Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Blood and Gold
    Filme

    Blood and Gold

    Jan Wernervon Jan Werner21. Mai 2023Keine Kommentare4 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Robert Maaser as Heinrich in Blood & Gold, Courtesy of Netflix 2023
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Ein deutscher Netflix-Film hat vor zwei Jahren überraschend viel weltweiten Zuspruch erhalten: Blood Red Sky von Regisseur Peter Thorwarth. Nun kommt die nächste Zusammenarbeit zum Streamingdienst. Hat Blood & Gold das Potenzial diesen Erfolg zu wiederholen?

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Florian Schmidtke als Dörfler und Alexander Scheer als Von Starnfeld in Nazi-Montur. Blood & Gold
    Florian Schmidtke als Dörfler und Alexander Scheer als Von Starnfeld © Netflix

    Darum geht’s in Blood & Gold

    Frühjahr 1945. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs gerät der desertierte Wehrmachtssoldat Heinrich (Robert Maaser), auf dem Weg zu seiner kleinen Tochter, in die Fänge einer marodierenden SS-Truppe unter ihrem fanatischen Anführer (Alexander Scheer) – und soll aufgehängt werden. Die junge Kriegswitwe Elsa und ihr Bruder retten Heinrich in letzter Sekunde. Die SS ist im nahegelegenen Dorf Sonnenberg auf der Suche nach einem Goldschatz und stößt dabei auf den erbitterten Widerstand der Bewohner, die ihn für sich behalten wollen. Der Goldrausch eskaliert zum Blutrausch. Heinrich, Elsa und Paule kämpfen zwischen den Fronten, aber letztendlich ist Blut dicker als Gold!

    Ein bisschen Tarantino und eine Portion Naziploitation, bitte!

    Regisseur Thorwarth macht gar keinen Hehl daraus, was bei den Ähnlichkeiten auch überflüssig wäre, sich für diesen Actionthriller am Erfolgsfilm Inglourious Basterds ein Vorbild genommen zu haben. Ist ja auch überhaupt nicht schlimm, sich am bestmöglichen Produkt zu orientieren, insofern man dann genug eigene Zutaten mit in den Mixer wirft, um sich damit die Daseinsberechtigung zu verdienen. Und das gelingt dem deutschen Regisseur mit diesem kurzweiligen Film allemal, wenn auch mit Sicherheit noch mehr drin gewesen wäre. Was Blood & Gold allein von vielen deutschen Produktionen abhebt und damit näher an die US-Vorbilder bringt, ist eine gewisse Scheiß-drauf-Attitüde. Vieles wirkt aus der spontanen Idee geboren und nicht erzwungen. Selbst die teils übertrieben auf cool getrimmten Dialoge fügen sich gut in den Charme des Films.
    Natürlich sind die Nazis die Bösen und auch hier werden sie einmal mehr diabolisch und fratzenartig dargeboten, um sie noch verachtungswürdiger und grotesk-lächerlicher zu machen. Aber auch hiermit ist es noch im Rahmen der ohnehin comic-esken Tonalität. Der Film will nur in wenigen Momenten einen Hauch von Seriosität vermitteln, über 95% der Laufzeit aber einfach nur Spaß machen. Und das tut Blood & Gold ganz im Stile des Naziploitation-Subgenres vergangener Jahrzehnte – nur eben mit einer zeitgemäßen und für deutsche Verhältnisse wirklich ordentlichen technischen Umsetzung.
    Marie Hacke als Elsa mit Panzerfaust über der Schulter
    Marie Hacke als Elsa © Netflix

    Bitte etwas mehr Blood!

    Der ohnehin für seine überzeugende Antagonisten-Darbietungen bekannten Alexander Scheer spielt zwar nur eine weitere Nazi-Figur, der man einen Hauch von Landa angedichtet hat, aber macht dies mit so einer Lust und Freude, dass man ihn einfach mit Freude hassen kann. Gleiches gilt auch für seinen Kollegen Florian Schmidtke, der einen weiteren Klischee-Nazi verkörpert. Auf dessen vorhersehbares Ende freut man sich vom ersten Auftreten an als Zuschauer, da er so einen Spaß am Bösesein ausstrahlt. Die beiden Protagonisten machen ebenfalls eine gute Figur, vor allem in den wirklich starken Kampfszenen. Die sind mitunter doch das Highlight des Films. Der Nahkampf zwischen Schmidtke und Maaser verdient ebenso Szenenapplaus wie die wirklich gut eingewobene Female-Empowerment-Facette in Personae Marie Hacke und Petra Zieser.

    Der Film konzentriert sich auf wenige, dafür umso besser ausstaffierte Schauplätze und verbindet diese dann mit seiner recht nebensächlichen, aber doch soliden Story. Kulminieren darf alles am Ende in einem fulminanten Finalakt in einer Kirche, inklusive Panzerfaust und fliegenden Goldbarren. Gut anderthalb Stunden hat man, wenn man eben weiß, worauf man sich einlässt, mit Blood & Gold Spaß und sogar die ein, zwei Haken, die das Skript dann am Ende doch noch schlägt, funktionieren gut und machen die kurzweilige Produktion zu einer runden Sache.

    Will man doch ein Haar in der Suppe finden, dann wäre dies, dass man, wenn man denn schon auf die Kacke hauen darf, dies dann sogar noch mehr hätte ausnutzen können. Ja, das ein oder andere Körperteil fliegt durch die Gegend und auch Blut gibt es hier und da, aber dem eigenen Anspruch eine Nazi-Schlachtplatte zu sein, wäre man noch mehr gerecht geworden, wenn man hierbei deutlicher über die Stränge geschlagen hätte.

    Unser Fazit zu Blood & Gold

    Wie sein Vorgängerfilm ist auch Blood & Gold von Peter Thorwarth eine positive, wenngleich nischigere Bereicherung des Netflix-Katalogs. Will man Nazis leiden sehen, kann man diesen Film aktuell direkt im Double Feature mit dem finnischen Sisu schauen und wird jeweils gut auf seine Kosten kommen. Eine ausgeklügelte Geschichte oder neue Erkenntnisse im Kriegsfilm-Bereich hat beim besten Willen hier ohnehin keiner erwarten dürfen.

    Blood & Gold ist ab dem 26. Mai 2023 bei Netflix abrufbar.


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      How to get to Heaven from Belfast
    • Jan Werner
      Is This Thing On?
    • Jan Werner
      Alex Cross – Staffel 2
    • Jan Werner
      Marty Supreme
    Vorheriger BeitragTrenque Lauquen
    Nächster Beitrag Neu bei Prime im Juli 2023

    Weitere Beiträge

    4.0

    Wuthering Heights – Sturmhöhe

    von Stefan Brüning
    4.0

    Is This Thing On?

    von Jan Werner
    3.0

    Crime 101

    von Luca Mattys
    5.0

    Marty Supreme

    von Jan Werner
    1

    Return to Silent Hill

    von Simon Eultgen
    4.0

    Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

    von Stefan Brüning
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Wuthering Heights – Sturmhöhe

    12. Februar 2026

    How to get to Heaven from Belfast

    12. Februar 2026

    Is This Thing On?

    11. Februar 2026

    Crime 101

    11. Februar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.