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    Startseite » Der Geburtstag
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    Der Geburtstag

    Patrick Krämervon Patrick Krämer1. August 2020Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Matthias irrt durch die dunklen Gassen der Stadt auf der Suche nach Julius Mutter
    Die Suche nach Julius Mutter gestaltet sich schwer © W-film / Friede Clausz
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    Der Geburtstag ist Carlos Andrés Morellis zweiter Langfilm nach Mi Mundial und wirkt inhaltlich zunächst wie ein klassisches Trennungsdrama. Ob der Film sich in die lange Liste deutscher Betroffenheitsdramen einordnet oder vielleicht doch etwas komplett Eigenständiges darstellt lest ihr in den folgenden Zeilen.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=MIUBv0yGBT4″]

    Das Kinoplakat zu Der Geburtstag zeigt in schwarzweiß Hauptdarsteller Matthias, der seinen Sohn Lukas umarmt.
    Das Kinoplakat zu Der Geburtstag © W-film

    Worum geht’s in Der Geburtstag?

    Anna, gespielt von Anne Ratte-Polle, und Matthias (Mark Waschke) haben sich getrennt. Doch zum sechsten Geburtstag ihres Sohns Lukas (Kasimir Brause) wollen sich die beiden zusammenreißen und ihm eine schöne und harmonische Feier bereiten. Dieses Unterfangen geht jedoch von Anfang an schief. Matthias hat eigentlich keine Zeit für die Feier, denn im Hinterkopf hat er sowohl die wichtige Deadline eines Projekts in der Arbeit als auch die Premiere zum Theaterstück seiner neuen Freundin Katharina (Anna Brüggemann).



    Zu allem Überfluss regnet es plötzlich in Strömen und die für den Garten geplante Feier muss Hals über Kopf nach innen verlegt werden. Als dann noch der kleine Julius nicht, wie geplant, zum Ende der Feier von seiner Mutter abgeholt wird, entscheidet sich Matthias kurzerhand den Jungen persönlich zuhause abzuliefern. Doch das gestaltet sich schwerer als er gedacht hat.

    Anna, Matthias und Lukas sehen aus dem Küchenfenster und bemerken, dass es regnet.
    Die Geburtstagsparty von Lukas fällt ins Wasser © W-film / Friede Clausz

    Themen und Brüche

    Während Der Geburtstag inhaltlich anfangs klar als klassisches Familiendrama durchgeht, so bietet er in der zweiten Hälfte, vor allem auch inszenatorisch, einige Besonderheiten. Da der Film komplett in schwarzweiß im Low-Key-Stil gedreht ist, mutet er zeitweilen als Film noir an und erzeugt damit eine ganz eigene Atmosphäre, der man sich nur schwer entziehen kann. Zum Mittelteil hin, als Matthias sich dazu entschließt, Julius selbst zu seiner Mutter zu bringen und dabei durch die nebelverhangenen Straßen irrt, unterstreicht die gewählte Optik zudem perfekt die dann eingestreuten surrealen Elemente.

    Denn anders als man es von einem klassischen deutschen Drama erwarten würde, hat Der Geburtstag einen leicht mysteriösen Anstrich, der voll und ganz auf die verhandelten Themen einzahlt. Matthias, der sich im Laufe der Trennung von seiner Familie und insbesondere von seinem Sohn entfernt zu haben scheint, erlebt durch den ihm bis dato fremden Jungen und die unwirkliche Suche nach seiner Mutter erneut, was es heißt, intensive Vatergefühle zu spüren. Ob er am Ende eine tatsächliche Läuterung erfährt, wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Denn die Entwicklung der stark geschriebenen Hauptcharaktere mitzuerleben ist einer der Reize von Der Geburtstag.

    Inszenatorisch ist aber festzuhalten, dass es eine wahre Freude ist, wie Regisseur Carlos Andrés Morelli bei dem gewagten Spagat zwischen Familiendrama, Film noir und surrealen Elementen scheinbar mühelos das Gleichgewicht hält und den Film damit wunderbar rund gestaltet.

    Matthias und Lukas sitzen am Tisch, Anna steht dahinter und schaut Matthias mit leerem Gesichtsausdruck an.
    Die Stimmung zwischen Matthias und Anna ist angespannt © W-film / Friede Clausz

    Das Schauspiel im Fokus

    Da das hauptsächliche Ensemble von Der Geburtstag nur die in der Inhaltsangabe beschriebenen Figuren umfasst, kommt den schauspielerischen Leistungen natürlich ein besonderes Augenmerk zu teil. Und sowohl die beiden Jungdarsteller als auch ihre erfahreneren Kollegen machen ihre Sache ausgesprochen gut. Mark Waschke, den viele als den geheimnisvollen Geistlichen Noah aus der überaus erfolgreichen deutschen Netflix-Serie Dark kennen dürften, verleiht der Rolle des zwischen allen Stühlen agierenden Matthias eine enorme Authentizität und Präsenz. Man kann seine Zerrissenheit förmlich spüren, wenn er versucht, die Verpflichtungen aus seinem alten und seinem neuen Leben auf einen Nenner zu bringen.

    Ihm gegenüber steht Anne Ratte-Polle (Undine und ebenfalls Dark), als selbstbewusste, aber auch tieftraurig-verletzte Anna, die ebenfalls eine tolle Leistung abliefert. Nicht unerwähnt bleiben dürfen Finnlay Jan Berger als Julius und Kasimir Brause als Lukas, die beide mit Der Geburtstag ihr Kinofilm-Debüt feiern und von denen wir in der Zukunft noch einiges erwarten dürften.

    Matthias irrt durch die dunklen Gassen der Stadt auf der Suche nach Julius Mutter.
    Die Suche nach Julius Mutter gestaltet sich schwierig © W-film / Friede Clausz

    Mein Fazit zu Der Geburtstag

    Carlos Andrés Morellis‘ Der Geburtstag ist ein ungewöhnlich erzähltes Trennungsdrama mit außergewöhnlich gutem Schauspiel und einer ganz eigenständigen Inszenierung im Stile eines Film noir. Ein bemerkenswertes, mutiges und in allen Belangen überzeugendes Stück deutsches Kino.

    Der Geburtstag kann im Angebot von W-Film Online Kino ausgeliehen werden.


    © W-Film

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