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    Startseite » Candy Land
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    Candy Land

    Thomas Hortianvon Thomas Hortian18. Juli 2023Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Ein Mordopfer sitzt auf dem Klo, den Kopf nach oben gerichtet und die Arme über Kreuz - Candy Land
    © Tiberius Film
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    Der Thriller Candy Land versucht sich in einer reizvollen Mischung aus Slasher und Milieu-Studio. Ob das zündet, erfahrt ihr in unserer Review!

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    Vor einem Truck in der Wüste sieht man die langen Beine einer Frau in Hot Pants, die hinter ihrem Rücken ein Messer in Form eines Kreuzes versteckt hält - Candy Land
    Das Cover-Artwork zu Candy Land © Tiberius Film

    Die Handlung von Candy Land

    Sadie (Sam Quartin), Riley (Eden Brolin), Liv (Virginia Rand) und der bisexuelle Levi (Owen Campbell) leben und arbeiten auf einer heruntergekommenen Raststätte, genannt Candy Land. Hier bieten sie Truckern ihre Körper zum Triebabbau an. Der hiesige Sheriff Rex (William Baldwin), der eine Schwäche für Levi hat, versteht sich als Beschützer der kleinen Gemeinschaft. Es ist die Vorweihnachtszeit 1996, als Liv in einer Toilettenkabine eine grausam zugerichtete männliche Leiche findet. Am gleichen Tag schlägt auch die schüchterne Remy (Olivia Luccardi) hier auf und schließt sich den Außenseitern an. Doch sie hütet ein schreckliches Geheimnis…

    Eine schwierige Mischung

    Candy Land ist wahrlich kein typischer Vertreter seiner Zunft. Für einen Slasher hegt er erstaunlich großes Interesse an seinen Charakteren. Als Milieustudie wiederum fehlt es genau denen ein wenig an Tiefe. Auch das Beziehungsgeflecht unter den Bewohnern der versifften Raststätte wird oftmals nur angedeutet, die alte Betreiberin etwa kommt nur in genau einer Szene vor. Dabei müsste sie ja eigentlich ein Teil des Alltags dort sein. Aber tatsächlich erweist sie sich für die Geschichte von Candy Land nicht weiter von Belang.

    Regisseur und Autor John Swab versucht sich hier an einem Balanceakt zwischen Charakterdrama und Psychothriller. Das gelingt ihm aber nur bedingt. Immer, wenn er sich seinen Figuren widmet, lebt der Film auf. Der Kontext, in dem dazu die grausamen Morde stehen, mutet da schon seltsam banal an. Sowieso lässt nur der erste Mord einen kleinen Interpretationsspielraum um den Tathergang, kurze Zeit später ist das Geheimnis schon gelüftet und die Täterin für das Drehbuch und die weiteren Entwicklung innerhalb dieses kleinen Mikrokosmos im Fokus des weiteren Geschehens.

    Sadie, Liv und Riley sitzen an einer Ecke des Motels von Candy Land
    Wenn kein Freier zu sehen ist, ist Abhängen angesagt © Tiberius Film

    John Swab setzt dabei weniger auf oberflächliche Spannungsmoment, denn auf die Anspannung um das Wissen, dass jederzeit etwas Schlimmes passieren könnte. Mit letzteren ist dabei gar nicht die Gefahr durch die Mörderin allein gemeint. Die Behilfsfamilie in Candy Land ist ein fragiles Gebilde, das nur durch das gemeinsam geteilte und erduldete Schicksal zusammengehalten wird. Die Katastrophe am Ende setzt sich aus beidem zusammen, wobei das folgende Blutbad eher als Begleiterscheinung denn Katharsis auftritt. Und das ist ein wenig die Krux an der Sache, da weder das Drama noch der Thriller befriedigend aufgelöst werden. Die finale Enthüllung verliert dadurch fast gänzlich ihr Schockpotenzial.

    Ein gutes Ensemble, mit einer Ausnahme

    Da in Candy Land die Charaktere einen hohen Stellenwert genießen, ist es schon mal schön, dass sie darstellerisch fast durchweg überzeugend umgesetzt werden. Sadie, Riley, Liv und Levi wachsen einen nicht unbedingt ans Herz, werden aber in ihren Handlungen nachvollziehbar beschrieben und von ihren Darstellern zum Leben erweckt. Ein besonderes Lob geht auch an William Baldwin, der endlich mal wieder an seine guten Leistungen zu Anfang seiner Karriere (Infernal Affairs – Trau ihm, er ist ein Cop, Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen) anschließen kann. Sein Sheriff Rex ist vielleicht sogar die interessanteste Figur des Ensembles, die immer irgendwo zwischen hartherzig und fürsorglich pendelt, aber nur selten echte Gefühle zeigt.

    Leider kann da Remy-Darstellerin Olivia Luccardi, die eigentlich die wichtigste Rolle inne hat, nicht ganz mithalten. Es liegt sicherlich auch ein wenig am Skript, das ihr nicht viel gibt, womit sich vernünftig arbeiten ließe. Es ist an dieser Stelle zu sehr auf den finalen Schock ausgerichtet. Dennoch hätte man gerade von ihr eine größere Palette an emotionalen Mini-Ausdrücken erwarten dürfen, denn die Zerrissenheit ihrer Figur wird nicht immer deutlich. Das schmälert die Wirkung von Candy Land auf beiden Ebenen, als Milieustudie wie als Slasher. Mit einer besseren Ausarbeitung der Rolle und einer differenzierteren Darstellung wäre hier deutlich mehr drin gewesen.

    Sheriff Rex kniet im nächtlichen Candy Land über einer Leiche, hinter ihm steht der entsetzte Levi
    Sheriff Rex kümmert sich um die Leichen von Candy Land © Tiberius Film

    Unser Fazit zu Candy Land

    Zum Glück ist Candy Land über weite Strecken gut genug geschrieben, gespielt und inszeniert, dass die angepeilte Mischung durchaus aufgeht. An manchen Stellen gerät zwar Sand ins Getriebe der Dramaturgie, aber darüber kann man guten Gewissens hinwegsehen, denn ärgerlich unverständlich oder gar langweilig wird es hier nicht. Es ist zwar weder Fisch noch Fleisch, mundet aber mit angepasster Erwartungshaltung gut genug, um nicht als Fehler abgetan zu werden. Wer also gerne brutale Morde in einem gut skizzierten, und sehr schmutzigen, Umfeld sehen möchte, sollte definitiv einen Blick riskieren!

    Candy Land ist seit dem 7. Juli 2023 digital zu erwerben und erscheint am 6. August auch auf DVD & Blu-ray!


    © Tiberius Film

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