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    Startseite » Backcountry – Gnadenlose Wildnis
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    Backcountry – Gnadenlose Wildnis

    Simon Eultgenvon Simon Eultgen15. Dezember 2021Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Die Hauptfiguren Jenn und Alex stehen vor ihrem Zelt im Wald und schauen sich an.
    Der Wanderausflug von Jenn und Alex wird zum Alptraum © Pandastorm
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    Mit seinem Debütfilm Backcountry serviert Adam MacDonald einen geradlinigen Tierhorrorfilm, bei dem ein junges Paar blutige Bekanntschaft mit einem Schwarzbären macht.

    Das DVD- und Blu-ray-Cover von Backcountry, auf dem sich eine Frau vor einem Schwarzbären versteckt
    Das DVD- und Blu-ray-Cover von Backcountry © Pandastorm

    Die Handlung von Backcountry

    Das junge Pärchen Jenn (Missy Peregrym) und Alex (Jeff Roop) unternimmt einen Wander- und Campingtrip in den Wäldern Kanadas. Was als romantischer Ausflug gedacht war, den Alex mit einem Heiratsantrag krönen wollte, entpuppt sich jedoch bald als Kampf ums Überleben. Nicht nur verlieren die beiden die Orientierung in der schier endlosen Wildnis, auch ein hungriger, aggressiver Schwarzbär nimmt ihre Fährte auf. Eine Konfrontation scheint unausweichlich.

    Open Water im Wald

    Mit Backcountry präsentiert der Schauspieler Adam MacDonald seinen ersten eigenen Spielfilm als Regisseur und Autor. Basierend auf einer wahren Geschichte bringt er, ähnlich wie in Open Water, ein junges Paar in eine absolute Extremsituation. Statt im Meer gehen Jenn und Alex in den Wäldern Kanadas verloren. Um waschechtes Survival-Feeling ohne rettendes Ufer aufkommen zu lassen, konstruiert das Drehbuch allerdings einigen Blödsinn, was das Verhalten seiner Figuren angeht. Dass Alex ohne Karte und Kompass in die Wildnis loszieht, weil er seinem Gedächtnis vertraut, und auch das Handy seiner Freundin heimlich im Auto lässt, damit sie es nicht ständig benutzt, ist über die Maßen unglaubwürdig.

    Zwar gehören Klischees in Genrefilmen ein Stück weit dazu, können sogar das Salz in der Suppe sein. Doch wenn Figuren sich überhaupt nicht mehr nachvollziehbar verhalten dürfen, meint man weniger eine „echte“ Geschichte zu erleben. Stattdessen hört man laut die Drehbuchseiten rascheln, die das Geschehen lenken. Wer über diese kritischen Punkte teilweise oder ganz hinwegsehen kann, taucht dennoch schnell in die Tiefe und schier unendliche Weite des kanadischen Waldes ab. Dicht bewachsene Waldstücke sorgen für eine beklemmende Enge. Lichtungen mit Blick in die Ferne unterstreichen das Verlorensein in der Wildnis. Die Bewunderung für die Schönheit der Natur weicht nach und nach der Panik über deren Unerbittlichkeit, vor allem als sich erste Anzeichen für eine ernsthafte Bedrohung einstellen.

    Die Hauptfiguren Jenn und Alex stehen vor ihrem Zelt im Wald und schauen sich an.
    Der Wanderausflug von Jenn und Alex wird zum Alptraum © Pandastorm

    Hier steppt der Bär

    Obwohl der Gegenspieler des Films dank Cover leider schon gespoilert wird, setzt Adam MacDonald auf eine sehr behutsame Einführung seines Antagonisten. Ein paar abgeknickte Äste sowie eine Tatze im Erdboden müssen lange Zeit genügen. Die Absicht ist klar: Die Zuschauer:innen wissen sehr viel schneller als die Hauptfiguren, dass es eine Bedrohung gibt und wie diese aussieht. So soll im besten Sinne Hitchcocks ein kribbelndes Suspense-Gefühl entstehen. Wann wird der Angriff erfolgen und kann das Paar sich erfolgreich zur Wehr setzen?

    So bewusst minimalistisch der Wanderausflug in Backcountry insgesamt gehalten ist, so wenig unterhaltsam ist der Film leider doch in der ersten Hälfte der nur 90-minütigen Laufzeit. Besonders für regelmäßige Genregucker wirkt der schrittweise Spannungsaufbau doch reichlich schematisch und reißbretthaft. Zudem entpuppt sich die Begegnung des Pärchens mit einem geheimnisvollen Fremden (Eric Balfour) als reines Füllmaterial, das für die weitere Handlung keinerlei Bedeutung hat.

    Ein Schwarzbär steht auf einer kleinen Lichtung.
    Die Bedrohung in Backcountry: Ein Schwarzbär © Pandastorm

    Nichtsdestotrotz bleibt die große Vorfreude auf die unausweichliche Konfrontation mit dem Schwarzbären. Hier punktet Adam MacDonald auf ganzer Linie mit unerbittlicher Härte und Konsequenz, die dem Film dann endlich den nervenaufreibenden Thrill verleiht, der über viele Minuten vorbereitet werden sollte.

    Ein absoluter Gewinn ist es, dass Backcountry einen echten Bären präsentiert, statt das geringe Budget mit schnell peinlich wirkenden CGI-Effekten zu belasten. Lediglich bei der einen oder anderen Szene ist überdeutlich ein bloßer Puppenkopf zu erkennen, der mit hektischem Kameragewackel etwas unkenntlich gemacht werden soll. Im blutigen Nahkampf ist dies jedoch schnell vergessen. Das Finale wird so zum absolut befriedigenden Payoff, der gerne etwas länger hätte sein dürfen.

    Unser Fazit zu Backcountry

    Backcountry ist ein in allen Belangen genretypischer Horrorthriller, der über ein langsam wachsendes Gefühl der Bedrohung für Nervenkitzel sorgen möchte. Dabei gehören einige dumme Fehler sowie Leichtsinnigkeiten der Figuren ebenso dazu wie eher belanglose Gespräche beim Wanderausflug. Erst der blutige Höhepunkt weiß durch seine Explizitheit und seine tiefgreifenden Konsequenzen zu schocken, sodass das spannende Schlussdrittel für den schleppenden Aufbau entschädigt. Zudem beweist Debütant Adam McDonald sein Talent für stimmungsvoll-ästhetische Bilder, die für Unbehagen sorgen und ein Gefühl der Isolation befeuern. Genrefans sollten alles in allem einen Blick riskieren und könnten positiv überrascht werden.


    © Pandastorm

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