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    Startseite » Ballon
    Filme

    Ballon

    Onnovon Onno19. März 2019Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Der Ballon © Studiocanal Home Entertainment
    Kurz vor dem nächtlichen Start: Der Ballon entfaltet sich. © Studiocanal Home Entertainment
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    Michael „Bully“ Herbig kann auch ernst. Mit Ballon inszeniert das Komödien-Ass einen spannenden Thriller mit dramatischen Zügen rund um die spektakuläre Ballonflucht aus der ehemaligen DDR. Seit dem 14.03.2019 ist die Flucht auf DVD, Blu-ray, 4k-UHD und VoD erhältlich.

    Cover zu © Studiocanal Home Entertainment
    Blu-ray-Cover zu Ballon © Studiocanal Home Entertainment

    Fliegend in den Westen

    Jugendweihe 1979 im thüringischen Pößneck. Im Anschluss an die Festivitäten planen die Familien Strelzyk und Wetzel eine gemeinsame Flucht aus der DDR. Die Bedingungen sind vortrefflich, denn die Flucht soll mit einem Ballon gelingen und die Windbedingungen sind perfekt. Während Familie Wetzel Bedenken bezüglich der Tragkraft bekommt, realisiert Familie Strelzyk den Fluchtversuch. Doch es bleibt nur beim Versuch, denn der Ballon stürzt wenige Meter vor der Grenze ab. In dem Glauben, sich aller Beweise entledigt zu haben, versuchen sie, wieder ihrem normalen Alltag nachzugehen. Die Stasi wird auf den Fluchtversuch aufmerksam und sucht händeringend nach den Tätern. Mit der Stasi im Nacken wird ein neuer Ballonfluchtversuch in Angriff genommen.

    Authentische Ballonflucht

    Dass Michael „Bully“ Herbig ein Händchen für Inszenierungen hat, konnte man schon in vielen seiner Werke erkennen. Hatte er sich bisher ausschließlich dem komödiantischen Genre zugewandt, liefert er mit Ballon nun einen ersten überzeugenden Schritt in ernste Gefilde. Als Kind begeistert von der Geschichte und deren ersten Verfilmung Mit dem Wind nach Westen seitens Disney, hatte er in den letzten 6 Jahren sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt, diesen Stoff nach seinen eigenen Vorstellungen umzusetzen. Mit der Recherche von Original-Material der Stasi, dem Austausch mit Günter Wetzel und akribischer Feinarbeit war er sehr bedacht darauf, eine im höchsten Maße authentische Umsetzung der Geschichte zu inszenieren. Genau das merkt man dem Film auch an und ist eine seiner großen Stärken. Originalgetreue Locations wurden liebevoll ins Jahr 1979 transportiert und erschaffen so einen authentischen und atmosphärischen Rahmen für die spektakuläre Flucht.

    Flucht geplant © Studiocanal Home Entertainment
    Familie Strelzyk plant vehement an ihrer Flucht © Studiocanal Home Entertainment

    Die Ballonflucht liegt dabei eindeutig im Fokus. Von Beginn an steht die Familie unter Stress ob der geplanten Flucht. Ständig verfolgt sie dabei die auch für den Zuschauer spürbar gemachte Angst vor der Stasi. Während man den ersten Coup halb vollendet verfolgt, wird der zweite Versuch und die damit verbundene Geheimniskrämerei und Herausforderung ausführlicher dargestellt. Mit einem weiteren Fluchtversuch zwischen den beiden geplanten Ballonfluchtversuchen sorgt man für Orts- und Stimmungswechsel. Man folgt dabei zwar einem interessanten Subplot, verliert so aber kurzzeitig den eigentlichen Fokus aus den Augen.

    Spannende Flucht, aber warum?

    In Ballon befasst sich man sich vordergründig mit der Flucht und den Fluchtversuchen. Die beteiligten Familien und deren Begleitumstände werden nur schemenhaft beleuchtet. Eine kleine Liebesgeschichte mit der Nachbarin und ein paar Alltagsabläufe, mehr bekommt man von der Familie Strelzyk nicht zu sehen. Man lernt sie gleich in einer Stresssituation kennen und das ändert sich auch nicht bis zum Ende. Dabei wäre es hilfreich gewesen, die Familie vorab mehr kennenzulernen und eventuell Situationen aufzuzeigen, die deren Motivation für die Flucht untermauern. Denn für eine solch riskante Aktion bedarf es schon mehr als den bloßen Wunsch, in den Westen zu wollen.

    Die Stasi im Nacken © Studiocanal Home Entertainment
    Die Stasi ist der Familie Strelzyk auf den Fersen © Studiocanal Home Entertainment

    Die Umstände, die zu einer Flucht animieren, werden hingegen in Form der Stasi-Mitarbeiter aufgezeigt. Sowohl der alles hinterfragende Spitzel in Form des Nachbarn als auch der Familie Strelzyk hinterherjagende Oberstleutnant geben ein bedrohliches Bild der Stasi ab. Das trägt auch zu dem sich entspinnenden Spannungsteil gegen Ende des Films bei. Denn Ballon schafft es, trotz des bekannten Ausgangs immer wieder Spannungsmomente aufzubauen.

    Mein Fazit zu Ballon

    “Bully” kann auch anders. Mit Ballon liefert er einen ernsten, emotionalen und auch spannenden Thriller ab. Mit authentischer Detailverliebtheit und einer stimmungsvollen Inszenierung holt er den Zuschauer ins Jahr 1979 und lässt ihn die spektakuläre Ballonflucht hautnah miterleben. Die Fluchtmotivation muss man aber schon selbst mitbringen. Denn leider verpasst man es, den Figuren eine ausgiebige Begründung für eine solch riskante Aktion an die Hand zu geben. Der Wunsch der Flucht war in der ehemaligen DDR allgegenwärtig. Doch es wird kaum beleuchtet, warum gerade diese Familien ihre Kinder und sich selbst in solch große Gefahren bringen. Gelungener ist hingegen die Darstellung der Stasi und ihrer Methoden, wodurch der Spannungsteil ordentlich befeuert wird. Das sorgt dafür, dass man bis zum Schluss mit den Familien fiebert, auch wenn der Ausgang der Flucht schon bekannt sein mag.

    Wir hatten auch die Möglichkeit, ein Interview mit Michael Bully Herbig zu führen und ihm ein paar Fragen zu Ballon zu stellen.

    Der Ballon wird gestartet © Studiocanal Home Entertainment
    Die Familien Strelzyk und Wetzel starten den Ballon © Studiocanal Home Entertainment


    © Studiocanal Home Entertainment

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