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    Startseite » District 9
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    District 9

    Tobias Jakobvon Tobias Jakob30. Juni 2021Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Mit District 9 liefert Neill Blomkamp seine erste große Regiearbeit ab und Sharlto Copley in der Hauptrolle bekommt seinen ersten Auftritt in einem Langspielfilm. Obendrein musste die Geschichte rund um gestrandete Aliens, Fremdenhass und politischer Verfolgung mit einem vergleichsweise geringen Budget auskommen. Wie District 9 letztlich abschneidet und ob das Kino-Debüt wirklich einen Blick wert ist, erfahrt ihr in unserer Rezension. 

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    Cover von "District 9"
    Cover von „District 9“ © Sony Pictures

    Worum geht es in District 9?

    Fast schon 30 Jahre ist es her, als 1982 Aliens über dem südafrikanischen Johannesburg gestrandet sind. Sie kamen mit ihrem gigantischen Mutterschiff nicht etwa als feindselige Invasoren, sondern als Flüchtlinge. Ein spezielles Auffanglager, das namensgebende District 9, wurde daraufhin eingerichtet, um die verwahrlosten Besucher kontrolliert untergebracht zu wissen.

    Seither leben die Außerirdischen unter miserablen Umständen, zusammengepfercht in notdürftig errichteten Baracken zwischen Müll und Gesetzlosigkeit. Die Integration ist über all die Jahre nicht geglückt und Menschen sehen die abschätzig als “Shrimps” bezeichneten Aliens immer noch als Bedrohung. Schließlich zieht sich die Regierung aus der Verantwortung und überträgt die Zuständigkeit der privaten Sicherheitsfirma MNU. 

    Als nun die MNU eine Umsiedlung in ein abgeschiedenes Lager weit außerhalb der Stadt ins Leben ruft, will die Firma im Geheimen an die Waffentechnologie der Flüchtlinge gelangen. Bei dieser Operation infiziert sich allerdings der Verwaltungsmitarbeiter Wikus van der Merwe (Sharlto Copley) mit der DNS der Außerirdischen. Eine skrupellose Hetzjagd auf ihn beginnt und er selbst ist plötzlich auf die Hilfe der Shrimps angewiesen.

    Wikus van der Merwe weist sich gegenüber einem Alien aus
    Wikus (Sharlto Copley) begibt sich mit der MNU ins Ghetto © Sony Pictures

    Die Armen nehmen von den Ärmeren

    Neill Blomkamp versteht es, zwei Kulturkreise aufeinander treffen zu lassen und eine (leider) glaubhafte Ereigniskette zu entspinnen. Wie die bisherige Menschheitsgeschichte beweist, nimmt die Handlung einen durchaus authentischen Verlauf: Man weiß nicht wohin mit dem ungebetenen Besuch und die verzweifelten, verwahrlosten Flüchtlinge werden in ein Ghetto interniert. Währenddessen findet eine gesellschaftliche Ausgrenzung statt, der Fremdenhass nimmt zu und mit auffällig angebrachten Verbotsschildern entwickelt sich im wahrsten Sinne strikte Rassentrennung. 

    Nicht zuletzt Blomkamp selbst ist Südafrikaner und weiß nur zu gut, welch Grausamkeit sich hinter Begriffen wie Apartheid und Fremdenhass verbirgt. Sein Hintergrund und Auge für die Thematik lässt die Geschehnisse erschreckend echt wirken. Blomkamp legte übrigens District 9 seinen vorangegangenen Kurzfilm Alive in Joburg (2005) zugrunde, in welchem bereits Sharlto Copley brillieren konnte. Mit Peter Jacksons finanzieller Unterstützung wurde aus der Geschichte über Rassendiskriminierung schließlich die Langfilm-Adaption District 9.

    Ein verwüstetes Denkmal zeigt Aliens und Menschen in Einigkeit
    Die Integration der Außerirdischen ist ein gescheitertes Unterfangen © Sony Pictures

    Dokumentation oder Actionfilm?

    Doch dreht sich der Film nicht allein um diese Mißstände: Anfangs ist District 9 wie ein Dokumentarfilm aufgebaut, Interviews und Kommentare werden eingestreut und die Kameraführung ist, vergleichbar mit einem Found-Footage-Film, bewusst unruhig und wackelig. Im weiteren Verlauf jedoch setzt ein klarer Stilbruch ein, als die Verfolgung von Wikus van der Merwe entbrennt. Von da an ist die Hetzjagd actiongeladen, dynamisch und gnadenlos brachial. Aus Dokumentation und Bewegtbildberichten wird so eine tragische Action-One-Man-Show.

    Die Mischung aus übertriebener und ernster Gewalt ist durchaus gelungen. Wo zunächst die Action einen hohen Unterhaltungswert bietet, folgen vereinzelt brutale Szenen, die unter die Haut gehen. Beispielsweise soll der Protagonist in einer Szene wider Willen auf einen Außerirdischen schießen. Die innere Zerrissenheit, das Grauen und die brutale Darstellung der Exekution hinterlassen bewusst einen scheußlichen Eindruck.

    Die Technik von District 9

    Die Computertechnik von District 9 ist, trotz vergleichsweise geringem Budget von circa 30 Millionen US-Dollar, durchweg auf einem hohen Niveau. Zuvor angesprochene emotionale Momente sind dadurch noch überzeugender und reißen ZuschauerInnen zu keinem Moment aus der Handlung. Dafür sorgen neben dem glaubhaften Alien-Design unter anderem auch die fremdartigen Waffen der Außerirdischen, die im Laufe der Handlung zum Einsatz kommen. Ein mechanischer Kampfanzug, der während des Showdowns eindrucksvoll die technische Überlegenheit der Besucher widerspiegelt, vermag durch seine blanke Zerstörungskraft die Herzen von Actionfans höher schlagen zu lassen.

    Ein Kampfanzug stürmt auf Angreifer zu
    Der Kampfanzug mit vollem Einsatz © Sony Pictures

    Die Schattenseite von District 9 

    Lässt man den Film unvoreingenommen auf sich wirken, erlebt man ungewöhnliches Sci-Fi-Kino mit einer einschlagenden Botschaft. Jedoch ist die Action nach näherer Betrachtung nicht frei von Logikfehlern. Allerdings, welcher Film ist dahingehend schon makellos? Und gerade bei District 9 kann man über diesen kleinen Mangel leicht hinwegsehen.

    Schwerwiegender hingegen ist einerseits der anfängliche Dokumentarstil und andererseits die Mischung aus menschenverachtendem “Witz” und brutaler Härte. Garniert mit ungeschönten, aber dadurch gelungen eingestreuten Splattereffekten wird Blomkamps Werk womöglich zu schwer verdaubarer Kost. Wer diese im Grunde eindrucksvollen Stilmittel nicht einzuordnen weiß, sollte sich District 9 vorsichtig nähern.

    Unser Fazit zu District 9 

    Flüchtlingspolitik und die meist damit einhergehenden, menschenverachtenden Umstände sind heute aktueller denn je. District 9 trifft hierdurch einen wunden Punkt in der Gesellschaft und übersetzt die Problematik in relativ ungewöhnliches Science-Fiction-Kino. Indes stimmt Blomkamps Leinwanddebüt  nachdenklich, ist gekonnt ekelerregend und verfügt über ein hohes Produktionsniveau. Wer sich der Handlung nicht zu kritisch nähert, erhält bemerkenswerte Unterhaltung mit einer äußerst kreativen Entwicklung.


    © Sony Pictures

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