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Miles hat ein Geheimnis © Splendid Film

The Prodigy

In The Prodigy, dem neuen Horror-Thriller von Nicholas McCarthy (The Pact, At the Devil’s Door), wird Taylor Schilling (Orange is the New Black) als junge Mutter an ihre Grenzen gebracht. Gelingt das auch beim Publikum? 

TitelThe Prodigy
Jahr2019
ProduktionslandUSA
RegieNicholas McCarthy
DrehbuchJeff Buhler
GenreHorror, Thriller
DarstellerTaylor Schilling, Jackson Robert Scoot, Colm Feore, Brittan Allen, Peter Mooney
Länge100 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihSplendid Film
Poster zu The Prodigy © Splendid Film
Das Filmplakat zu The Prodigy © Splendid Film

Ein Kind mit besonderen Begabungen und sonderbaren Verhalten

Nach Jahren erfüllt sich für das junge Ehepaar Sarah (Taylor Schilling) und John Blume (Peter Mooney) endlich der langersehnte Kinderwunsch. Mit der Geburt ihres Sohnes Miles (Jackson Robert Scott) scheint das Familienglück perfekt. Auffällig früh und schnell entwickelt sich der kleine Spross und ragt mit seinen unterschiedlichen Augenfarben und hohem Intellekt heraus. Als Achtjähriger mehren sich Aussetzer, Erinnerungslücken und merkwürdiges Verhalten bei Miles. Einhergehend mit seiner gesteigerten Aggressivität fängt er auch an, im Schlaf eine seltene Sprache zu sprechen. Seine Mutter Sarah geht der Sache auf den Grund.


Vorhersehbare Horror-Klischees

Kinder in Horrorfilmen haben Tradition. In The Prodigy versucht McCarthy diesem Thema neue Aspekte abzuringen und nutzt dafür ein interessantes, aber auch durchschaubares Grundgerüst. Mit den ersten Minuten und der Etablierung der Charaktere erahnt man ziemlich schnell, wo die Reise hingeht. Umso enttäuschender, dass die Vorahnungen größtenteils eintreffen. Dabei nutzt man klassische Elemente des Horror-Genres, ohne dabei wirklich Neues hinzufügen zu können. Vereinzelte Jumps-Scares und Spannungsspitzen sorgen kaum für Grusel und entlocken hartgesottenen Horror-Fans nicht mal ein Schulterzucken. Sarahs Suche nach den Hintergründen entpuppt sich als spannungsarmes und vorhersehbares Gebaren. Das ist schade, denn gibt es zwischenzeitlich Momente, die interessant und spannend sind, aber nicht konsequent weiterverfolgt werden und so regelrecht verpuffen. Stattdessen begibt man sich auf ausgetretene Horrorpfade.

Mutter und Sohn © Splendid Film
Miles mit seiner Mutter © Splendid Film

Holprige Mutter-Sohn-Beziehung

Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn überzeugt auch nicht wirklich und wird nur sehr oberflächlich behandelt. Zwar wird versucht, dieser eine Gewisse Tiefe zu geben, doch wirkt das viel zu bemüht, um wirklich mitzureißen. Symptomatisch dafür ist auch die Tatsache, dass gewisse Verhaltensmuster erst nach Jahren bei der Mutter auffallen, obwohl diese schon weitaus früher aufgetreten sind. Generell ist der Umgang von Sarah mit der Situation nur zum Teil nachvollziehbar, überzeugt aber mit einem mutigen und konsequenten Abschluss. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf Miles und seinem sonderbaren Verhalten. Dieser wird mit Jackson Robert Scott (Stephen King’s Es) von einem mit Horror erfahrenen Jungen gespielt. Der Versuch, die gegensätzlichen Fassetten der Figur darzustellen, gelingt ihm nicht hundertprozentig. Während er mit der naiv-kindlichen Seite wenig Probleme hat, sind die Hürden der diabolisch-schaurigen Seite zu hoch.

Mein Fazit zu The Prodigy

Von einer sonderbaren Macht befallene Kinder gab es in der Geschichte des Horror-Film zur Genüge. Der Versuch, dem Genre mit The Prodigy eine neue Fassette zu geben, gelingt so gut wie gar nicht. Dafür ist der Film zu durchschaubar und voll von Horror-Klischees. So geht der interessanten Prämisse schnell die Luft aus und der Film hangelt sich von einem mittelmäßigem Gruselmoment zum nächsten. Einzig die hochwertige Produktionsqualität und das konsequente und mutige Ende wissen zu überzeugen.

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Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion: [yasr_multiset setid=0] Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten: [yasr_visitor_multiset setid=0]

© Splendid Film

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