Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld ist das neueste Abenteuer der Kult-Knetfiguren von Aardman. Kann die Halloween-Geschichte an die guten Vorgänger anschließen?

Darum geht’s in Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld

Key-Art © Aardman/Studiocanal

Wolliger Wissenschaftler

Wie immer in den Filmen der berühmten Stop-Motion-Filmfabrik Aardman Animations nehmen die Macher munter Anleihen an legendäre Filmklassiker. So transformiert sich Shaun bei seinen Kürbis-Experimenten schnell in einen verrückten Wissenschaftler samt wolliger Sturmfrisur und diabolischem Gelächter, dessen mit allerlei Gebräuen ausgestattete Labor an Dr. Frankensteins mystischen Entstehungsdrang erinnern.

Mit viel Slapstick und Missgeschicken kreiert er jedoch nicht nur Kürbisse, die nicht mehr aufhören wollen zu wachsen, sondern aus dem Farmer auch ein haariges Monstrum, das sowohl die tierischen Anwohner der „Mossy Bottom“-Farm als auch die anliegende Stadt Mossingham terrorisieren wird. Gemeinsam mit Hütehund Blitzer müssen Shaun und seine Herde also auch wieder das geliebte Herrschen beschützen.

Kurzweiliger Gruselspaß

Nach den ersten beiden Kino-Abenteuern Shaun das Schaf – Der Film und Shaun das Schaf – Der Film: UFO-Alarm traut sich das dritte Abenteuer rund um das clevere Schaf, das einst seine Anfänge in einem Wallace & Gromit-Film fand, also in düstere Gefilde. Pünktlich zur Herbstzeit kommt ein wie immer detailverliebtes Stop-Motion-Abenteuer in die Kinos, das an Klassiker des Genres referiert, aber dabei den leichtsinnigen Quatsch nie verliert. Wenn dann an die Geräuschkulisse von Horror-Klassiker Psycho durch die im Mund hin- und herschabende Zahnseide erinnert wird, dann fühlen sich Jung und Alt gleichermaßen wohl.

Es ist immer wieder beeindruckend, wie die Aardman-Animateure und Regisseure Steve Cox und Matthew Walker ihren durchweg stummen Protagonisten allein durch Mimik, Gestik und gelegentliche Laute eine abendfüllende Geschichte erzählen lassen. Zwar waren die vergangenen Teile noch etwas kompakter inszeniert, und auch der dritte Teil von Shaun das Schaf setzt – wie viele Animationsfilme – auf ein möglichst actionreiches Finale. Vor allem aber wird der Farmer mehr thematisiert als bisher, bekommt er gar eine eigene Liebesgeschichte zugeschrieben. Generell lässt sich das tierische Schlamassel in den 70 Minuten Laufzeit kurzweilig wegschauen.

Die Herde träumt von riesigen Halloween-Kürbissen © Aardman/Studiocanal

Am Ende ein Fest

Inszenatorisch wird für Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld als spaßige Gruselhommage auch viel auf den Einsatz von Schatten, zwielichtiger Beleuchtung und Nebelschwaden gesetzt, die sich mit den chaotischen Slapstick-Einlagen die Waage halten und besonders jungen Zusehenden einen gewissen Schauer zutrauen. Wenn schließlich alle Tiere wieder zusammen in der Scheune feiern und der herzliche Titelsong ertönt, ist der kurze Gruselfaktor schnell wieder vergessen.

© Aardman/Studiocanal

Fazit zu Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld

3.5 Sehenswert

Auch das dritte Kino-Abenteuer von Shaun das Schaf überzeugt als kurzweiliger Animations-Spaß, der die bekannten Slapstick-Einlagen der liebenswürdigen Figuren mit einer schmissigen Gruselhommage abwechselt – ideal für Jung und Alt zu Halloween!

  • User Ratings (0 Votes) 0
Hinterlasse einen Kommentar

Exit mobile version