Titel | The Circle |
Jahr | 2017 |
Produktionsland | USA |
Regie | James Ponsoldt |
Drehbuch | James Ponsoldt, Dave Eggers |
Genre | Thriller, Drama |
Darsteller | Emma Watson, Tom Hanks, Patton Oswalt, John Boyega, Bill Paxton |
Länge | 110 Minuten |
FSK | Ab 12 Jahren freigegeben |
Verleih | Universum Filmverleih |
Die wahre Macht der Zukunft und der Überwachung
Im Vorfeld war ich doch ziemlich überrascht, dass The Circle, mit Emma Watson, Tom Hanks und John Boyega relativ schlecht bei vielen Kritikern weg kam. Wie gut, dass es da ja noch uns gibt.
Und ich fand in The Circle persönlich die Darstellung einer beinahen Anarchie des Internets sehr gut bebildert und verständlich dargelegt. Doch wie viel davon passiert bereits jetzt? Überwachung ist seit Edward Snowden und sogar schon sehr viel früher kein Fremdwort mehr und The Circle vermag es, dem einen persönlichen und angsteinflößenden Beigeschmack hinzuzufügen.
Die junge Mae Holland (Emma Watson) ist blutjung und versteht noch nicht viel von der Welt, hat einen kleinen, unbedeutenden Job, wie ich und kümmert sich darin um jeglichen Reklamations-Kram und unfreundliche Kunden. Mit ihr konnte ich mich, ob der unbedeutenden und unbefriedigen Arbeit, sehr gut identifizieren. Hart und viel arbeiten, keine Luft holen, aber immerhin ab und an noch Zeit für sein Hobby finden. Schreiben und Filme gucken. Yeah.
Als sich ihr die Möglichkeit offenbart dem geheimnisvollen Circle beizutreten und endlich etwas beständiges und wertvolles zu Tun, packt sie diese Gelegenheit beim Schopf und kniet sich rein. Aber der Erfolg täuscht über die Überwachung und die Ungerechtigkeit hinweg. Besonder schön hat James Ponsoldt herausgestellt, wie realitsnah diese Vision eigentlich ist. Auch heute werden sämtliche Daten von uns gesammelt, archiviert und verarbeitet. Bis auf die Kameras, die The Circle im Film auf der ganzen Welt verteilt, gibt es keinen realitsfernen Unterschied. So gut wie jeder kennt das Phänomen auf Facebook und überall in den Weiten des Internets: Man schaut sich Artikel im Internet an und bekommt dann überall Werbung und Angebote, um die man nicht gebeten hat.
„Viel zu wissen ist gut. Aber alles zu wissen, ist besser!“
So spricht Mister Bailey (Tom Hanks) den jungen Circlern zu, die anscheinend alle so blauäugig sind, wie viele in unserem Umfeld. Sie erhalten gutes Geld, kriegen den Gedanken etwas Großes zu erschaffen eingepflanzt und machen sich über die Hintergründe und die Pläne kaum Gedanken. Kaidan (John Boyega), der das Programm gänzlich anders entwickelt hatte, fühlt sich entfremdet und wird längst nicht mehr nach seiner Meinung gefragt.
Spannung bleibt in The Circle erhalten
Der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit über weit oben, da die Entwicklungen der Hauptprotagonisten im Schatten bleiben und sich erst am Ende auflöst, was die Ereignisse und Empfindungen mit Mae angestellt haben.
Score und Technik sind auf hohem Niveau, die Schauspieler haben sichtlich Bock auf das Projekt gehabt und die Geschichte zieht, gerade mit Blick auf unsere Gesellschaft und den Zwang sein ganzes Leben mit der ganzen Welt zu teilen. Wir sind auf direktem Wege dort hin und merken es nicht. Ebenfalls ein Schritt, den The Circle zeigt. Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit, wie es schon im Titel von Birdman geschrieben steht.
Fazit zu The Circle
Wenn keiner mehr aufmüpfig wird und den Finger auf jemanden richtet, wird die Menge mit gehen und das Schicksal unserer bequemen Ahnungslosigkeit besiegeln. Ich hoffe, dass uns das nicht treffen wird, aber die Zeichen stehen nicht gut. Das Internet, die Vernetzung und das bereitwillige Teilen persönlicher Informationen nimmt immer weiter zu und spült, wie in The Circle, immer mehr und mehr Geld in die Taschen der Reichen.
Unsere Wertung:
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