Der humorvolle Mystery-Krimi Werewolves Within basiert auf einem Multiplayer-Game in der virtuellen Realität. Ob das Ganze auch als Film funktioniert, erfahrt ihr in unserer Review!
Die Handlung von Werewolves Within
Der Ranger Finn (Sam Richardson) tritt seine neue Stelle in einem abgelegenen Kaff in Vermont an. Die Postbotin Cecily (Milana Vayntrub) führt ihn in die verschrobene Welt der Dorfgemeinschaft ein, die wegen einer geplanten Erdgas-Pipeline zerstritten ist. Während das republikanische Ehepaar Pete (Michael Cernus) und Trisha (Michaela Watkins) etwa gerne ihr Grundstück dem Vertreter der Erdgas-Vertreter Sam Parker (Wayne Duvall) verkaufen würden, sind andere Einwohner wie die Herbergen-Betreiberin Jeanine (Catherine Curtain) strikt dagegen.
Doch dann verschwindet eines Nachts Trishas kleiner Hund spurlos. Nur seine blutverschmierte Leine findet sich auf der Veranda von Einsiedler Emerson (Glen Fleshler). Und dann taucht auch noch die grässlich zugerichtete Leiche von Jeanines verschwundenen Ehemann auf. Es macht sich die Gewissheit breit, dass sich ein Werwolf unter den Einwohnern befindet. Es ist jetzt an Finn, das Vertrauen der Gemeinde zu gewinnen und das Rätsel um den Werwolf zu lösen…
Eine zerstrittene Gemeinde und eine blutige Gefahr
Werewolves Within basiert auf dem gleichnamigen, populären Virtual Reality Multiplayer Videospiel, das wiederum vom Gesellschaftsspiel Die Werwölfe von Düsterwald inspiriert wurde. Es geht darum, dass einer der Spieler in die Rolle des Werwolfs schlüpft und seine Mitspieler herausfinden müssen, wer von ihnen das ist. Dementsprechend entwickelt sich auch die Verfilmung erfolgreich zu einem augenzwinkernden Whodunnit. Nachdem der Werwolf die Pension von Jeanine besucht, versammeln Finn und Cecily die Bewohner um sich, um gemeinsam die Nacht zu überstehen. Doch schnell werden untereinander Verdächtigungen ausgesprochen und dunkle Geheimnisse ans Licht gekehrt.
Aufgrund der verschrobenen Charaktere, die hier aufeinandertreffen und sich scheinbar schon länger kritisch beäugten, gestaltet sich das über weite Strecken amüsant wie spannend. Gerade Finn als Neuling in der Gemeinde, der sehr harmoniebedürftig ist und es allen recht machen will, ist ein guter Ankerpunkt für den Zuschauer. Genauso gibt der Streit über die Pipeline einen nachvollziehbaren Grund für die Spaltung der Gemeinde ab. Über allen hängt dann noch die Ungewissheit über die Existenz des Werwolfs. Der Grusel macht sich allmählich breit. Es kommt zu kurzen Gewalteruptionen, bei denen zumeist nur ansatzweise zu sehen ist, was passiert. Dadurch halten sich Grusel, Mystery und Humor gut die Waage.
Ein routinierter Cast
Während die Atmosphäre von Werewolves Within durch ein stimmiges Set Design und gute Fotografie transportiert wird, verlässt sich das Skript in Sachen Humor und auch Spannungserzeugung ganz auf sein Ensemble. Sam Richardson überzeugt als gutmütiger Ranger, er ist sowohl neugierig wie auch etwas ängstlich, ein Außenseiter und Neuling. Wir erleben folglich mit ihm zusammen, wie die Gemeinde sich gegenseitig zu Grunde richtet. Außerdem bildet Milana Vayntrub an seiner Seite als schlagkräftige Postbotin Cecily einen harmonischen Gegenpol. Zeitweise geben sie sogar ein süßes Pärchen ab. Der Rest des Casts erweist sich als verlässlich, allen voran Routinier Wayne Duvall als das personifizierte Zerwürfnis der Gemeinde.
Unser Fazit zu Werewolves Within
Dank einer humorvollen Murder-Mystery und seinem mitunter treffsicher porträtierten Panoptikum an schrägen Gesellen kann Werewolves Within über weite Strecken gut unterhalten. Es fehlen zwar die großen Lacher, auch die Spannung zieht zum Ende hin nicht mehr richtig an, doch das macht der Film von Josh Ruben durch seine angenehme Grusel-Atmosphäre und seine gut ausbalancierten Charaktere wieder wett. Kein großer Wurf, aber ein sympathischer kleiner Film, der Fans von Werwölfen wie von Krimi-Komödien durchaus zu empfehlen ist.
Werewolves Within ist seit dem 17. Februar 2022 als DVD & Blu-ray im Handel erhältlich!
Unsere Wertung:
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