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    Dark Glasses – Blinde Angst

    Kenan Hasicvon Kenan Hasic16. Juni 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Auf dem Bild sieht man Diana beim Umziehen, nachdem sie ihre Arbeit bei einem Kunden als Sexarbeiterin nachgegangen ist - Dark Glasses
    Diana widmet sich ihrem Tagesgeschäft @ Pierrot Le Fou
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    Dario Argento ist wieder zurück auf dem Regiestuhl! Nach fast einem Jahrzehnt drehte der legendäre Filmemacher mit Dark Glasses – Blinde Angst wieder etwas für die Leinwand. Er begibt sich erneut in die bekannten Gefilde und liefert einen Horrorthriller ab. Kann sein neuestes Werk mit seinem Vorgängern mithalten? Das erfahrt ihr in unserer Kritik! 

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    Auf dem Poster sehen wir Dianas blutverschmiertes Gesicht und in der Reflexion ihrer Sonnenbrille erkennt man den Serienkiller, der Jagd auf sie macht - Dark Glasses
    Das Plakat zu Dark Glasses © Pierrot Le Fou

    Die Handlung von Dark Glasses – Blinde Angst

    Es ist Sommer in Rom: Ein mysteriöser Serienkiller, genannt „Der Cellist“, macht im Zeichen der Sonnenfinsternis Jagd auf Sexarbeiterinnen.  Das Merkmal dieses Mörders ist, dass er die Frauen mit einer Cellosaite erwürgt. Als sein letztes Opfer hat er sich Diana (Ilenia Pastorelli) ausgesucht. Der Killer verfolgt sie mit einem Lieferwagen. Inmitten einer wahnsinnigen Verfolgungsjagd kracht sie mit einem anderen fahrenden Auto zusammen.

    Diana überlebt den Unfall. Es kostet sie dennoch das Augenlicht. Um sich in ihrer neuen Lebensrealität zurechtzufinden, legt sie sich den Blindenhund Nerea zu. Nach längerer Rehabilitationszeit findet sie heraus, dass mehr Menschen dem „Cellisten“ zum Opfer gefallen sind. Sie ist auch nicht die einzige Überlebende, sondern genauso der chinesischstämmige Junge Chin. Dieser verlor seine Mutter und wurde zum Waisen. Diana beschließt, ihn bei sich aufzunehmen. Zusammen planen sie, den Serienkiller aufzuspüren und ihm endgültig das Handwerk zu legen. Was sie nicht wissen, ist, dass auch „Der Cellist“ weiterhin auf der Lauer ist, um sein Werk zu vollenden…

    Auf dem Bild erkennt man Diana, wie sie hoch zum Himmel schaut, um eine Sonnenfinsternis zu beobachten - Dark Glasses
    Die Sonnenfinsternis als einmaliges Ereignis im Leben von Diana © Pierrot Le Fou

    Zwei ungleiche Personen jagen das Böse

    In Argentos Werken geht es oft darum, dass die Protagonisten eine Zweckgemeinschaft bilden und zusammen auf Mörderjagd gehen. Oftmals sind es selbst Tatverdächtige oder Zeugen eines Mordes. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Argentos wohl bekanntester Film, Rosso – Die Farbe des Todes (1975), wo ein Engländer Zeuge eines Mordes und dann verdächtig wird und mit einer aufdringlichen Reporterin seine Unschuld beweisen will. Oder Die neunschwänzige Katze (1971), in welchem ein blinder Ex-Journalist mit seiner Nichte eine Mordserie untersucht. Zu ihnen gesellt sich dann noch ein weiterer Journalist, der von der Polizei in einem Mordfall der Tat verdächtigt wird.

    Auch in Dark Glasses – Blinde Angst bleibt sich der Altmeister treu. Die erblindete Diana und der Waise Chin finden aufgrund einer Schicksalsfügung zusammen, um ihren Peiniger aufzuspüren und ihn zur Strecke zu bringen. Die Besonderheiten hier sind wieder die physischen Umstände. Diana ist in ihrer Sehkraft beeinträchtigt und Chin nur ein kleiner Junge. Die Konstellation erweist sich schon deshalb als spannend, weil anfangs die Frage im Raum steht, wie genau sie jetzt dabei vorgehen.

    Ebenso bleibt sich Argento bei seinem Serienmörder treu. Es geht nie wirklich darum, ein Psychogramm des Mörder zu erstellen. Motiv, Vergangenheit, selbst der Name müssen keine große Rolle spielen. Was zählt, ist der Gedanke, dass jemand Böses draußen lauert und junge Frauen umbringen möchte. Insgesamt etabliert der Altmeister gekonnt seine Prämisse im ersten Drittel seiner Geschichte. Diese bietet letzten Endes keine Neuerfindung des Genres, aber dafür eine grundsolide Inszenierung.

    Auf dem Bild erkennt man Diana nach ihrem Autounfall, wie sie im Krankenbett liegt, ihr Kopf bandagiert und über ihren Sehverlust trauert - Dark Glasses
    Bestürzt von der Feststellung, das Diana nie mehr wieder sehen kann © Pierrot Le Fou

    Gelungene Inszenierung Roms bei Nacht

    Optisch macht Dark Glasses einiges her. Die Inszenierung der ewigen Stadt gelingt Argento auf elegante Art und Weise. Kameramann Matteo Cocco leistet einen wunderbaren Job, indem er die wundervolle Stadt und ihre Vorzüge zeigt wie bspw. ihre Parks. Was aber sein Werk auszeichnet, ist die Gegensätzlichkeit, indem er die Gefahren außerhalb der bekannten Plätze der Metropole ansiedelt. Kaum ist man als Zuschauer:in raus aus dem bekannten Stadtgefüge, wird es düsterer, dunkler und gefährlicher. Je dunkler die Welt aus der Sicht von Protagonistin Diana wird, werden auch wir, als Publikum, umhüllt von der Nachttrunkenheit der Stadt.

    Unterstrichen wird das durch interessante Ausflüge wie durch ein Sumpfgelände, wo das Wasser beinahe so schwarz ist, wie Dianas Sonnenbrille. Zusätzliche Gefahren und Urängste wie Schlangen folgen gleich mit. Es ist eine sehr interessante Darstellung des Gebietes außerhalb der Stadt, die auch im realen Rom ein krasser Gegensatz zur hochpolierten Innenstadt abbildet.

    Eine blutige Angelegenheit mit einer starken Hauptdarstellerin

    Der „Kill Count“ sollte nicht unerwähnt bleiben, denn Argento und Cocco geben sich große Mühe, die Tode im Film aufregend zu gestalten. Es wird originell geschlitzt und gemordet, stets mit Blut unterstützt. Insgesamt ergibt sich ein sehr blutiges Abenteuer, das der Altmeister auspackt. Allen voran für Genrefans werden einige schöne Highlights geboten.

    Ebenso überzeugt die international eher unbekannte Ilenia Pastorelli als Protagonistin Diana. Wir verfolgen ihre Entwicklung von einer gebrochenen, melancholischen Sexarbeiterin zu einer starken Frau, die sich trotz ihres Handicaps ihrem Peiniger stellt. Sie leistet einen sehr guten Job, die zerbrochene äußere Schale ihrer Figur glaubhaft darzustellen. Leider gelingt Xinyu Zhang als Waisenjunge Chin keine erinnerungswürdige Performance. Trotz seines großen Anteils an Screentime bleibt dieser im Vergleich zu Pastorelli im Schatten. Er wirkt zudem sehr oft deplatziert.

    Auf dem Bild erkennt man eine Silhouette des Serienkiller "Der Cellist", wie er vor der Kamera mit einem Messer steht - Dark Glasses
    „Der Cellist“ bereitet sich auf sein nächstes Opfer vor © Pierrot Le Fou

    Unser Fazit zu Dark Glasses – Blinde Angst 

    Schließlich bleibt zu sagen, dass Dark Glasses sehr ansehnlich geraten ist. Die Rückkehr von Dario Argento auf die große Leinwand kann als gelungen betrachtet werden. Mit 81 Jahren zeigt er immer noch alte Stärken und schafft es, sie auf eine sehr spannende und blutige Art und Weise anzuwenden. Ilenia Pastorelli liefert sich ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel mit dem Killer ab, der an alle großen Mörder aus altbekannten Gialli erinnert. Insgesamt wirkt dies sehr souverän. Die Geschichte entfaltet wenig Neues, ist aber dennoch einen Kinogang wert, vor allem, wenn man eine Faszination für Argentos Arbeit besitzt.


    © Pierrot Le Fou

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