Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld ist das neueste Abenteuer der Kult-Knetfiguren von Aardman. Kann die Halloween-Geschichte an die guten Vorgänger anschließen?
Darum geht’s in Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld
Zur großen Freude von Shaun und seinen wolligen Freunden steht auf der „Mossy Bottom“-Farm Halloween vor der Tür. Nur leider zerstört der tollpatschige Farmer kurz vor dem Fest den Kürbisgarten der Schafherde und nun liegt es an Shaun, eine Lösung zu finden! Als dieser daraufhin zum verrückten Wissenschaftler wird, der Farmer urplötzlich verschwunden ist und obendrein noch ein haariges Ungeheuer in den Wäldern von Mossingham umherstreift, ist das Chaos perfekt und alle bereit für ein ebenso lustiges wie aufregendes, neues Abenteuer!
Wolliger Wissenschaftler
Wie immer in den Filmen der berühmten Stop-Motion-Filmfabrik Aardman Animations nehmen die Macher munter Anleihen an legendäre Filmklassiker. So transformiert sich Shaun bei seinen Kürbis-Experimenten schnell in einen verrückten Wissenschaftler samt wolliger Sturmfrisur und diabolischem Gelächter, dessen mit allerlei Gebräuen ausgestattete Labor an Dr. Frankensteins mystischen Entstehungsdrang erinnern.
Mit viel Slapstick und Missgeschicken kreiert er jedoch nicht nur Kürbisse, die nicht mehr aufhören wollen zu wachsen, sondern aus dem Farmer auch ein haariges Monstrum, das sowohl die tierischen Anwohner der „Mossy Bottom“-Farm als auch die anliegende Stadt Mossingham terrorisieren wird. Gemeinsam mit Hütehund Blitzer müssen Shaun und seine Herde also auch wieder das geliebte Herrschen beschützen.
Kurzweiliger Gruselspaß
Nach den ersten beiden Kino-Abenteuern Shaun das Schaf – Der Film und Shaun das Schaf – Der Film: UFO-Alarm traut sich das dritte Abenteuer rund um das clevere Schaf, das einst seine Anfänge in einem Wallace & Gromit-Film fand, also in düstere Gefilde. Pünktlich zur Herbstzeit kommt ein wie immer detailverliebtes Stop-Motion-Abenteuer in die Kinos, das an Klassiker des Genres referiert, aber dabei den leichtsinnigen Quatsch nie verliert. Wenn dann an die Geräuschkulisse von Horror-Klassiker Psycho durch die im Mund hin- und herschabende Zahnseide erinnert wird, dann fühlen sich Jung und Alt gleichermaßen wohl.
Es ist immer wieder beeindruckend, wie die Aardman-Animateure und Regisseure Steve Cox und Matthew Walker ihren durchweg stummen Protagonisten allein durch Mimik, Gestik und gelegentliche Laute eine abendfüllende Geschichte erzählen lassen. Zwar waren die vergangenen Teile noch etwas kompakter inszeniert, und auch der dritte Teil von Shaun das Schaf setzt – wie viele Animationsfilme – auf ein möglichst actionreiches Finale. Vor allem aber wird der Farmer mehr thematisiert als bisher, bekommt er gar eine eigene Liebesgeschichte zugeschrieben. Generell lässt sich das tierische Schlamassel in den 70 Minuten Laufzeit kurzweilig wegschauen.
Am Ende ein Fest
Inszenatorisch wird für Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld als spaßige Gruselhommage auch viel auf den Einsatz von Schatten, zwielichtiger Beleuchtung und Nebelschwaden gesetzt, die sich mit den chaotischen Slapstick-Einlagen die Waage halten und besonders jungen Zusehenden einen gewissen Schauer zutrauen. Wenn schließlich alle Tiere wieder zusammen in der Scheune feiern und der herzliche Titelsong ertönt, ist der kurze Gruselfaktor schnell wieder vergessen.
© Aardman/Studiocanal
Fazit zu Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld
Auch das dritte Kino-Abenteuer von Shaun das Schaf überzeugt als kurzweiliger Animations-Spaß, der die bekannten Slapstick-Einlagen der liebenswürdigen Figuren mit einer schmissigen Gruselhommage abwechselt – ideal für Jung und Alt zu Halloween!