alptraum

David Marmor Langfilmdebüt hat ein kleines Setting und ein klares Szenario. In diesem bewegt er sich routiniert und ohne besondere Note. Dabei kann er sich auf seine charmante Hauptbesetzung stützen, die ihre Sache ordentlich macht. Überfordert wird sie aber auch nicht, denn Figurenzeichnung und Drehbuch sind denkbar überschaubar. Dennoch schafft es The Apartment – Willkommen im Alptraum, in der zweiten Hälfte ein solides Spannungsgeflecht zu erzeugen, welches er mit einem zynischen Abgang garniert. Der große Wurf ist das Debüt zwar nicht geworden, aber durchaus ein solider Genre-Beitrag.

Der Horror-Thriller ist seit dem 08.10.2020 digital und seit dem 15.10.2020 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

Unsere Wertung:

 

 

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© Koch Films

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