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Poppy steht vor einem Tisch und studiert eine Karte, Branch steht im Hintergrund, Trolls World Tour

Trolls World Tour

Nachdem Trolls aus dem Jahre 2016 erscheint 2020 Trolls World Tour direkt für den heimischen Fernseher. Ob die Pop-Trolle abermals für musikalische Unterhaltung sorgen können oder ob sie es bei einem Abenteuer hätten belassen sollen, erfahrt ihr im Folgenden!

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TitelTrolls World Tour
Jahr2020
LandUSA
RegieWalt Dohrn
DrehbuchJonathan Aibel, Glenn Berger
GenreAnimationsfilm, Komödie
DarstellerAnna Kendrick, Justin Timberlake, Rachel Bloom, James Corden, Ron Funches, Kelly Clarkson, Anderson Paak, Sam Rockwell, George Clinton, Mary J. Blige, Kenan Thompson, Kunal Nayyar, Jamie Dornan, Zooey Deschanel, Ozzy Osbourne
Länge91 Minuten
FSKab 0 Jahren freigegeben
VerleihUniversal Pictures
Blu-ray-Cover zu "Trolls World Tour", Trolls World Tour
Das Blu-ray-Cover zu “Trolls World Tour”. © Universal Pictures

Mehr als nur Pop – Die Handlung von Trolls World Tour

Poppy (Anna Kendrick, Synchro: Lena Meyer-Landrut) und ihr Freund Branch (Justin Timberlake, Synchro: Mark Forster) lieben die Musik! Sie tanzen und singen durch ihre Welt, die erfüllt ist von den Klängen des Pops. Eines Tages erfährt Poppy , dass die Welt nicht nur aus ihrer Musik besteht.

Es gibt noch fünf weitere Ländereien, in denen andere Trolle leben. Auch diese Trolle lieben es zu singen und zu tanzen, allerdings nach ihrer ganz eigenen Musik: Funk, Techno, Country, Klassik und Rock prägen die anderen fünf Welten. Während Poppy und Branch von dieser Vielfalt beeindruckt sind, versucht Queen Barb (Rachel Bloom, Synchro: Lo Rivera), die Königin des Rock, die anderen Troll-Welten zu unterjochen. Der Rock soll alle anderen Musikrichtungen beherrschen. Poppy und Branch setzen alles daran, dies zu verhindern…

Poppy und Branch stehen singend auf einem grünen Ast, während sie sich an den Händen halten, Trolls World Tour
Poppy (links) und Branch (rechts) genießen ihr Leben voller Musik und Tanz noch mehr seitdem sie zueinander gefunden haben. © Universal Pictures

Die Erbschaft

Trolls Word Tour tritt ein Erbe an, das Freunde des Animationsfilms in zwei Lager gespalten hat. Obwohl DreamWorks Animation bereits viele gute Trickfilme zauberte und als ärgster Konkurrent von Disney Pixar gilt, wussten viele Zuschauer mit Trolls wenig anzufangen. Zwar hatte der Film Witz und einen ansprechenden Animationsstil, aber das Drehbuch wirkte aufgesetzt und die Songs aus dem Lager des Chart-Mainstreams konnten nicht gänzlich überzeugen.

So darf sich der Zuschauer zurecht die Frage stellen, ob ein solcher Film eines zweiten Teils bedurfte. Denn auch Trolls World Tour hat seine filmischen Ecken und Kanten: Das Drehbuch ist immer noch recht seicht gehalten, und die moralische Lektion könnte etwas mehr Tiefgang vertragen; die eigentliche Handlung ist mehr Schein als Sein. Darüber hinaus sind die Synchronsprecher Lena Meyer-Landrut und Mark Forster zwar bekannte Stimmwunder, aber haben beim verbalen Schauspielern hin und wieder ihre Probleme. Dennoch darf der Zuschauer über die kleinen Mankos hinwegschauen und seine Frage, ob es einer Fortsetzung bedarf, bejahen.

Queen Barb steht auf der Bühne, hebt die Hand in die Luft und macht das Rock-and-Roll-Zeichen, Trolls World Tour
Queen Barb ist die Königin des Rocks und hat die Absicht, alle anderen Länder dem Rock zu unterwerfen. © Universal Pictures

Vergeben und vergessen

Die Moral der Geschichte, den Tiefgang außer Acht gelassen, wirkt weitaus erwachsener und wesentlich gehaltvoller, als noch im ersten Teil. Auch die Figuren besitzen mehr Charakter; Lena Meyer-Landrut und Mark Forster geben ihr bestmögliches, um die gut durchdachten und im Vergleich zum Vorgänger gereiften Charaktere mit einer Stimme zu beleben.

Darüber hinaus besitzt Trolls World Tour eine Menge Witz. Die Gags prasseln nahezu ununterbrochen auf den Zuschauer ein und sind vor allem der bunten Welt sowie ihren vielfältigen Bewohnern geschuldet. Aufgrund der Witzdichte ist es selbstverständlich, dass nicht alle Albernheiten wirken, und so verpuffen diverse Witze einfach. Nichtsdestotrotz werden große wie kleine Zuschauer ausreichend Training für die Lachmuskeln haben, da der Humor des Films beide Zielgruppen bedient. In puncto Animation beweist DreamWorks abermals, dass die kreativen Köpfe des Studios hervorragend geschult sind, in dem, was sie tun. Die farbenfrohe Welt der Trolls erstrahlt kunterbunt: DreamWorks schuf einen ganz eigenen Animationsstil für Trolls World Tour, der klar erkennbar macht, dass das Animationsstudio sich nicht geschlagen gibt und weiterhin an der künstlerischen Ferse von Pixar haften bleibt.

Poppy und Branch stehen mit Partybrillen bekleidet in der Country-Welt und singen einen Song, Trolls World Tour
Branch (links) und Poppy (rechts) versuchen, mit ihrer Musik die anderen Ländern auf ihre Seite zu ziehen. © Universal Pictures

Musikalische Vielfalt

Der größte Pluspunkt des Films ist seine musikalische Abwechslung. Der erste Teil hatte sich dem Pop verschrieben und flimmerte als Hommage an gängige Chart-Songs über die Leinwand. Während sich einige an den immer wieder ähnlich klingenden Hymnen erfreuen, ist Pop-Musik für wieder andere ein Armutszeugnis musikalischen Schaffens. Vor allem für Animationsfilme, die oft genug Musical-Einlagen haben, ist Pop ein sehr einschränkendes Genre.

Trolls World Tour wagt nun den Blick über den Tellerrand: Die (Troll-)Welt besteht nicht nur aus Pop-Musik; es gibt verschiedene Länder, in denen andere Trolle leben, die sich ihrer ganz eigenen Musik verschrieben haben. So gesellen sich Funk, Techno, Country, Klassik und Rock hinzu; selbst ein Hip-Hop-Troll bekommt seinen Auftritt. Jedes Genre hat ihre eigene Welt mit ihren eigenen Trollen und Eigenarten. Die Vielfalt und die Genre-Klischees machen Trolls World Tour sehr unterhaltsam, da dem Zuschauer auch in musikalischer Hinsicht Abwechslung geboten wird. Hier liegt zudem die Moral begraben: Die Welt besteht aus mehr als nur einer Sichtweise. Sie ist bunt und vielfältig. Die Wesen auf ihr sind einzigartig und jedes für sich etwas besonderes. Der Versuch, alle anzugleichen, wäre das Ende der Kreativität. Auch wenn die Moral eher oberflächlich erscheint, ist sie eine gute Lektion für jüngere Zuschauer.

Tiny Diamond tanzt vor einer bunten Kulisse und inszeniert seinen Hip-Hop-Song, Trolls World Tour
Tiny Diamond ist ein Hip-Hop-Troll und überrascht die anderen mit seinen Rap-Einlagen. ©Universal Pictures

Trolle bereit für die Tournee – Mein Fazit zu Trolls World Tour

Trolls World Tour ist ein kurzweiliger Animationsfilm, dessen Drehbuch es an manchen Stellen an Tiefgang mangelt. Die sehr hohe Witzdichte und die oberflächliche Moral lassen ein wenig Anspruch vermissen. So hätte der Film durchaus länger in den Köpfen der Zuschauer nachhallen können.

Nichtsdestotrotz ist Trolls World Tour eine klare Empfehlung für einen Familienabend. Eltern und Kinder können sich gleichermaßen an der bunten Welt, den lustigen Sprüchen sowie den mitreißenden Songs erfreuen. DreamWorks hat mit dem Film bewiesen, dass Sequels von eher durchschnittlichen Filmen von sich überzeugen können. Trolls World Tour hat aus den Fehlern des ersten Teils gelernt und statt festgefahrener Einseitigkeit auf abwechslungsreiche Vielfalt gesetzt. Nicht nur die Trolle in dem Film sind gealtert, auch die Filmreihe ist gereift und ist nun bereit, auf Welttournee zu gehen…

Der Film ist seit dem 06.08.2020 auf Blu-ray, DVD und als Video on Demand erhältlich!

Unsere Wertung:

 

 

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© Universal Pictures

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