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    Startseite » Die Dirigentin
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    Die Dirigentin

    Florian Teichertvon Florian Teichert24. April 2021Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Schauspielerin Christanne de Bruijn sitzt direkt vor der Bühne in der Oper.
    Antonia Brico (Christanne de Bruijn) will unbedingt Dirigentin werden. © Der Filmverleih GmbH
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    Antonia Brico dirigierte 1938 als erste Frau die New Yorker Philharmoniker. Trotz begeisternder Presse und Lob von allen Seiten, gelang es Brico danach nie sich als Dirigentin eines großen Orchesters in New York zu etablieren. Der Film Die Dirigentin von Maria Peters erzählt nun die Geschichte von Brico.

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    Auf dem Plakat von DIe Dirigentin steht die Hauptfigur mit dem Rücken zu uns gekehrt in der Mitte und dirigiert das Orchester vor ihr.
    Das Filmplakat von Die Dirigentin © Der Filmverleih

    Worum geht es in Die Dirigentin

    Die junge Wilhelmina (Christanne de Bruijn) wanderte zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ihren Eltern aus den Niederlanden aus und lebt nun in einfachen Verhältnissen in Kalifornien. Wilhelminas Leidenschaft gilt der Musik – sie nimmt nicht nur Klavierunterricht, sondern beobachtet bei ihrem Nebenjob im Opernhaus auch die großen Dirigenten dieser Zeit. Zu gern würde sie selbst irgendwann einmal den Takt angeben. Als Wilhelmina eines Tages herausfindet, dass sie adoptiert wurde und ihr wahrer Name Antonia ist, möchte sie nicht nur ihre leibliche Mutter finden, sondern auch noch härter an ihrem Lebenstraum arbeiten.

    Dabei trifft sie auf Frank (Benjamin Wainwright), einen jungen, wohlhabenden Amerikaner. Die beiden kommen sich näher und Antonia nutzt die guten Kontakte von Frank, um auch ihrem persönlichen Ziel näher zu kommen. Doch die frühen 1930er Jahre sind für Frauen alles andere als ein Zuckerschlecken – und so stellen sich Antonia zahlreiche Hürden in den Weg.

    Schauspielerin Christanne de Bruijn sitzt direkt vor der Bühne in der Oper.
    Antonia Brico (Christanne de Bruijn) will unbedingt Dirigentin werden. © Der Filmverleih GmbH

    Die Dirigentin geht lange Wege

    Maria Peters, die sich bisher vor allem mit Kinder- und Jugendfilmen in den Niederlanden einen Namen gemacht hat, hat sich mit Die Dirigentin einen echten Brocken auf die Schultern gelegt. Die Laufzeit von knapp 130 Minuten lässt schon erahnen, dass Peters hier große lange Wege gehen wird, um die Geschichte zu erzählen. Aber gut: Das ist für Biografien alles andere als ungewöhnlich. Nutzt man die Zeit gut, um die Charakterbilder der Figuren ausgiebig zu zeichnen, hat man schon häufig außergewöhnliche Biopics bekommen.

    Die Grundlagen dafür hat Die Dirigentin in jedem Fall. Hauptdarstellerin Christanne de Bruijn ist die Entdeckung des Films. Die leidenschaftliche und energievolle Leistung de Bruijns passt zu der feministischen Message, die der Film aussagen möchte. Antonia Brico war eine Kämpferin – nicht nur für ihr ganz persönliches Ziel, sondern auch für alle Frauen, die damals unterdrückt und kleingehalten wurden. Christanne de Bruijn ist in dieser Hinsicht eine passende Besetzung – zumindest teilweise!

    Aufgeblähte Romanze verhindert Blick aufs Wesentliche

    Denn da kommt schon das erste große Problem. Die (übrigens fiktive oder zumindest nicht belegte) Romanze zwischen Antonia und Frank bedient sich immer wieder an platten und ausgelutschten Klischees. Die angestrebte Zielsetzung ein klares und unabhängiges Frauenbild zu zeichnen, misslingt somit leider immer wieder. Während Antonias Zeit in Berlin erzählt Die Dirigentin davon, dass sie kurz davor war, ihren Traum einzustellen – nur weil Frank dies von ihr verlangte. In den Momenten mit ihrem Partner, gibt sich die Figur zudem immer wieder unterwürfig. Schade! Abgesehen von der Zeit, die man sich durch die aufgeblähte Romantik hätte sparen können, wäre so auch die Message deutlicher beim Zuschauer angekommen.

    Ein weiteres Problem, welches nicht unerwähnt bleiben darf, ist die teilweise fragliche Zeichnung historischer Figuren, beziehungsweise einer Figur. Nachweislich war Antonia Brico die einzige weibliche Dirigentin, die jemals Unterricht beim deutschen Dirigenten Karl Muck bekam. Muck (gespielt von Richard Sammel) wird hier als kauziger schroffer Typ im Morgenmantel gezeichnet, der im tiefsten Inneren dann aber doch von Bricos Können überzeugt ist. Mucks Sympathien zu Nazi-Deutschland, die soweit gingen, dass er eigene Köpfungslisten ans Regime weiterreichte, werden im Film nicht erwähnt.

    Antonia Brico (Christanne de Bruijn) und Frank (Benjamin Wainwright) stehen auf einem Balkon und schauen sehr verliebt aus.
    Antonia Brico (Christanne de Bruijn) und Frank (Benjamin Wainwright) haben sich ineinander verliebt. © Der Filmverleih GmbH

    Bei all diesen Verfehlungen ist Die Dirigentin am Ende des Tages ein deutlich konservativerer Film, als es im ersten Moment wohl den Anschein macht. Qualitativ schwankt der Streifen immer irgendwo zwischen günstigem Fernsehfilm und hochproduziertem Musik-Kino. Gerade die Orchester-Szenen, von denen es dann aber leider zu wenig gab, lassen immer wieder aufhorchen und zumindest kurz das Gefühl entstehen, man würde mitten in der Oper sitzen.

    Das Fazit

    Die Dirigentin ist der Versuch, die faszinierende Geschichte einer tatkräftigen und mitreißenden Frau zu erzählen, die für ihre und für die Werte anderer Frauen einstand. Leider verheddert sich der Film zu sehr in handelsüblichen Klischees und nutzt sich trotz einer starken Hauptdarstellerin relativ schnell ab. Für historisch Interessierte ist Die Dirigentin zumindest mal einen Blick wert. Alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen.

    Die Dirigentin erscheint am 23. April im Heimkino.


    © Der Filmverleih GmbH

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