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The Rain

Mit dem Science-Fiction-Drama The Rain veröffentlicht Netflix seine erste dänische Produktion. Typisch skandinavisch düster. Aber was kann der Zuschauer sonst noch von der postapokalyptischen Serie erwarten?

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TitelThe Rain
Jahr2018
ProduktionslandDänemark
RegieKenneth Kainz, Natasha Arthy
DrehbuchJannik Tai Mosholt, Lasse Kyed Rasmussen, Marie Østerbye, Poul Berg, Mette Heeno
GenreSci-Fi, Horror, Postapokalypse
DarstellerAlba August, Lucas Lynggaard Tonnesen, Mikkel Følsgaard, Lars Simonsen, Lukas Lokken, Iben Hjejle, Angela Bundalovic, Sonny Lindberg, Jessica Dinnage, Johannes Kuhnke, Jacob Luhmann, Bertil De Lorenzi
Länge8 Folgen á 35 bis 48 Minuten
FSKab 12 Jahren freigegeben
VerleihNetflix
Teaserplakat zu "The Rain" 2018 ©Netflix
Teaserplakat zu “The Rain” 2018 ©Netflix

Achtung, in dieser Review sind Spoiler enthalten!

The Rain – mehr als nur eine gewöhnliche Apokalypse-Serie?

Die Geschwister Simone und Rasmus verlassen nach über 6 Jahren ihren Schutzbunker mit dem Wissen, dass der Regen, der von Himmel fällt, nicht mehr harmlos ist. Er überträgt einen tödlichen Virus und hat einen Großteil der Bevölkerung Skandinaviens bereits ausgelöscht. Jetzt heißt es sich nicht nur vor anderen Überlebenden zu schützen, sondern auch vor der Gefahr von oben.




Die Geschwister schließen sich einer Gruppe von fünf Jugendlichen an und versuchen von nun an gemeinsam zu überleben. Die Suche nach dem Heilmittel, an welchem der Vater der Geschwister vor seinem Verschwinden augenscheinlich gearbeitet hat, lässt die Gruppe mit einem Ziel vor Augen durch Dänemark ziehen. Dabei natürlich immer auf der Suche nach Nahrung und einem sicheren Ort.

Mein Eindruck zu The Rain

Nach in meinen Augen eher langatmigen und unspektakulären vier Folgen nimmt The Rain langsam an Fahrt auf, die Charaktere gewinnen immer mehr an Form und Tiefe. Die Vergangenheit der einzelnen Personen wird in jeweils einer Folge erzählt und so immer wieder ein AHA-Moment erzeugt. So gelingt es den Zuschauern, endlich eine emotionale Bindung zu den Protagonisten neben den Geschwistern Simone und Rasmus –  Jean, Patrick, Lea, Martin und Beatrice – aufzubauen.

Die Entwicklung der Jugendlichen in einer Welt ohne Vorbilder in Form von Eltern steht im Mittelpunkt der Serie. Wie gehen sie mit der Situation um, wie gehen sie miteinander um, wie gestalten sie ihren Alltag? Was für Probleme haben sie und wie versuchen sie sie zu lösen?

Es kommt recht bald zu einer interessanten Wendung, die alles auf den Kopf stellt. Die Gruppe findet heraus, dass sie sich in einer Quarantänezone befindet und muss vor Verfolgern flüchten, die aus zuerst unerfindlichen Gründen hinter ihnen her sind. Die Jugendlichen versuchen einen Ausweg aus der Zone zu finden, dies ist natürlich mit einigen unüberwindbaren Hürden verbunden.

Schütz dich oder stirb! "The Rain" 2018 © Netflix
Schütz dich oder stirb! “The Rain” 2018 © Netflix

Mein Fazit zu The Rain

Wer bei The Rain nun auf Zombies, unerbittliche Überlebenskämpfe oder apokalyptische Meteoriteneinschläge wartet wird enttäuscht. Wer aber eine in sich stimmige und runde Serie mit einem wunderbar düsteren Flair sehen möchte, fährt mit The Rain genau richtig. Menschen mit einem Faible für skandinavische Serien kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Die Stimmung wird durch die eher farblosen Bilder und die Musik erzeugt. Auch die teilweise trockene und nicht sehr redselige Art der Charaktere erinnert mich stark an andere skandinavische Serien und Filme.

Die Schauspieler wachsen von Folge zu Folge in ihrer Rolle und dank der bunten Charaktermischung wird es dem Zuschauer auch in Folgen mit weniger Action nicht langweilig. Freunde von actiongelandenen Serien kommen aber auch bei The Rain nicht zu kurz. In so gut wie jeder Folge passiert etwas, bei dem einem der Atem stockt oder auch kurz einmal der Puls in die Höhe schnellt.

Großes Potential?

Nun aber zu einem in meinen Augen großen Wermutstropfen: In der ersten Staffel wird für meinen Geschmack viel zu wenig auf die Hauptproblematik “Regen” eingegangen, es sind noch viele Fragen offen. Worum handelt es sich denn eigentlich genau? Kann man das Problem gundsätzlich bekämpfen? Gibt es ferner eine Chance auf ein Heilmittel für die Menschen? Ebenfalls ist mir noch unklar warum die jungen Leute erst nach sechs Jahren herausfinden, dass sie sich in einer Quarantänezone befinden. Was haben sie denn in den ganzen Jahren getrieben?

Aber wo ein Wermutstropfen ist, ist auch immer eine Chance: Genau hier sehe ich großes Potential für eine zweite Staffel. Die Vorgeschichten der Protagonisten sind erzählt, demzufolge kann nun der Fokus auf ihre Zukunft und die der restlichen Menschheit gelegt werden.

Also frage ich mich nun, ob diese Rätsel in einer weiteren Staffel gelöst werden, damit ich nachts wieder beruhigt schlafen kann. Das werden wir erst herausfinden, sobald die von Netflix bereits für 2019 bestätigte zweite Staffel von The Rain startet.

Unsere Wertung:

 

 

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