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Filmplakat zu "Wind River" © Wild Bunch Germany

Wind River

In Wind River jagen der Fährtenleser Cory Lambert und die junge FBI-Agentin Jane Banner einen mysteriösen Mörder, der junge Frauen zuerst vergewaltigt und sie dann leicht bekleidet durch den eisigen Schnee irren lässt. Ein sicheres Todesurteil.

TitelWind River
Jahr2018
ProduktionslandUSA
RegieTaylor Sheridan
DrehbuchTaylor Sheridan
GenreThriller, Drama
DarstellerJeremy Renner, Elizabeth Olsen, Kelsey Asbille, Jon Bernthal, Graham Greene (II), Gil Birmingham, Julia Jones, Apesanahkwat
Länge107 Minuten
FSKab 16 Jahren
VerleihWild Bunch Germany
Filmplakat zu "Wind River" © Wild Bunch Germany
Filmplakat zu „Wind River“ © Wild Bunch Germany

Story

Auf der Jagd nach Pumas findet Profi-Jäger und Fährtenleser Cory Lambert in der verschneiten Wildnis des vereisten Indianer-Reservats „Wind River“ die Leiche einer jungen Frau. Sofort fühlt er sich an seine eigene Tochter erinnert, die 3 Jahre zuvor unter ähnlichen Umständen ums Leben gekommen ist. Zur Ermittlung schickt die Bundespolizei Jane Banner an den Tatort, eine junge, noch unerfahrene Agentin aus Florida.

Weil sie weder mit der unwirtlichen Witterung noch den Regeln des Reservats vertraut ist, engagiert sie Lambert als Führer, um ihr bei den Ermittlungen zu helfen. Je näher Jane und Cory der Auflösung des Falls kommen, desto mehr wird ihnen bewusst, dass sie es mit einem Gegenspieler zu tun haben, der vor nichts zurückschreckt, um seine Haut zu retten.

Cast

Cory Lambert ist eine recht vielschichtige Person. Auf der einen Seite ist er ein liebevoller Vater und auf der anderen Seite ein harter Jäger und Fallensteller. Dazu hat ihn eine Tragödie vor 3 Jahren innerlich gebrochen, das merkt man ihm an. Dennoch meistert er seinen Alltag und ist sofort bereit, Jane Banner bei ihren Ermittlungen zu helfen. Gespielt wird er dabei von Jeremy Renner, der auch in Marvel’s The Avengers oder Arrival zu sehen ist. Er wurde bisher zwei mal für den Oscar und einmal für den Golden Globe nominiert.

Der gerufene FBI-Agent entpuppt sich, sehr zur Enttäuschung der doch etwas machohaften männlichen Indianer, als FBI-Agentin Jane Banner. Ihre Unerfahrenheit springt sofort ins Auge und so hat sie einen schweren Stand im Reservat. Und so bittet sie Cory um Hilfe. Und nach Winterkleidung. Die hat sie natürlich nicht dabei. Für diese Rolle verantwortlich zeigt sich Elizabeth Olsen. Sie kennt man zum Beispiel aus The First Avenger: Civil War oder Godzilla (2014). Sie bekam etliche kleinere Auszeichnungen, wie den Chicago Film Critics Assosiation Award.

Schauplätze

Wind River wurde in Park City, einer Stadt in Utah gedreht. Die Handlung spielt sich im Wind-River-Reservat ab. Man sieht heruntergekommene Trailer, von Müll umgeben. Direkt nebenan wunderschöne Natur, soweit das Auge reicht. Eine malerische Winterlandschaft, die den Menschen dort jedoch alles abverlangt. Menschen werden gezwungen, dort zu leben.

Form

Optisch ist der Streifen außergewöhnlich. Das beginnt bei der Sichtweite. Im Schneesturm kann man nur wenige Meter weit sehen, kommt dann die Sonne raus, hat man ein wunderschönes Panorama, das jedoch auch die endlose Weite illustriert.

Die Kamera bleibt meist sehr dicht am Geschehen und nimmt den Zuschauer an die Hand, um ihm diese fremdartige Welt zu zeigen.

Der Sound steht meist für sich und mit musikalischer Untermalung wird weitestgehend gespart. In Spannungsmomenten kommt sie immer wieder zum Einsatz, doch generell bleibt der Betrachter mit dem Geschehen allein zurück in der rauen Welt.

Hintergrund

Tokala Clifford und Martin Sensmeier wuchsen beide tatsächlich in einem Indianer Reservat auf.

Regisseur Taylor Sheridan hat persönlich Freunde, die ebenfalls in Reservaten leben. Er hörte ihnen zu, wenn sie von ihren Erfahrungen erzählten.

Die Stämme der Arapahoe und Schoschonen bekamen das Drehbuch im Voraus zugeschickt. Beide Stämme unterstützten das Projekt. Sie erlaubten, die Flaggen ihrer Stämme und ihre Embleme kostenlos zu verwenden. Der Tunica-Biloxi-Stamm in Louisiana steuerte sogar finanzielle Unterstützung bei.

Genre & Fazit

Wind River ist ein besonderer Film. Renner liefert eine weltklasse Leistung, ein Großteil des Casts besteht aus Angehörigen diverser Indianer Stämme und auch die Location ist besonders.

Die pure Natur in ihrer gesamten Pracht und Macht. Beides wechselt ständig. Mitten in ihr leben Menschen. Gezwungen an den Rand der Gesellschaft. Das vorherrschende Elend wird schonungslos präsentiert. Selbstverständlich ist es nicht überall so, doch das Gefühl, das vermittelt wird, passt recht gut. Der Kontrast macht sprachlos. Hier die verwahrlosten Trailer und direkt nebenan die bildschöne Natur.

Der Fall an sich ist spannend und auch lange nicht ganz klar. Zum Ende hin wird er dann doch leider etwas zu abrupt gelöst. Bis dahin entwickelt sich die Spannungskurve allerdings sehr gut.

Auch den inneren Kampf, den Cory führt, erlebt man hautnah und realistisch mit. So wird der Streifen stark beeinflusst. Er ist ein ständiges Hin und Her zwischen Stärke, Verzweiflung, Hoffnung und Resignation.

Insgesamt fand ich Wind River sehr unterhaltsam und mit interessanten Blickwinkeln auf die richtigen Themen. Durch die Winterlandschaft fühlte ich mich etwas an den Film Schneemann erinnert. Nur ist Wind River um Welten besser. Das Ende hätte vielleicht einen Tick spannender und verworrener sein können, doch ich bin zufrieden mit dem Gesamtwerk.

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Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion: [yasr_multiset setid=0] Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten: [yasr_visitor_multiset setid=0]

© Wild Bunch Germany

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