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Willkommen bei den Hartmanns

Eine lustige Komödie über die Aufnahme eines Flüchtlings in das eigene Heim.

Jahr2016
ProduktionslandDeutschland
RegieSimon Verhoeven
DrehbuchSimon Verhoeven
GenreKomödie
DarstellerSenta Berger, Heiner Lauterbach, Uwe Ochsenknecht, Palina Rojinski, Florian David Fitz, Eric Kabongo, Elyas M’Barek
Länge116 Minuten
FSKAb 12 Jahren freigegeben
VerleihWarner Bros. Deutschland

In den letzten Jahren bin ich ziemlich begeistert was die Entwicklung unserer deutschen Filme angeht. Früher hatte ich deutsche Produktionen verpönt. Die können nix. Bekommen das nicht realistisch umgesetzt oder es ging eher in Richtung Rosamunde Pilcher (würg). Doch immer wieder zieht es mich ins Kino oder bestelle mir die Filme bei Video on Demand-Geschichten. So auch „Willkommen bei den Hartmanns“.

Ich bin total begeistert was Simon Verhoeven abgeliefert hat. Eine rundum gelungen Satire, die einem zum Lachen bringt und zum Nachdenken anregt. Denn hierbei geht es um ein sensibles Thema, wo die Meinungen weit auseinander gehen. Aber ich möchte hier nicht politisch werden. Sondern von dem Film erzählen. Der damit beginnt, dass Mutter Angelika (Senta Berger) nach dem Besuch eines Flüchtlingsheims beschließt, einen bei sich aufzunehmen. Wie das heute so ist, fragt sie ihren Mann Richard (Heiner Lauterbach) nicht um Erlaubnis. Bald schon zieht Diallo (Eric Kabongo) ein. Doch damit nicht genug. Kurz darauf folgt die Dauerstudentin und Tochter Sophie (Palina Rojinski) und der Workaholic und in Scheidung lebende Sohn Philipp (Florian David Fitz) mitsamt Nachwuchs Basti (Marinus Hohmann) dazu oder zurück (Kinder wird man halt nie los).

Damit geht das Chaos los. Basti ringt um die Aufmerksamkeit seines Vaters, der nur an seine Karriere denkt. Sophie wird von einem irren Verehrer verfolgt. In der Ehe von Angelika und Richard kriselt es und hinzu kommt Diallo, der eine ganz andere Sicht auf die Dinge der Welt hat. Jedoch wirkt es in keiner Minute überzogen. Kabongo spielt die Rolle mit so viel Tiefgang und Nachdenklichkeit, dass es nie aus dem Ruder läuft. Auch wenn jede noch so kleine Charaktere viel Zeit für ihre Geschichte erhält, hat man nie das Gefühl, dass es nicht passt oder zu viel wird. Okay, manchmal hat der Film auf kurze Strecken ein paar Längen, doch am Ende fügt sich alles zusammen. Man langweilt sich nicht, wie in anderen Filmen, wo man sich denkt: Also das hätten die jetzt auch raus schneiden können.

Ich finde den Film super und das Thema perfekt umgesetzt. Jeder Charakter hat seine Vorzüge oder einen Spleen. Die Story ist in sich stimmig und bietet einen guten Unterhaltungswert. Die Darsteller sind perfekt ausgesucht und spielen ihre Rollen mit Leidenschaft. Aber der Beste ist einfach Kabongo. Ich muss ihn einfach noch mal hervorheben. Ständig hatte ich das Bedürfnis ihn zu drücken und zu sagen, dass alles gut wird. Vor allem als er sich dazu überreden lässt in Basti‘s Klasse einen Vortrag über sein Leben und seine Flucht zu halten. Das sind die Momente, die uns zum Nachdenken anregen.
Schaut ihn euch an. Ein super Film, der viel zu bieten hat.

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

Handlung/Dramaturgie
1
Figuren/Schauspieler
1
Ausstattung/Schauplätze
1
Form
1
Hintergrund
1
Vergleich im Genre
1
Durchschnitt:
  yasr-loader

Copyright © Warner Bros. Deutschland

Desiree Napret

Name: Desiree Napret
Alter: Eine Frau fragt man nicht (30 G)
Bei Movic Freakz seit: Februar 2017
Aufgabengebiete: Reviews verfassen, Werbung, Admina
Bevorzugtes Genre: Science-Fiction (gemeine Frage! Ich schaue querbeet!)
Lieblingsfilme (Die Liste spiegelt nicht ein Ranking wieder, sondern in welcher Reihenfolge ich die Filme zum ersten Mal gesehen habe)
1. Das letzte Einhorn
2. Star Wars V – Das Imperium schlägt zurück
3. E.T.
4. Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart
5. Indianer Jones und der letzte Kreuzzug
6. The Goonies
7. Stirb Langsam I
8. Die Verurteilten
9. Herr der Ringe II – Die zwei Türme
10. Marvel’s The Avengers (2012)
Über mich:
Ich bin ein Film- und Serienjunkie, die auf Filme steht, wo Waffen selten nachgeladen werden müssen. Handlung muss auch nicht immer sein, Hauptsache es ist ein roter Faden erkennbar. Darum haben es auch nur Filme auf meine persönliche Hitliste geschafft, die meine Jungend und mich nachhaltig geprägt haben. Ebenso war mir der Wiederholungsfaktor wichtig. Diese Filme bescheren mir noch nach Jahren der X-ten Sichtung eine Gänsehaut.
Wenn ich mal nicht Filme oder Serien schaue, verbringe ich viel Zeit vor der Playstation oder am PC. Aus diesem Grund verfasse ich sporadisch Reviews über Games, wobei ich Singleplayer dem Multiplayer vorziehe. Nebenbei bin ich berufstätig, verheiratet und studiere an der Abendschule Marketingkommunikation. Als Gegengewicht zu der ganzen Sitztätigkeit gehe ich Laufen, spiele Paintball oder fahre Mountainbike. Früher sogar Downhill, aber das hat sich aufgrund des Studiums stark reduziert. Genau wie das Paintball… Leider. Manchmal wünschte ich mir, dass der Tag mehr als 24 Stunden hätte oder dass ich wie die Twilight Vampire nicht schlafen müsste, aber dies bleibt weiterhin nur Wunschdenken. Bis dahin versuche ich euch mit Reviews zu erheitern oder turne auf verschieden Conventions für euch mit rum. Gerne könnte ihr mir unter daisyenpunkt auf Instagram folgen. C u Freakz!

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