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Ein Zombie mit aufgerissenen Mond und mordlüstigen Hunger. Yummy geizt nicht mit expliziten Effekten.

Yummy

Eine Schönheits-Op hat ihre Risiken. Vor allem dann, wenn in der Klinik eine Zombie-Apokalypse ausbricht. Genau das ist in Yummy der Fall und ob sich der Klinikbesuch lohnt, erfahrt ihr bei uns

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TitelYummy
Jahr2019
LandBelgien
RegieLars Damoiseaux
DrehbuchLars Damoiseaux, Eveline Hagenbeek
GenreHorror
DarstellerMaaike Neuville, Bart Hollanders, Benjamin Ramon, Clara Cleymans, Annick Christiaens, Eric Godon, Joshua Rubin, Taeke Nicolai, Tom Audenart
Länge88 Minuten
FSKab 18 Jahren freigegeben
VerleihBush Media Group
Das Cover zu Yummy zeigt einen blutigen Handabdruck
Blu-ray-Cover zu Yummy © Busch Media Group

Alison (Maaike Neuville) möchte sich ihre Brüste verkleinern lassen und fährt deswegen mit ihrem Freund Michael (Bart Hollanders) und ihrer Mutter (Annick Christiaens) irgendwo noch Osteuropa. Denn im Internet haben sie dort eine kostengünstige und scheinbar hochwertige Schönheitsklinik entdeckt. Doch so imposant wie auf der Webseite ist die Klinik dann doch nicht. Unwohles macht sich breit und vor allem Michael ist skeptisch. Doch Alison und ihre Mutter wollen ihre Ops dennoch durchziehen. Während der Vorbereitungen durchforstet Michael das Gebäude und entdeckt eine bissige und gefesselte Frau, die sich durch sein zutun befreien kann. Natürlich ist sie ein Zombie und das blutige Chaos nimmt seinen Lauf.




Von 0 auf Gedärme-Party in wenigen Minuten

Dank der Initiative von Regisseur Lars Damoiseaux und der mehrheitlichen Finanzierung über Crowdfunding kommt endlich mal eine Zombie-Hatz aus Belgien. Denn Genre-Filme bekommt man aus dieser Region ja eher kaum zu Gesicht. Und mit Yummy liefert man gleich einen richtig blutigen Vertreter ab, der versucht Spaß und Gore in bester Braindead-Manier zu einen. Natürlich erreicht man dabei nicht die Klasse von Peter Jackson Genre-Klassiker, doch die Vorbilder sind klar erkennbar. Und das sollte man bei seiner Erwartungshaltung auch beachten, denn abseits von der Schönheitsthematik bekommt man hier nichts neues geliefert. Aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein, denn wenn man bekanntes sympathisch und wertig neu arrangiert, kann man durchaus seinen Spaß damit haben. Und einen gewissen Charme kann man diesem von Genre-Fans ins Leben gerufenen Projekt garantiert nicht absprechen.

Alison (Maaike Neuville) und ihr Mann Michael (Bart Hollanders) sind mit der Zombiesituation in der Schönheitsklinik überfordert. Yummy geht an die Grenzen.
Alison (Maaike Neuville) und ihre Mitstreiter können nicht glauben, wie ihnen gerade geschieht. © Busch Media Group

Viel Zeit lässt man sich mit seiner Vorgeschichte übrigens nicht. Nachdem die Figuren, deren Belange und das Setting eingeführt wurden, geht es auch schon ans Eingemachte. Denn relativ zügig überrennen die Zombies die Klinik und eine Handvoll von Menschen versucht aus dem Chaos zu entfliehen. Wie gesagt, Neues bekommt man hier nicht geboten, doch dafür jede Menge Blut und Gore. Leider schwenkt die Kamera bei der eigentlichen Action immer weg, weshalb man meist nur das blutige Ergebnis zu sehen bekommt. Diese wurden aber mit wertigen praktischen Effekten in Szene gesetzt, welche abgetrennte Gliedmaßen und Innereien in Hülle und Fülle liefern. Schade dabei ist aber, dass auch immer wieder der Computer für die Effektarbeit zu Hilfe genommen wurde. Das sieht zum einen bescheiden aus und nimmt zum anderen der Splatter-Party seinen Wirkung und damit den Unterhaltungswert.

Ideenlose zweite Hälfte

Yummy möchte nicht nur die blutigen Gelüste der Genre-Fans stillen, sondern dabei auch die Lachmuskeln strapazieren. Aufhänger dafür sind natürlich die Besonderheiten der Schönheitsklinik und so bekommt man eine fehlgeleitete Fettabsaugung oder einen verlängerten Penis im Kampf mit Feuer und Eis zu Gesicht. Schenkelklopfer sind das jetzt nicht und der Humor bewegt sich durchaus in den unteren Regionen, doch für einige Schmunzler sind die Gags definitiv zu haben. Zudem sind die Hauptdarsteller Maaike Neuville und Bart Hollanders durchaus sympathisch und gehen ihre Rollen mit der nötigen Lockerheit an. Nach seinem temporeichen Auftakt verliert sich der Film dann aber in seinen Krankenhausgängen und schafft es nicht mehr für Höhepunkte zu sorgen. Das Tempo ist raus und sorgt erst das Finale mit seinem zynischen und konsequenten Abgang für ein Highlight.

Yummy geizt nicht mit Innereien und Blut, wie dieser geteilte Zombie beweist.
Die zweite Hälfte ist unausgegoren © Busch Media Group

Die Ideen langen nicht für die volle Spielzeit und auch aus dem Setting mit der Schönheitsklinik macht man letztlich zu wenig. Ein paar seichte Seitenhiebe hier und da, doch die Chance für eine saftige Kritik am Schönheitswahn lässt man ungenutzt liegen. Vielmehr nutzt man den Umstand, um nackte Tatsachen unter das blutige Gemetzel zu mischen. Für einen über Crowfunding teilfinanzierten Film sieht Yummy übrigens recht ordentlich aus und liefert dabei knallige Farben und dunkle Gänge. Nur die deutsche Synchronisation ist unterirdisch und raubt dem Film jegliche Atomsphäre, weshalb der Wechsel auf O-Ton mit oder eben ohne Untertitel die ratsame Wahl ist.

Unser Fazit zu Yummy

Wer schön sein will muss leiden oder erstmal überleben. Denn der Ausbruch einer Zombie-Apokalypse in einer Schönheitsklinik ist schon eine ordentliche Überlebensherausforderung. Mit dieser Ausgangslage bewegt sich Yummy auf ausgetretenen Zombie-Pfaden und schaut dabei ehrfürchtig zu seinen Vorbildern auf. Eigene Ideen und Gags rund um den Schönheitswahn geben dem Film dann aber einen feinnuancierten eigenen Touch. Das hat mit seinem temporeichen Beginn durchaus seinen Charme, verliert sich mit fortlaufender Spieldauer aber in Ideenlosigkeit. Für gute Laune bei Genre-Freunden sorgen aber die zahlreichen Splattereffekte, die dann überzeugen, wenn sie handgemacht sind.

Yummy ist seit dem 23.10.2020 digital und auf Blu-ray erhältlich. Aktuelle Informationen zu dem Film und anderen Filmen der Busch Media Group gibt es auf buschmediagroup.com und facebook.com/buschmediagroup.

Unsere Wertung:

 

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© Busch Media Group

Onno

Als Kind in einen Topf aus VHS-Kassetten gefallen und kann seitdem nicht mehr wegschauen.

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