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    Der letzte Mieter

    Patrick Krämervon Patrick Krämer30. Juni 2020Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Der Makler (Moritz Heidelbach) und der namensgebende letzte Mieter (Wolfgang Packhäuser)
    Der Makler überbringt Dieter schlechte Neuigkeiten © Dualfilm Verleih
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    Was passiert, wenn man nach über 40 Jahren seine Wohnung räumen muss, damit das Gebäude luxussaniert und teurer weitervermietet werden kann? Das zeigt Der letzte Mieter auf dramatische Weise. Ob der Film überzeugt, lest ihr bei uns.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=b2WaQzvzbUw“]

    Das Filmplakat von Der letzte Mieter zeigt einen Mann von hinten vor einem großen Haus, in der Hand trägt er eine Waffe
    Das Filmplakat von Der letzte Mieter © Dualfilm Verleih

    Worum geht’s in Der letzte Mieter?

    In Der letzte Mieter schlägt die Gentrifizierung gnadenlos zu. Dietmar, dargestellt von Wolfgang Packhäuser, muss seine Wohnung räumen, damit der Eigentümer das Gebäude sanieren und mutmaßlich teurer weitervermieten kann. Doch der Widerstand Dietmars scheint sich nicht auszuzahlen, denn am Räumungstag steht nicht nur ein Makler der Immobilienfirma (Moritz Heidelbach) sondern auch die junge Polizistin Shirin (Pegah Ferydoni) vor der Tür und wollen den titelgebenden „letzten Mieter“ aus seiner Wohnung holen. In dieser angespannten Situation kommt Dietmars Sohn Tobias, Matthias Ziesing, dazu, um seinem Vater Medikamente zu bringen. Die Atmosphäre heizt sich immer weiter auf und eskaliert auf verheerende Weise.

    Luftbild von Berlin als Schauplatz von Der letzte Mieter
    Berlin bildet den Schauplatz für die Geschichte © Dualfilm Verleih

    Kammerspiel zwischen Drama und Thriller

    Wie aus der kurzen Zusammenfassung des Plots deutlich wird, handelt es sich bei Der letzte Mieter weder um ein Betroffenheitsdrama noch um eine Komödienblödelei. Vielmehr haben wir es hier mit einem waschechten deutschen Genrefilm zu tun. Dass davon mehr existieren als man vielleicht meint, haben die Redaktionskollegen Stefan und Samuel im Filmfrühstück-Podcast „Der Deutsche Genrefilm“ ausgiebig erörtert. Am Ende dieses Texts finden sich noch drei Tipps für alle Leserinnen und Leser, die nach Der letzte Mieter Geschmack am deutschen Genrefilm gefunden haben.

    Der letzte Mieter ist das Langfilm-Debüt von Regisseur Gregor Erler, der sich bislang durch mit Preisen überhäufte Kurzfilme einen klangvollen Namen erarbeitet hat. Und um den Elefanten im Raum direkt anzusprechen: Hoffentlich folgen auf Der letzte Mieter noch eine Vielzahl weiterer Filme mit ähnlicher Qualität. Denn die Mischung aus Geiseldrama und Thriller ist einer der spannendsten und trotz seiner kammerspielartigen Inszenierung kurzweiligsten Filme des Kinojahres geworden. Das liegt nicht zuletzt am sehr überzeugenden Schauspiel des kompletten Casts. Vor allem Matthias Ziesing macht als Tobias eine grandiose Figur. Nach den fatalen Ereignissen, die die Initialzündung für das dann folgende Geiseldrama sind, lässt Ziesing den Zuschauer den innerlichen Konflikt seiner Figur förmlich spüren. Und all das fernab von sämtlichen theaterhaften Anleihen, die man deutschen Schauspielern allzu gerne vorwirft.

    Der Makler (Moritz Heidelbach) und der namensgebende letzte Mieter (Wolfgang Packhäuser) stehen im Hausflur vor einer geöffneten Tür
    Der Makler überbringt Dieter schlechte Neuigkeiten © Dualfilm Verleih

    Konsequent und mit Tiefgang

    Ein weiterer Baustein für das überzeugende Auftreten des Films ist das ausgefeilte Drehbuch. In den 97 Minuten von Der letzte Mieter geschieht nichts ohne Grund und ebenso wenig ohne klare und zum Großteil nachvollziehbare Motivation der handelnden Figuren. Dazu kommen im letzten Drittel noch einige sehenswerte Schlenker in der Handlung, bevor einen der finale Twist mit einem deftigen Schlag in die Magengrube zurücklässt. Den Mut, den Film mit einer derart trostlosen Konsequenz ausklingen zu lassen, muss man einfach honorieren. In Summe funktioniert Der letzte Mieter damit sowohl als spannender Thriller als auch als bitterböses Sozialdrama mit sehr deutlichen Seitenhieben in Richtung Gentrifizierung und der Schere zwischen Arm und Reich am Beispiel des Wohnungsmarkts.

    Zugleich Fluch und Segen ist dagegen die von der ersten bis zur letzten Minute präsente Wackelkamera. Ruhige Einstellungen, bei denen die Augen eine kurze Erholungspause bekämen, muss man mit der Lupe suchen. Das ist auf der einen Seite zwar sehr anstrengend, zahlt auf der anderen Seite aber natürlich auf die Spannung und das permanente Unbehagen der ausweglosen Situation ein. In Summe also ein gelungen eingesetztes Stilmittel, bei dem es aber auch völlig verständlich ist, wenn es dem einen oder anderen Zuschauer zu viel wird.

    Dieter steht im Flur, hat ein Gewehr in der Hand und guckt sehr wütend
    Dieter sieht keinen Ausweg mehr © Dualfilm Verleih

    Das deutsche Genrekino kann viel!

    Eingangs hatte ich erwähnt, dass Der letzte Mieter beileibe nicht der einzige sehenswerte deutsche Genrefilm der letzten Jahre ist.

    Da wäre beispielsweise Der Nachtmahr von Achim Bornhak aus dem Jahr 2016, der als Mischung aus Horror- und Mysteryfilm das Thema Schlafparalyse verhandelt und damit sowohl bei Kritikern als auch bei Zuschauern sehr gut ankam.

    Schneeflöckchen von Adolfo J. Kolmerer und William James aus dem Jahr 2018 geht sogar noch einen Schritt weiter, und erzählt seine packende Geschichte als innovativen Meta-Thriller mit twistigem Drehbuch und einer großen Menge Augenzwinkern.

    Abschließend sei noch Pelikanblut aus 2019 wärmstens ans Herz gelegt. Das Erziehungs- und Sozialdrama von Katrin Gebbe wirkt wie eine Mischung aus Systemsprenger und Hereditary und kann auch qualitativ an diese großen Namen heranreichen.

    Ein SEK-Beamter zielt auf dem Boden liegend mit einem Scharfschützengewehr
    Irgendwann gerät die Lage völlig außer Kontrolle © Dualfilm Verleih

    Mein Fazit zu Der letzte Mieter

    Regisseur Gregor Erler hat mit Der letzte Mieter einen großartigen deutschen Genrefilm abgeliefert. Das packend inszenierte Geiseldrama ist spannend bis zum Schluss und entlässt den Zuschauer mit einem der Thematik angemessenen mulmigen Gefühl aus dem Kino.

    Der Film ist ab dem 13.08.2020 im Kino zu sehen!


    © Dualfilm Verleih

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