Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Away
    Filme

    Away

    Jan Wernervon Jan Werner1. September 2020Keine Kommentare6 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Drei Crewmitglieder in Raumanzügen in Away
    Drei Crewmitglieder in Raumanzügen in Away
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Mit Space Force hat sich Netflix zuletzt eher auf ironische Weise dem Thema Raumfahrt gewidmet. Mit Away schlägt man nun beim Streamingdienst deutlich ernstere Töne an. Erfahrt hier, wie gut das Science Fiction-Drama mit Hilary Swank geworden ist.

    [su_youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=18wNy5KuuHg“]

    Das Poster der Serie Away
    Das Hauptmotiv der Serie Away © Netflix

    Away – Mars-Astronauten sind auch nur Menschen

    Als sich die amerikanische Astronautin Emma Green (Hilary Swank) auf die Leitung einer internationalen Mannschaft und den ersten Raumflug zum Mars vorbereitet, muss sie damit leben, dass sie ihren Mann (Josh Charles) und ihre Teenager-Tochter (Talitha Bateman) in einem Moment zurücklässt, in dem beide sie am meisten bräuchten. Je weiter sich die Crew von der Erde entfernt, desto komplexer und dynamischer werden die emotionalen Konflikte, als allen bewusst wird, was sie zurückgelassen haben. Away handelt davon, dass wir manchmal die Heimat verlassen müssen, wenn wir nach den Sternen greifen.

    Die Review basiert auf allen 10 Folgen der ersten Staffel, die uns Netflix dankenswerterweise vorab zur Verfügung gestellt hat.

    Eine Astronautin sitzt in einem Vorbereitungsraum in Away
    Emma Green (Hilary Swank) vor dem Abflug Richtung Mars © Netflix

    Eine Vision von einer nicht allzu fernen Zukunft

    Away erzählt die Geschichte einer Marsmission, wie sie vermutlich innerhalb des nächsten Jahrzehnts tatsächlich stattfinden könnte. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass man als Zuschauer noch viel mehr als bei ähnlich gelagerten Gedankenspielen das Gesehene auf Plausibilität hin hinterfragt. Auch wenn man natürlich nicht exakt so in ein paar Jahren die Reise zum Mars antreten wollen wird, so ist es doch sehr gut vorstellbar, dass die Mission ein nationenüberspannendes Projekt sein wird wie eben in der Serienversion.

    Sowohl das Team der fünf Astronauten als auch die Wissenschaftler, die das Projekt von der Erde aus dirigieren, entstammen verschiedenen Ländern, die sich schon in der Vergangenheit in der Raumfahrt verdingt gemacht haben. So steigt Hilary Swank (Logan Lucky) als Emma Green stellvertretend für die NASA ins Space Shuttle. Mit an Bord sind dann neben der Kommandantin ein Russe (Mark Ivanir), ein Inder (Ray Panthaki), eine Chinesin (Vivian Wu) und ein afrikanischstämmiger Brite (Ato Essandoh).

    Überaus gelungen ist in Away, wie man einerseits die Klischees über die jeweiligen Landsleute aufgreift und dann aber auch jeweils die Stärken der Figuren daraus ableitet. Immer wieder müssen die Astronauten, Taikonauten und Kosmonauten einerseits an Bord als Team für den Erfolg zusammenarbeiten und andererseits nicht ihre Stellvertreterrolle für ihre Heimatnationen außer Acht lassen. Aus diesem Spannungsfeld ergeben sich nachvollziehbare Konfliktherde, aus denen die Dramaserie ihre stärkeren Momente zieht.

    Alexis sitzt in der Schulkantine mit ihren Freundinnen, auf dem Tisch steht ihr Essen | Away
    Alexis (Talitha Bateman) ist die Tochter der Kommandantin Green © Netflix

    In Away stehen die menschlichen Dramen über der Science-Fiction

    Wer sich von Away eine Science Fiction Serie à la The Expanse, nur eben näher an unserer Jetztzeit, erwartet hat, der wird enttäuscht werden. Der Schwerpunkt dieser Geschichte liegt eindeutig auf der zwischenmenschlichen Ebene. Hier spielen sich die interessanten Dramen ab. Eindeutig im Fokus steht die Frage, was es mit Menschen macht, wenn sie bereit sind, ihre Familie hinter den Fortschritt der Menschheit stellen, aber auch die Gegenseite, also die auf der Erde Zurückgelassenen, wird vielfältig porträtiert. Es ergeben sich zwangsläufig innere Kämpfe, wenn man beispielsweise während der Mission erfährt, dass dem Gatten oder dem Kind auf der Erde etwas zustößt und man nicht zurückkehren und Beistand leisten kann.

    Sehr spannend wird es vor allem, da man anhand der unterschiedlichen Persönlichkeiten auch sieht, wie schnell sich Motivationen dann auch während einer Reise ins Ungewisse ändern können. Selbst der, der am meisten Gewissheit gezeigt hat, sich im Zweifelsfall für den Erfolg der Mission zu opfern, kann doch Heimweh entwickeln oder letztendlich mehr als alle anderen am eigenen Leben hängen.

    Drei Crewmitglieder in Raumanzügen in Away
    Misha (Mark Ivanir), Emma und Ram (Ray Panthaki) in voller Montur © Netflix

    Away ist in den ruhigen Momenten stark, …

    In den Situationen, in denen sich den Schicksalen der Crewmitglieder gewidmet wird, oftmals auch unterstützt von Rückblenden in die Vergangenheit oder gar Kindheit, kann Away durch starke Emotionen glänzen. Schön ist, dass zwar die Protagonistin Emma Green und ihre Familie im Vordergrund stehen, aber dennoch auch alle anderen aus dem Team mit reichlich Hintergrund zu spannenden Figuren aufgebaut werden. An Bord des Missionsschiffs Atlas gibt es über die 10 Folgen hinweg dann einige richtig starke Dialogszenen, die auf Basis des Wissens über die Charaktere durchaus für Gänsehaut sorgen können. An dieser Stelle soll nicht zu viel verraten werden, aber speziell auch die Figuren, die anfangs eher unsympathisch und distanziert wirken, entwickeln sich im Laufe der ersten Staffel zu den spannendsten Persönlichkeiten.

    … aber kann in den Spannungsmomenten selten überraschen

    Im Überbau hat man aber trotzdem eine Science Fiction-Story, wie man sie schon unzählige Male gesehen hat. Es geht um eine Pioniermission, auf der natürlich einige Unwägbarkeiten lauern, die man durch Teamwork, die individuelle Genialität der Raumfahrer und Glück überstehen muss. Diese Szenen wirken dann teils zu konstruiert und abgedroschen, vor allem aber auch in ihrer Inszenierung zu vorhersehbar und unspektakulär, um erfahrene Science Fiction-Fans vom Hocker reißen zu können. Mit großen Vorbildern wie Gravity und Der Marsianer kann man bei weitem nicht mithalten, obwohl man sich erkennbar daran orientiert hat.

    Schauspielerisch stark, technisch aufs wesentliche konzentriert

    Wenn man schon eine Oscarpreisträgerin im Cast hat, dann sollte man deren Qualität auch einzusetzen wissen. Glücklicherweise ist es in Away gelungen, sowohl Hilary Swank als auch ihren Co-Stars einiges ihrer schauspielerischen Güte heraus zu kitzeln. Wie bereits angedeutet, sind die zwischenmenschlichen Reibungen, die sich aufgrund der unterschiedlichsten Typen und den Zielen, die die Charaktere verfolgen, an Bord des Raumschiffs ergeben, die eindeutig die starken Momente von Away. Da die Menschen hinter den Astronauten allesamt komplexe Persönlichkeiten haben, müssen die Darsteller ein großes Spektrum an Emotionen abbilden können. Durch die Bank ist der Cast, was dies betrifft, absolut fantastisch zusammengestellt. Ein besonderes Lob muss man hier noch an die Jungschauspielerin Talitha Bateman aussprechen. Sie ist für mich das heimliche Highlight der Serie als Serientochter von Hilary Swank.

    Bei den visuellen Aspekten hat man sich stets darauf besinnt, dass man nicht mit hoch budgetierten Blockbustern des Genres mithalten kann. Selten sieht man Außenaufnahmen im All oder vom Raumschiff. Wenn man allerdings dann mal einen Weltraumspaziergang darstellen muss, dann sieht das schon sehr wertig aus. Ein optisches Spektakel darf man sich jedoch nicht erhoffen. Die Innenaufnahmen des Shuttles und die Zentrale in Huston wirken wiederum auch lebensecht und unterstreichen nochmals den Anspruch von Away an eine sehr realistische Darstellung der zeitgenössischen Raumfahrt.

    Unser Fazit zu Away

    Die Dramaserie mit dem Science Fiction-Setting ist kein Futter für Fans actionreicher Weltraumabenteuer. Die teils erzwungenen Spannungsmomente, die die Crew auf die Probe stellen sollen, zeigen wenig Neues. Dafür punktet Away durch nachvollziehbare menschliche Tragödien sowie einen hohen Grad an Realismus. Auch wer die Darsteller in anderen Rollen bereits überzeugend fand, darf dem  Neuling eine Chance geben, da der Cast eine Vielzahl an interessanten Persönlichkeiten mit hohem Identifikationspotenzial zum Leben erwecken kann.

    Away kann ab dem 4. September komplett bei Netflix gestreamt werden.


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      Fabian und die mörderische Hochzeit
    • Jan Werner
      Wonder Man
    • Jan Werner
      The Beauty
    • Jan Werner
      Pillion
    Vorheriger BeitragIm Netz der Gewalt
    Nächster Beitrag Nina Wu

    Weitere Beiträge

    2.0

    Fabian und die mörderische Hochzeit

    von Jan Werner
    3.5

    Pillion

    von Jan Werner
    2.5

    Primate

    von Simon Eultgen
    3.5

    Splitsville

    von Jan Werner
    3.0

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    von Stefan Brüning
    3.5

    The Rip

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Fabian und die mörderische Hochzeit

    24. Januar 2026

    Wonder Man

    23. Januar 2026

    The Beauty

    22. Januar 2026

    Pillion

    21. Januar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.