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The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot

The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot, ein Titel der lang und skurril ist. Trash oder Drama? Was der Film wirklich liefert lest ihr hier. 

TitelThe Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot
Jahr2018
LandUSA
RegieRobert D. Krzykowski
DrehbuchRobert D. Krzykowski
GenreDrama, Fantasy
DarstellerSam Eliott, Aidan Turner, Caitlin Fitzgerald, Ron Livingston, Larry Miller, Rizwan Manji
Länge94 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihCapelight Pictures
Cover © capelight pictures
Blu-ray-Cover zu The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot © capelight pictures

Der Mörder von Hitler und Bigfoot 

Als US-Soldat während des zweiten Weltkriegs hatte Calvin Barr (Aidan Turner) den Sonderauftrag erhalten, Adolf Hitler zu töten. Mit einer List hatte er die Nazis infiltriert und konnte seinen Auftrag erfolgreich beenden. Dafür hatte er damals seine Geliebte Maxine (Caitlin Fitzgerald) verlassen und fristet seit seiner Rückkehr aus dem Krieg ein einsames Leben. Die Jahre sind vergangen, und Calvin (Sam Elliott) kämpft sich durch seinen langweiligen und von Routinen durchzogenen Alltag. Doch die Regierung erinnert sich noch an seine Verdienste und Fähigkeiten. Aus diesem Grund besucht ihn das FBI, um ihn mit einem sonderbaren Auftrag zu betrauen. Er soll den sagenumwobenen Bigfoot erlegen, welcher in den nordamerikanischen Wäldern sein tödliches Unwesen treibt. 


Ein Kriegsheld, gefangen in der Alltagsroutine 

Der Titel von The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot ist nicht nur lang und skurril, sondern erweckt beim Zuschauer eine bestimmte Erwartungshaltung. In Zeiten von unzähligen Trash- und Monsterfilmen könnte man den Streifen schnell in dieser Ecke vermuten, doch dafür ist die Hauptrolle mit Sam Elliott zu prominent und hochwertig besetzt. Dann eventuell eine hochwertige Monsterkomödie mit reichlich Augenzwingern und actionreichen Momenten? Nein, auch das liefert der Film nicht, denn man bekommt das, was man wohl als Letztes vermuten würde. Nämlich ein langatmiges Drama, dass sich vordergründig mit den Alltagsproblemen eines in die Jahre gekommen Kriegsveteranen beschäftigt. Vergangener Glanz, verflossene Liebe und vergebene Möglichkeiten. Die Darstellung von Calvins Leben im Ruhestadt suhlt sich in einem depressiven Nebel, welcher ausgiebig beleuchtet wird. 

Auf der Jagd nach Bigfoot © capelight pictures
Calvin (Sam Eliott) jagd den Bigfoot © capelight pictures

Sam Elliotts mürrische, aber dennoch charismatische Ausstrahlung passt hervorragend zu dieser Rolle und trägt den Film auf angenehme Art und Weise. Doch nicht nur das fortgeschrittene Stadium von Calvins Leben ist Gegenstand des Films, sondern auch die Ereignisse während des zweiten Weltkriegs. Diese werden in Rückblenden erzählt und sorgen für die die Action-reichsten Momente des Films. Man fiebert regelrecht mit, bis die Ermordung von Hitler dann schlussendlich von Statten gegangen ist. Eine Heldentat unter dem Deckmantel des Schweigens, welche Calvin sämtliche Möglichkeiten auf ein eigenes, erfülltes Leben genommen hat. Die Gegenüberstellung der beiden Lebensphasen lässt die Vergänglichkeit spürbar werden. 

Die Jagd nach Bigfoot wird zur Geduldsprobe 

Die Jagd nach Bigfoot gibt dem Veteranen neuen Lebensmut, ist in seiner Inszenierung aber ähnlich träge, wie die zuvor zur Schau gestellte Alltagsroutine. Zwischen den beiden titelgebenden Tötungen legt Regisseur Krzykowski nämlich ein sehr behäbiges Tempo an den Tag. Sehr ausgiebig werden die Aktivitäten des Veteranen durchexerziert und ständig wiederholt. Es ist löblich, dass man sich Zeit für seine Geschichte und die Figur nimmt, doch überspannt man hier des Öfteren den Geduldsbogen. Wenn man Calvin zum x-ten Mal seine Tabletten einnehmen und Fertignahrung essen sieht, langweilt das viel mehr, als dass es wirklich Sinn ergibt. Kommt es dann endlich zum Aufeinandertreffen mit haarigen Riesen, geht der finale Kampf dann auch relativ schnell und höhepunktarm von statten. Letztlich wird man mit einem unbefriedigenden Gefühl entlassen, das Ganze ist zwar interessant, aber dafür sehr langatmig.

Verflossene Liebe © capelight pictures
Calvin (Aidan Turner) und seine verflossene Liebe © capelight pictures

Mein Fazit zu The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot 

Wer Hitler getötet hat, kann es doch auch mit Bigfoot aufnehmen, oder? So ungewöhnlich der Titel und die Geschichte auch sind, so gewöhnlich ist Film. Das mag sich, ob der skurrilen Handlung, zwar im ersten Moment komisch anhören, doch dahinter verbirgt sich ein waschechtes Drama, um einen gealterten Kriegsveteranen. Alltagsroutinen und die Trauer über vergangene Möglichkeiten und Liebschaften prägen das Bild des Protagonisten. Während die Tötung Hitlers noch für willkommene Abwechslung sorgt, verkommt die Jagd nach dem Bigfoot zu einem höhepunktarmen Selbstfindungstrip. Toll gespielt von Sam Eliott, als Film aber leider wenig überzeugend.

The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot ist seit dem 14.06.2019 im Heimkino erhältlich. Neben Standardversionen auf DVD und Blu-ray ist auch ein 3-Disc-Mediabook auf UHD erschienen. Neben den physischen Medien lässt sich der Film auch digital ausliehen oder erwerben.

Unsere Wertung:

 

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© Capelight Pictures

Onno

Als Kind in einen Topf aus VHS-Kassetten gefallen und kann seitdem nicht mehr wegschauen.

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